Schön und nützlich - Schmetterlinge

Wie frisches Grün gehören bunte Schmetterlinge als farbenprächtige, fliegende Juwelen zum Frühling.

Pünktlich mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen sind sie unterwegs. Sie heißen Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Zitronen- oder Distelfalter. Schmetterlinge gehören biologisch betrachtet zu den Insekten. Sie ernähren sich rein vegetarisch vom Nektar der Blüten und von Pflanzensäften. Wenn wir sie in unseren Gärten bewundern können, haben die Tiere bereits eine komplizierte Entwicklung vom Ei über das Raupen- und das Puppenstadium hinter sich. Nach dieser Metamorphose vom hässlichen "Wurm" in einen schönen, bunten Falter leben die meisten Schmetterlinge nur noch ein knappes Jahr.

Sie erscheinen mit den ersten blühenden Pflanzen im Frühjahr und sterben, wenn es im Herbst allmählich kälter wird. Doch es gibt auch einige wenige Arten, die den Winter überleben. Zu ihnen gehören der Kleine Fuchs und das Tagpfauenauge. Sie verstecken sich in hohlen Bäumen, Tierbauten und Geräteschuppen, wo sie völlig regungslos verharren. Der Zitronenfalter ist ein wahrer Überlebenskünstler unter den Schmetterlingen. Er hat quasi ein Frostschutzmittel im Blut und kann deshalb Temperaturen bis zu minus 20 Grad überstehen.

Schmetterlinge sind nicht nur schön, sie sind auch sehr nützlich. Denn sie flattern von Blume zu Blume und saugen Nektar durch ihre Rüssel. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung von Pflanzen. Außerdem sind Schmetterlinge ebenso wie Raupen, Käfer und andere Insekten Nahrung für unsere heimischen Vögel.

Ein Meister im tarnen und täuschen

Im Englischen heißen sie butterflies – also Butterfliegen! Auch der deutsche Begriff "Schmetterling" leitet sich von Butter ab, nämlich vom mitteldeutschen Wort "Schmetten", was soviel wie Schmand oder Rahm bedeutet. Beim Butterschlagen wurden die Tiere früher häufig angelockt. So bürgerte sich der Name ein. Schmetterlinge heißen auch Falter, was ursprünglich von "flattern" kommt. Es gibt tag- und nachtaktive Falter. Wer nachts unterwegs ist, tarnt sich am Tag meist als "Baumrinde". Die Flügel sind so geformt und gefärbt, dass Fressfeinde sich irritieren lassen. Andere verkleiden sich als "welkes Laub" oder "Vogelkot". Schmetterlinge sind Meister im Tarnen und Täuschen. So sieht der Hornissen-Glasflügler einer Hornisse zum Verwechseln ähnlich, andere Falter wie Tagpfauenaugen verwirren ihre Feinde mit falschen Augen auf den Flügeln. Schmetterlinge riechen und schmecken übrigens mit den Fühlern. Um einen Sexualpartner anzulocken, benutzen sie "Parfüm". Mit Duftstoffen wird dem Partner über große Entfernungen der Paarungswille signalisiert. Es gibt sogar ein Balz verhalten unter Schmetterlingen. Sie tänzeln während des Fluges, berühren sich mit den Flügeln und Fühlern, bevor es zum eigentlichen Paarungsakt kommt. Die Eier werden dann an Pflanzen befestigt und bei der Eiablage befruchtet. Auf ihrem Weg zum Schmetterling – der Metamorphose – stehen die Insekten auf dem Speiseplan vieler Tiere und müssen dabei selbst oft hungern.

