Die Green-Smoothie-Revolution

Grüne Smoothies überall! Es scheint, als wäre das grüne Power-Getränk das Aushängeschild eines neuen Megatrends: Ernährung. Aber es ist nicht nur die reine Nahrungsaufnahme, es geht um bewusstes Essen und Trinken ohne den Verzicht auf maximalen Genuss.

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Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über ihre Ernährung, immer mehr haben ethische und gesundheitliche Grundsätze: Wo kommt das, was auf meinem Teller liegt, eigentlich her? Was ist da überhaupt alles drin? Ist das gut für mich? Ist das gut für den Menschen im Allgemeinen? Was ist mit den Tieren? Was ist mit der Umwelt, der Natur, der Erde? Ist es überhaupt sinnvoll, das zu mir zu nehmen?

Grüne Smoothies sind ein pürierter Mix je zur Hälfte aus Obst und Gemüse sowie meist einfach nur Wasser. Sieht gut aus, ist es auch! Noch eine Handvoll Nüsse dazu, ein Löffel des bevorzugten Superfood-Pulvers – fertig ist die kleine Mahlzeit mit vielen guten Inhaltsstoffen, die der Körper täglich braucht. Und lecker sind sie auch, wenn man ein paar Dinge beachtet. "Da ist Grünkohl drin? Hätte ich niemals gedacht!", sagen Freunde zu mir, wenn sie probieren. Schmeckt eben eher nach Ananas, die den "grünen Geschmack" etwas aus dem Mittelpunkt rückt. Genuss: Check! Bewusst: Check!

Vegan, vegetarisch, Raw Food, Ayurveda und Co. sind nur einige Beispiele von Ernährungsweisen und Einstellungen, die mit dem Megatrend einhergehen. Essen ist Lifestyle geworden. Ein Lebensstil. Eine Einstellung. Ein Statement, das man abgibt und über das man sich definiert. Das man mit anderen teilt und über das man spricht. "Du bist, was du isst!"

Ohne diesen Megatrend hätten sich die sogenannten "Superfoods" wohl nie derart entwickeln können. Konzentrierte Nährstoffe, schonend hergestellt, einfach in den Smoothie oder das Müsli gemixt. Es darf ja auch mal schnell gehen, neben der zu Recht gestellten Forderung nach "Slow Food". Wenn man nicht selbst in der Küche steht und Leckeres zubereitet, werden auch für das Essen unterwegs neue Ansprüche gestellt: Bitte nicht das schnöde Fast Food, frisch soll es sein! Das wachsende Angebot zeigt die sich verändernden Ernährungsgewohnheiten. Schließlich gilt neben "Du bist, was du isst!" auch: "Du isst, wo du bist!" Das soll heutzutage bitte vereinbar sein.

"Sex sells!" ("Sex verkauft sich gut") war vielleicht die Botschaft der vergangenen Dekaden. Diese Zeit ist vorbei. Denn die Bilder, die heutzutage in den sozialen Netzwerken geteilt werden, zeigen oft nicht viel Haut, sondern eher viel "Kraut". Auch in den Medien spielt gesunde, bewusste, nachhaltige und leckere Ernährung keine Nebenrolle mehr. Food Blogs sprießen aus dem virtuellen Boden und die Bilder auf Facebook und Co. zeigen offen, was man gerade genießt.

So kann man sich ganz einfach von allem heraussuchen, was am besten zu einem passt. Der grüne Smoothie ist dabei nur eine Möglichkeit, die das Ganze aber gut auf den Punkt bringt. Revolution beginnt auf dem Teller. Und im Glas!