Grillen: Marinieren und Würzen – Tipps und Tricks rund ums gelungene Barbecue

Sobald die Tage wieder sonniger und die Abende milder werden geht sie los: die Grillsaison. Hier ein paar wertvolle Tipps zum perfekten Grillgenuss und köstliche Rezeptideen, die Abwechslung bringen.

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Gemüse, Tofu und Fleisch marinieren

Ganz gleich, ob Sie Gemüse, Fisch oder Fleisch marinieren möchten: Es gibt zahlreiche Varianten, um den Geschmack Ihres Grillguts nach den eigenen Vorlieben zu verfeinern, wenn man diese in Pflanzenöl mit Kräutern und Gewürzen einlegt. Die Zugabe von Essig oder Zitronen- bzw. Limettensaft macht das Fleisch zarter.

Für Geflügel und Fleisch reicht etwa eine Stunde Marinierzeit bei kühler Zimmertemperatur vor der Verwendung aus.

Für Fisch genügen 30 Minuten. Festfleischige Fischfilets, wie Lachs, Thun- oder Schwertfisch sowie Seeteufel, eignen sich am besten für Fischspieße. Garnelen grillt man besser mit Schale. Sie trocknen leicht aus und verlieren an Aroma. Oder man wickelt sie geschält vor dem Aufspießen in dünne Schinkenscheiben ein.

Es reicht aus, Gemüse erst kurz vor dem Grillen mit der Marinade bestreichen.

Fantasievolle Marinaden: was passt wozu?

  • Zu Hähnchen: Estragon, Basilikum, Minze, Zitronenöl, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Joghurt, Paprikapulver, Zitronengras, Lorbeer, Orange, Zitrone, Limette, Knoblauch, Ingwer, Chili, Sojasauce, Sesamöl, Safran, Cidre

  • Zu Rindfleisch: Zwiebel, Paprikapulver, Zimt, Ingwer, Kardamom, Pfefferkörner, Knoblauch, Weinbrand, Portwein, Joghurt, Petersilie, Meerrettich, Senf, Sojasauce, Chili

  • Zu Lammfleisch: Knoblauch, Minze, Rosmarin, Zitrone, Safran, Chili, Joghurt

  • Zu Schweine- und Kalbfleisch: Knoblauch, Chili, Sternanis, Sojasauce, Ahornsirup, Sesamöl, Ingwer, Rosmarin, Salbei, Thymian, Apfel, Senf

  • Gemüse und Tofu sind sehr variabel und können mit den gleichen Marinaden bestrichen werden wie Fleisch.

Marinieren in Bio-Qualität

Tofu richtig marinieren und grillen

Grill-Tipps: Tofu richtig marinieren und grillen – Alnatura

Tofu lässt sich prima grillen – wenn man ein paar einfache Regeln beachtet:

  1. Je fester der Tofu, desto besser das Grillergebnis. Dazu überschüssige Flüssigkeit entfernen, indem man ihn in ein sauberes, trockenes Küchentuch wickelt und beschwert. Oder man presst ihn leicht zwischen Küchenkrepp. Positiver Nebeneffekt: So kann der Tofu anschließend auch die Marinade besser aufnehmen. Tofu wird übrigens noch fester, wenn man ihn einfriert und vor dem Zubereiten wieder auftaut.

  2. Den Tofublock vor dem Marinieren waagrecht halbieren.

  3. Würzen, würzen, würzen! Als Marinade-Zutaten kommen viele Gewürze infrage, bewährt haben sich Rosmarin, Thymian, Oregano und Knoblauch. Beliebt ist auch eine Kombination aus Curry, Ingwer, Chili, Honig und Sesam. Unverzichtbare Grundzutat ist hitzebeständiges Pflanzenöl als Geschmacksträger. Damit die Aromen gut aufgenommen werden, den Tofu einige Stunden im Kühlschrank in der Marinade ziehen lassen. Kurz vor dem Grillen die Marinade vorsichtig abtupfen. Bei bereits vorgewürztem Tofu genügt es gegebenenfalls, diesen nur mit Öl einzupinseln.
Vegetarisches Grillgut reagiert empfindlicher auf Hitze als Fleisch und sollte daher am Rand des Rostes gegrillt werden.


