Wirklich Glücklich

Was macht uns glücklich? Ist es Zeit? Ist es Geld? Gibt es Regeln zum Glücklichsein? Wie müsste eine glücksorientierte Politik aussehen? Können Kinder das Glücklichsein erlernen? 100 Glücksforscher aus aller Welt stellen im "World Book of Happiness" ihre Ergebnisse zu diesen und vielen anderen Fragen vor - ohne philosophische oder spirituelle Spekulationen.

Es ist kein Ratgeber und kein Traktat mit Lebensweisheiten, sondern ein wissenschaftlicher Sammelband, der die Ergebnisse der Glücksforschung einem breiten Publikum zugänglich macht. Herausgeber Leo Bormans beschreibt das Ziel des Buches: "Wenn wir ein besseres Verständnis für die Dinge entwickeln, die uns gesund, glücklich und erfolgreich machen, können wir solche Mechanismen besser einsetzen, um unser eigenes Glück und Glück in der Welt ringsum zu schaffen."

100 kurze, verständlich und unterhaltsam geschriebene Kapitel betrachten das Glück. Es wird aus der Sicht der Ökonomie, der Politik, der Soziologie und vor allem der Positiven Psychologie beleuchtet. Diese neue Fachrichtung befasst sich mit dem menschlichen Wohlergehen. Ergebnisse der Glücksforschung im Anhang ergänzen die Beiträge. Mit ungeahnten Denkräumen eröffnet eine internationale Autorenriege neue Wege zu den Auslösern des Glücks: menschliche Nähe, Genetik, Dankbarkeit, Humor.

Sonja Lyubomirsky, Sozialpsychologin aus den USA, ist wie die meisten Autoren des Buches der Auffassung, dass man Glück erlernen kann: "Die genetische Veranlagung bestimmt allenfalls 50 Prozent des Glücks, und nur 10 Prozent gehen auf Unterschiede in den Lebensbedingungen zurück – ob Menschen reich oder arm, gesund oder krank, verheiratet oder geschieden sind und so weiter. Bei verblüffenden 40 Prozent unseres Glückspotenzials liegt es also in unserer eigenen Hand, sie zu ändern! Nachhaltiges Glück ist unabhängig von der gene­tischen Veranlagung erreichbar, wenn man bereit ist, dafür zu arbeiten."

Aber Glück ist nicht nur Sache des Einzelnen, wie viele der üblichen Glücksratgeber suggerieren. Erst in der Gemeinschaft mit anderen findet man das Glück. Christopher Peterson, Gründervater der Positiven Psychologie: "Man kann die Themen dieses neuen Forschungsbereichs in drei Worten zusammenfassen: Andere Menschen zählen. In der Positiven Psychologie gibt es keinen einzigen Beweis, keine einzige Theorie, die nicht die Bedeutung anderer Menschen für unser Glück und unsere Gesundheit belegen."

Glück entsteht also in der Gemeinschaft – in Freundschaften, Familien und Staaten. Das kleine Himalaya-Königreich Bhutan orientiert seine Politik schon seit Jahren am "Bruttosozialglück" statt am Bruttosozialprodukt. Ein Vorbild für andere Länder, findet Lord Richard Layard von der London School of Economics: "Seit 50 Jahren streben wir nach höheren Einkommen – trotzdem hat es im gleichen Zeitraum keine Steigerung des Glücks gegeben und einen erschütternden Anstieg bei der Zahl unglücklicher und verhaltensgestörter Kinder. Wir haben eindeutig falsche Prioritäten, und unsere Gesellschaft braucht einen radikalen Kurswechsel. Wir brauchen nicht unbedingt mehr Staat – was wir brauchen, ist ein anderer Staat. Wenn das Hauptziel des Regierens wirklich das Glück des Volkes ist, muss ein gewaltiger Umbruch bei den Prioritäten der Regierung stattfinden." Denn nur gemeinsam, so könnte das Fazit des Buches lauten, werden Menschen und Gesellschaften "WIR-klich glückl-ICH" sein.

Glück. the world book of happiness
Leo Bormans (Hrsg.)
352 Seiten, Flexcover
DuMont Buchverlag, Köln 2011
ISBN 978-3-8321-9357-7
25 Euro

DuMont Buchverlag

Im "Buch der Bücher" findet sich die von allen Bücherfreunden so gerne zitierte Zeile: "… die Welt würde die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären" (Joh. 21, 25). Während scheinbar alle vom E-Book reden, erlebt das "schöne Buch" dieser Tage eine erfreuliche Renaissance. Denn in einer Zeit der immer schnelleren und flüchtigen Informationen verkörpert ein sorgfältig herausgegebenes Buch vieles von dem, was uns Menschen glücklich macht: Beständigkeit, Ruhe und Zuverlässigkeit. Kurzum, gute Bücher eröffnen einen ganz eigenen Wahrnehmungsraum in der schnellen, unruhigen Welt um uns herum.

Und so verbindet den DuMont Buchverlag mit Alnatura – neben vielem anderen – vor allem der heute so bedeutsame Begriff der Nachhaltigkeit: Wie viele Lebensmittel werden inzwischen auch Bücher häufig nur noch auf die möglichst rationellste und preisgünstigste Weise produziert – ob dies aber immer die für uns Menschen bekömmlichste Lösung ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Deshalb setzt DuMont mehr denn je auf Sorgfalt und Umsicht beim Verlegen von Büchern, die nicht nur die Leser von heute, sondern auch deren Kinder und Enkel erfreuen sollen. Im Strom der unbegrenzten Informationsflut ist ein Buch wie ein Anker, der uns Halt gibt – und damit tatsächlich zu unserem Glück beitragen kann!

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