Futter für Falter – Pflanzen auf dem Speiseplan

Der Schmetterlingsbaum gehört – wie der Name vermuten lässt – zu den Lieblingspflanzen der fliegenden Schmuckstücke. Doch bunte Falter schätzen wie auch andere nützliche Insekten ebenso Blaukissen, Sommerflieder, Lavendel, Verbene, Eisenkraut, Goldakelei, Fette Henne, Herbstaster oder Majoran. Artenreichtum in der Pflanzenwelt ist für Schmetterlinge überlebenswichtig. Heimische Sträucher und Bäume bieten neben Nahrung einen Rastplatz und Schutz vor Regen, Kälte und Wind. Wenn vom Frühjahr bis in den Herbst hinein immer irgendwo etwas blüht, sind Schmetterlinge jederzeit ausreichend mit Nektar versorgt. Da helfen Margeriten im Frühling und Astern im Herbst, aber auch Küchenkräuter wie Thymian, Minze und Zitronenmelisse sind bei Faltern beliebt. Brennnesseln werden nur von Menschen verschmäht. Für Schmetterlingsraupen sind sie die perfekte Futterpflanze. Schmetterlinge brauchen aber nicht nur Nahrung. Sie lieben die Wärme und mögen große, von der Sonne aufgeheizte Steine und Baumstümpfe. Um tierisches Leben in die Gärten zu locken, gibt es einige goldene Pflanz-Gebote: zum Beispiel heimische Pflanzen anbauen, ein Stückchen Natur verwildern lassen, biologisch gärtnern, Hecken anlegen und Versteckmöglichkeiten schaffen.

Bedrohte Juwelen – Hilfe im Schmetterlings-Hotel

Für Schmetterlinge ist es wichtig, Unterschlupf vor Fressfeinden zu finden. Deshalb hat die Deutsche Wildtier Stiftung das Schmetterlings-Hotel konstruiert. Es ist das perfekte Quartier für Falter, aber auch für Blattlausvertilger wie die Florfliege. Selbst Marienkäfer "checken" gern dort ein. Das Schmetterlings- Hotel schützt ganzjährig vor Wind und Wetter und dient überwinternden Schmetterlingen als Unterschlupf. Ein Sommer ohne Schmetterlinge ist für viele Menschen undenkbar, doch inzwischen stehen über 60 Prozent aller Falterarten auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Weltweit gibt es etwa 180.000 Schmetterlingsarten, in Deutschland sind es 3.700. Die meisten kämpfen ums Überleben, denn ihr natürlicher Lebensraum wird durch die moderne Landwirtschaft und das Entwässern von Feuchtwiesen zerstört. In vielen Gärten und Parkanlagen finden sowohl Falter als auch andere Insekten keine Nahrung mehr, denn statt heimischer Wildblumen und Sträucher wachsen dort Einheitsrasen und exotische Pflanzen.

››› Gastbeitrag von Eva Goris, Deutsche Wildtier Stiftung

Helfen Sie heimischen Schmetterlingen.

Unter www.WildtierShop.de können Sie das Schmetterlings-Hotel (Grundfläche 13 x 34 x 9,5 cm) zum Preis von14,90 plus 5,50 Euro Versandkosten bestellen und den bunten Faltern einen Unterschlupf bieten.


Die Deutsche Wildtier Stiftung

Ein Stimme für heimische Wildtiere! Wildtiere in Deutschland schützen und Menschen für die Schönheit und Einzigartigkeit der heimischen Wildtiere begeistern – das ist das Anliegen der Deutschen Wildtier Stiftung. Das Wissen über die Natur darf nicht verloren gehen. Deshalb bietet die Stiftung gerade Kindern und Jugendlichen viele Angebote, durch die sie Wildtiere erleben und mehr über sie erfahren. Mit konkreten Projekten erhält die Stiftung Lebensräume von Wildtieren in Deutschland und setzt sich bei Politik und Wirtschaft für ihren Schutz ein. Im Naturerlebnisprojekt Wildtierland Gut Klepelshagen im südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern erleben Besucherinnen und Besucher auf über 2.000 Hektar Fläche heimische Wildtiere, die ohne Zäune und Gehege in Freiheit leben. Darunter sind auch zahlreiche seltene Arten. Die wildtierfreundliche Land- und Forstwirtschaft gibt den Tieren ihre Lebensräume zurück. Schirmherr der gemeinnützigen Deutschen Wildtier Stiftung ist Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog.

Deutschland braucht seine Wildtiere. Helfen Sie bitte, den Wildtieren eine Zukunft zu geben! Unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung mit Ihrer Spende! Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Konto 846 43 00, BLZ 251 205 10. Herzlichen Dank.

Deutsche Wildtier Stiftung, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg
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