Kohlblätter statt Alufolie

Grilltipp: Kohlblätter als nachhaltige Alternative zu Alufolie – Alnatura

Feta- und Gemüsepäckchen gehören zu den Klassikern auf Grillrost und sind eine beliebte vegetarischen Alternative zu Bratwurst, Steak und Co. Sie lassen sich ganz einfach vorbereiten: mit etwas Olivenöl beträufeln, nach Geschmack gehackten Knoblauch und Chili darüber streuen, ein Rosmarinzweig dazu, einpacken und ab auf den Grill.

Übrigens: Der Griff zur Alufolie muss nicht sein! Auch Gemüseblätter, zum Beispiel von Kohlrabi oder anderen Kohlsorten, eignen sich als schützende und dabei nachhaltige Hülle. Einfach mit Öl einpinseln und bei Bedarf vorher kurz blanchieren. Den Feta auf das Blatt legen und mit Holzspießen verschließen.


Köstliche Spießigkeit: Ideen von herzhaft bis fruchtig

Grilltipp: Rosmarin als Grillspieß – Alnatura

Echte Grillfans werden es unterschreiben: Ein fantasievoller Spieß, ob mit oder ohne Fleisch, geht immer. Wer gerne Gäste beeindrucken will oder einfach mal Lust auf Abwechslung hat, kann zum Beipsiel mal Bratwürstchen zusammen mit mariniertem Gemüse wie Paprika, Zucchini oder Maiskolben als Grillspieß servieren.

Tipp: Noch kreativer und aromatischer wird es, wenn Sie einen längeren, stabilen Rosmarinzweig als Spieß-Ersatz verwenden.

 

Fleischspieße

Egal ob Rind, Schwein, Lamm, Kalb oder Hähnchen und Pute, für Fleischspieße am besten zartes Fleisch, z. B. Filets, verwenden. Fleischsorten, die lange oder langsam gegart oder geschmort werden müssen, eignen sich nicht für Spieße.

Rosmarinzweige, ohne Blätter als Spieße eingesetzt, passen hervorragend zu Lammfleisch. Vor dem Aufspießen schneidet man das Fleisch in circa 2,5 cm dicke mundgerechte Würfel. Für die Zubereitung von Saté-Spießchen schneidet man das Fleisch in längliche Streifen und fädelt sie auf die Spieße.

Selbst hartnäckigen Grünzeug-Abstinenzlern kann man bei Spießen zwischen die Fleischstückchen noch Gemüse, z. B. Zwiebel, Paprika und Knoblauch, schmuggeln.


Gemüsespieße

Gemüsesorten, die sich besonders gut zum Grillen eignen:

  • Champignons
  • Fenchel
  • Kartoffeln
  • Knoblauch
  • Zucchini
  • Spargel
  • Paprika
  • Radicchio
  • Zwiebeln
  • Tomaten
  • Auberginen

Eine besondere Idee für Auberginen: Sie schmecken köstlich, wenn man sie in dünne Scheiben schneidet, mit Salz und Pfeffer würzt, mit Olivenöl bestreicht und jeweils auf beiden Seiten drei Minuten grillt. Dann lässt man sie auskühlen, legt jeweils ein Stückchen Ziegenkäse, z. B. Ziegenrolle, darauf, bestreut es mit gehacktem Salbei (alternativ dazu: Mozzarella mit gehacktem Basilikum) und rollt das Käsestückchen mit der Auberginenscheibe ein. Fixiert wird das Ganze mit einem Cocktailspießchen. Anschließend grillt man die Röllchen noch einmal vier Minuten. Dazu passt wunderbar eine Raita (Joghurt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Minze).

Fruchtig aufgespießt: Obst grillen

Grilltipp: Obst auf den Rost legen – Alnatura

Fruchtspieße

Auch Obst ist vor dem Grill nicht sicher. Am besten eignen sich weiche Obstsorten:

  • Erdbeeren
  • Honigmelonen
  • Wassermelonen
  • Bananen
  • Pfirsiche
  • Nektarinen
  • Mangos
  • Ananas

Diese können gemeinsam mit den "Hauptgängen" gegrillt oder als Dessert gereicht werden. Spießen Sie Ihre Lieblingsfrüchte möglichst in gleich großen Stücken auf und bestreichen Sie die Fruchtstückchen während des Grillens mit einer 1:1-Mischung aus Honig und Zitronensaft. Nach drei bis vier Minuten Grillzeit auf beiden Seiten können Sie die heißen Fruchtspießchen servieren – zum Beispiel mit Eiscreme als Dessert.