Kinder retten den Wald

"Tief verwurzelt, weit verzweigt" – diese Worte umschreiben kurz und knapp die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).

"Tief verwurzelt" ist sie, da es die SDW schon seit über 60 Jahren als Naturschutzverband gibt. Heute setzt sie sich mit 25.000 Mitgliedern "weit verzweigt" in über 350 Kreis- und Ortsverbänden für den Schutz der Bäume in ganz Deutschland ein. Diese ehrenamtlichen Mitglieder bieten vor Ort ein breites Spektrum von interessanten Angeboten an. Das reicht von Exkursionen, Waldtagen, Fortbildungen bis hin zum Pflanzen von Bäumen.

Eine weitere Schwerpunktaufgabe der SDW ist es, das Wissen über und das Verständnis für den Wald zu fördern. Vor allem Kindern soll vermittelt werden, dass es Spaß macht, draußen zu sein, und dass sie vor der Haustür Abenteuer erleben können, die oft viel spannender sind als die am Computer. In einer Studie über Waldspiele wurde festgestellt, dass ein Viertel der Kinder Hamburgs bis zum zehnten Lebensjahr noch nie im Wald war. Deshalb stehen waldpädagogische Projekte im Mittelpunkt der Arbeit der SDW. Dazu gehören zum Beispiel die bekannten Waldjugendspiele oder Waldmobile, die Schulen besuchen und den Kindern spielerisch die Erlebniswelt des Waldes näherbringen.

Die Waldjugendspiele sind ein Dauerbrenner in der Umweltpädagogik. Auf einem etwa zwei Kilometer langen Parcours mit 10 bis 15 Stationen lösen die Kinder, vorzugsweise aus den vierten Klassen der Grundschulen, mit Geschick, Beobachtungsgabe und detektivischem Spürsinn Aufgaben rund um das Ökosystem Wald. Im Mittelpunkt stehen dabei das Naturerlebnis und das spielerische Erarbeiten von Einblicken in natürliche Zusammenhänge des Waldes. So erfahren die Kinder nicht nur etwas über die Holznutzung, sondern schichten anschließend um die Wette Holzstapel. An einer weiteren Station begrüßt ein Waldarbeiter die Kinder in voller Montur und erklärt seine Werkzeuge. Danach dürfen die Kinder dann selbst im Wettsägen ihre Kräfte zeigen. Die Waldjugendspiele finden jährlich im September/Oktober statt und werden in fast allen Bundesländern mit Hilfe der Forstverwaltungen durchgeführt.

Das neue Projekt der SDW will auch der Naturentfremdung entgegenwirken.

Mit der "SOKO Wald – Auf den Spuren des Unsichtbaren" suchen Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse in einer interaktiven Rallye Wald und Waldprodukte in der Stadt. Ausgestattet mit Digitalkameras gehen sie auf die Suche. Anschließend wird anhand einer Weltkarte gemeinsam entdeckt, woher das Holz und die Produkte kommen. Die Vielfalt der Waldprodukte zeigt anschaulich die Bedeutung der Wälder für uns Menschen. Auch komplexe Zusammenhänge wie weltweiter Transport, Konsum, nachhaltige Waldnutzung und die jeweiligen Auswirkungen für die Menschen weltweit können so leicht verständlich thematisiert werden.

Der Tag des Baumes am 25. April  spielt in der Öffentlichkeitsarbeit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eine wichtige Rolle. Eingeführt von der SDW 1952 – also vor 60 Jahren – hat er sich zu einer der größten Mitmachaktionen im Umweltschutz entwickelt. In Zusammenarbeit mit Kommunen, Städten und Waldfreunden finden an diesem Tag Waldfeste statt, in deren Mittelpunkt oft Baumpflanzungen stehen. Das Spektrum reicht vom Pflanzen einzelner größerer Bäume mit prominenter Beteiligung bis zu Neugründungen von Wäldern oder Unterpflanzungen von Nadelwäldern. In diesem Jahr fanden über 1.000 Pflanzaktionen und Waldfeste bundesweit statt.

››› Gastbeitrag von Sabine Krömer-Butz, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Weitere Informationen zur Schutzgemeinschaft Deutscher Wald unter www.sdw.de

Hirschkäfer – Insekt des Jahres 2012

Obwohl überaus selten und daher leider auf der "Roten Liste", ist der Hirschkäfer einer der bekanntesten Käfer in Deutschland. Mit seinen bis zu sieben Zentimetern gehört der Hirschkäfer zu den größten Käfern in Europa. Seinen Namen erhielt er aufgrund der geweihartigen vergrößerten männlichen Oberkiefer. Die Männchen brauchen ihr Geweih bei Rivalenkämpfen und zum Festhalten der Weibchen während der Paarung. Vor allem in der Dämmerung schwärmen die Hirschkäfer mit lautem Brummen in Laubwäldern. Ihre Entwicklung von der Larve zum Käfer dauert Jahre. Dazu brauchen sie altes, morsches Holz, das vielerorts selten ist. Die erwachsenen Käfer leben nur vier Wochen.

Eichhörnchen-Spiel

Einleitend wird den Kindern von der Angewohnheit der Eichhörnchen erzählt, im Herbst Nüsse als Wintervorrat zu vergraben. Bis auf 2 Kinder wird jedes mit 10 Haselnüssen ausgestattet. Die Kinder ohne Nüsse spielen dann natürliche Räuber – sie sind zum Beispiel Haselmaus oder Eichelhäher. Die Eichhörnchen verstecken nun die Nüsse an einer oder mehreren Stellen. Die Nahrungsräuber beobachten sie dabei. Dann sammeln sich alle und werden aufgefordert, in verschiedenen Spielzügen von je einer Minute 2 bzw. 3 Nüsse zu suchen. Jeder, der nicht die geforderte Zahl an Nüssen gesammelt hat, scheidet aus. Wer am Schluss übrig bleibt, ist Sieger.

Tipp: für Kinder von 6 bis 10 Jahren. Für jüngere Kinder sind Walnüsse oder auch Zapfen hilfreich, da sie besser wiedergefunden werden können.

Alnatura spendet 1.726 Bäume. Spenden Sie mit!

1.726 Mitarbeiter waren im Juni 2012 für Alnatura tätig. Im Rahmen des Monats der Nachhaltigkeit im Jahr 2012 spendete Alnatura der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) für jeden Mitarbeiter einen Baum. Auch Sie können online unter www.wald-kaufhaus.de einen Baum spenden oder verschenken und unterstützen dabei nachhaltig das Klima.

Dabei fördern Sie:

  • die biologische Vielfalt
  • die Vermehrung von Wald (bei Erstaufforstungen)
  • die Vitalität und Stabilität unserer Wälder
  • die Speicherung von CO² in Bäumen