Natürliche Pflege – Mein nachhaltiges Badezimmer 

nachhaltiges Badezimmer

Hier eine leere Shampooflasche, dort eine weggeworfene Zahnpastatube und jeden Abend sammeln sich Wattepads im Eimer. In unseren Badezimmern produzieren wir oft sehr viel (Plastik-)Müll. Das muss nicht sein: Wir geben sieben Tipps, wie Sie im Bad Abfall reduzieren können.

Seife

Das spart Müll

1. Feste Stückchen statt Flüssigprodukte
Ob Shampoo, Handpflege, Körperreinigung oder sogar Zahnputzmittel – all das gibt es bereits als festes Produkt. Ihnen gemeinsam: Sie verzichten (fast) vollständig auf Wasser, wodurch eine sehr kompakte Form erreicht wird, die wenig bis keine Verpackung benötigt. Produkte ohne Wasser wiegen außerdem weniger, das spart CO2 beim Transport.

2. Deocremes oder -sticks statt Sprühflaschen
Deocremes oder -sticks kommen mit weniger Verpackung aus als Sprühflaschen, die dazu noch Treibgase enthalten. Zudem sind die konzentrierten Produkte oft sehr ergiebig.

3. Waschen statt wegwerfen
Abends sollte die Gesichtshaut gründlich von Make-up und Schmutzablagerungen befreit werden. Wer dabei wiederverwendbare Abschminkpads verwendet, vermeidet Müll, denn sie können in der Waschmaschine gewaschen werden.

4. Tassen statt Binden
Menstruationstassen sind die nachhaltigere Alternative zu Binden und Tampons, denn sie lassen sich einfach reinigen und sind jahrelang wiederverwendbar – ohne monatliche Kosten und ständigen Müll.

Bambusbuersten

5. Rasierhobel statt Systemrasierer
In den vergangenen Jahren feierte der Rasierhobel sein Revival als plastikfreie Alternative zum Wegwerf-Rasierer oder Rasierer mit austauschbarer Klinge. Dank seiner Langlebigkeit ist er auf Dauer auch günstiger. Außerdem gilt er als hautschonender, da nur eine einzelne sehr scharfe Klinge über die Haut fährt statt drei bis fünf.

6. Bambus statt Plastik
Schnell wachsend und unkompliziert im Anbau – Bambus, das zum Beispiel immer häufiger in Produkten wie Zahnbürsten Plastik ersetzt. Das Holz, das daraus entsteht, ist sehr hart, aber gleichzeitig leicht und biologisch abbaubar.

7. Recycling- statt Frischfaser
Recycling-Hygienepapier kratzt? Das war einmal. Mittlerweile ist die Technik so ausgereift, dass auch aus Recyclingpapier weiches, mehrlagiges Toilettenpapier oder Kosmetiktücher hergestellt werden können. 
 

Frau mit Tuch

Frühjahrsputz voller Vorfreude

Können Sie es auch kaum erwarten, dass der Frühling kommt? Das geht uns genauso. Deshalb nutzen wir die letzten trüben Tage für eine gründliche Reinigung der eigenen vier Wände, am besten mit nachhaltigen Putzmitteln, die die Umwelt möglichst wenig belasten. So können wir die ersten sonnigen Tage unbeschwert genießen! 

Wer umweltverträglich putzen möchte, achtet am besten auf zwei Punkte: zum einen auf unbedenkliche, biologisch abbaubare Inhalts­stoffe und zum anderen auf die Langlebigkeit der Produkte. Viele Putzhelfer wie Schwämme oder Tücher werden mittlerweile aus natürlichen, nachwachsenden Materialien hergestellt und sind in der Waschmaschine waschbar oder können in hohen Wassertemperaturen ausgekocht werden – das macht Bakterien und Keimen den Garaus. Danach gut trocknen lassen und die Helfer sind für einen weiteren Einsatz bereit.

Hinsichtlich der Inhaltsstoffe gibt es eine Krux: Rechtliche Vorschriften existieren für ökologische oder biologische Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel nicht. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) hat allerdings Standards festgelegt, die unter anderem besagen: Alle im Produkt eingesetzten Kom­ponenten müssen biologisch leicht abbaubar sein. Kein Inhaltsstoff darf aus gentechnisch veränderten Substanzen oder Organismen hergestellt worden sein – das müssen die Hersteller in ihrer Produktionskette dokumentieren. Schädliche Stoffe wie Phthalate, phosphathaltige Verbindungen, Schwermetallverbindungen oder organische Chlor­chemie und chlorhaltige Bleichmittel sind tabu. Außerdem ist der Einsatz von Kunststoff-­Mikro­partikeln oder Partikeln nano­skaliger Größe untersagt.

Checkliste Frühjahrsputz:

  • ausmisten, zum Beispiel alte Papiere
  • Schränke ausräumen, auswischen und mit System und Ordnung wieder einräumen
  • Gardinen abnehmen und waschen
  • Fenster putzen
  • Abflüsse reinigen
  • Teppiche ausklopfen, waschen oder grundreinigen
  • Staub wischen, auch dort, wo man es nicht als Erstes sieht
  • Heizkörper entlüften
  • Keller oder Dachboden entrümpeln
  • Lampenschirme abnehmen und je nach Material abwischen oder in der Spülmaschine reinigen
  • Kühlschrank auswischen sowie Gefriertruhe abtauen und gründlich reinigen
  • ... alles, von dem Sie noch denken, dass es einer Grundreinigung bedarf

Fotos: unsplash