Spitzen-Olivenöle im Alnatura Regal

Regal
Olivenöl kennt viele Aromen und ist aus der Küche kaum wegzudenken. Wir haben mit unserem italienischem Olivenöl-Experten über die Qualität des grünen Golds und häufige Anwendungsfehler gesprochen. 
Ricardo
Wir möchten vom langjährigen, in Livorno ansässigen Alnatura Partner Riccardo Scarpellini wissen, was an Olivenöl so besonders ist und woran man ein hochwertiges Produkt erkennt. 
Riccardo Scarpellini: „Ein frischer und fruchtiger Geruch ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Wenn natives Olivenöl extra beispielsweise Aromen von geschnittenem Gras, Artischocke oder fruchtig-bittere Noten aufweist, ist das ein sehr gutes Zeichen. Für Italienerinnen und Italiener ist der kräftige Geschmack sicherlich ein Qualitätsmerkmal, in Deutschland schätzt man eher mildere Sorten. Zu feineren Speisen, vor allem zu Fisch, passen die milderen Öle, zu Fleisch und deftigem Eintopf wiederum eher die stärkeren. Aber am Ende ist es immer auch eine persönliche Geschmackssache. 
DeCarlo

Die Olivensorte und Herkunft des nativen Olivenöls extra sowie der Erntezeitpunkt geben ihm die besondere Note und spezielle Eigenschaften. Je nach Region gedeihen die Olivenbäume unter unterschiedlichen klimatischen und geografischen Bedingungen und die Oliven entwickeln dadurch ihre eigenen Sorteneigenschaften. Auf sensorischer Ebene kann die Welt des nativen Olivenöls extra in Bezug auf Vielfalt und Komplexität mit der des Weins verglichen werden. Apulien zum Beispiel ist sicherlich eine Region, die dank ihres Terroirs Öle mit einem komplexen sensorischen Profil und großartigen aromatischen Noten und einer tollen Fruchtigkeit produziert, die von mild, mittel bis intensiv und kräftig variiert.“

Ernte

Was zeichnet ein gutes Olivenöl in Bio-Qualität aus?
„Wie bei allen Nahrungsmitteln hängt die Qualität des nativen Olivenöl extra vom verwendeten Rohstoff ab, in diesem Fall von der Olive. Aber auch von der Sorgfalt aller Produktionsphasen: von der Pflege der Bäume und deren Gesunderhaltung, vom idealen Reifegrad der Oliven, sorgfältiger Ernte, von kurzen Transportwegen zur Mühle, fast klinischer Sauberkeit bei der Ölgewinnung und während der Abfüllung. Bei unseren Besuchen in den landesweit für Alnatura tätigen Bio-Mühlen stellen wir sicher, dass diese Sorgfalt eingehalten wird. Die mechanische Extraktion bei einer Temperatur unter 27 Grad Celsius ist eine wesentliche rechtliche Voraussetzung dafür, dass das Öl die Bezeichnung „nativ extra kaltgepresst“ tragen darf und zugleich eine Voraussetzung für eine hohe Qualität. Dank innovativer Extraktionsverfahren ist ein natives Olivenöl extra heute reich an ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien wie Polyphenolen, die maßgeblich die positiven bitteren und würzigen Eigenschaften des Öls bestimmen.“

Ricardo

Riccardo Scarpellini, Partner von Alnatura in Italien

„In den letzten vier Jahren haben wir in Italien intensiv nach qualitativ hochwertigem Olivenöl der Extraklasse für Alnatura gesucht. Diese Auswahl in einem deutschen
Supermarkt dürfte einzigartig sein.“ 
Toskana

Italien nimmt als Olivenöl-Produzent international eine Sonderstellung ein, was sich auch im Sortiment von Alnatura widerspiegelt, richtig?

„In Italien haben wir im Vergleich zu anderen Ländern einen unglaublichen Reichtum an verschiedenen Olivensorten. Von etwa 1 600 Sorten weltweit gibt es allein in Italien etwa 700 Olivensorten. Unsere Sonderstellung verdanken wir der stark gelebten Regionalität in ihrer Vielfalt, unserer besonderen geografischen Lage mit Klimazonen von Südtirol im Norden bis Sizilien im Süden und der gelebten Verflechtung von Tradition und Innovation. Ich freue mich, dass sich diese Vielfalt italienischer Olivenöle so umfangreich in den Regalen bei Alnatura widerspiegelt.“


Pressung
Wo bewahrt man Olivenöl am besten auf?
„Natives Olivenöl extra ist ein natürliches und lebendiges Produkt und wird mechanisch aus der Olive gewonnen, gefiltert und in Flaschen abgefüllt. In den modernen Ölmühlen wird deshalb alles getan, um das native Öl extra so frisch wie möglich zu halten. Im Gegensatz zum Wein gilt bei nativem Öl extra, je frischer es ist, umso besser. Der Kontakt mit Sauerstoff, Licht und Wärme sind die größten Feinde eines nativen Olivenöls extra. Daher wird es meistens auch in dunkle Glasflaschen abgefüllt, die etwas Licht abhalten. Ganz lichtundurchlässig sind sie jedoch nicht. Ein häufiger Fehler bei der Aufbewahrung von Ölen im Haushalt: Die Flaschen bleiben beim Kochen oft offen in der Nähe des Herdes stehen und sind dabei Hitze, Licht und Sauerstoff ausgesetzt. Bewahren Sie daher Olivenöl idealerweise bei Zimmertemperatur von 16 bis 20 Grad im Küchenschrank auf, möglichst nicht über 24 Grad. Im Kühlschrank bei Temperaturen unter 12 Grad kann es ausflocken. Es wird zwar bei Zimmertemperatur wieder flüssig und schmeckt immer noch, verliert jedoch ein wenig von seiner Frische."

Das Interview führte Katrin Kasch.