Super Food me!

Für grüne Smoothies statt Junk-Food

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Den 2004 erschienenen Film "Super Size Me!" dürften einige kennen: Hier ernährte sich der Protagonist in einem Selbstversuch einen Monat lang nur vom Angebot einer bekannten Fast-Food-Kette: Burger zum Frühstück, Mittagessen und auch zum Abendessen, dazu deutlich reduzierte Bewegung. Das Ergebnis, über zehn Kilo Gewichtszunahme, war wenig überraschend, allerdings ist dieses extreme Beispiel gar nicht so weit weg von dem Ernährungsstil vieler. Dies liegt zu einem Großteil daran, dass das Wissen über Ernährung oft nur oberflächlich vorhanden ist und viele von uns den Ernährungsmythen der Lebensmittelindustrie erliegen.

Die gute Nachricht: Eine Trendwende ist in Sicht. Mit dem steigenden Interesse der Menschen an Essen im Allgemeinen wächst auch die Zahl derer, die sich mit gesunder Ernährung auseinandersetzen: Slow Food, Clean Eating, Vegan 2.0, Raw Food, grüne Smoothies, Super-Foods, Detox-Wochen … Hinter den teils internationalen Modebegriffen versteckt sich der Grund für die sinkenden Verkaufszahlen bei den großen Burger-Ketten: Es ist einfach nicht mehr angesagt, sich zusammengepantschte, minderwertige Lebensmittel aus Massentierhaltung und konventioneller Landwirtschaft einzuverleiben. Stattdessen fordert man sich selbst lieber mit sogenannten Challenges heraus, probiert dabei verschiedene Ansätze zur Verbesserung von Körpergefühl und Gesundheit: Eine Woche lang grüne Super-Food-Smoothies, Rohkost oder Fastenkuren sind beliebt und oft der Start für eine langfristige Ernährungsumstellung.

Interessant dabei: Im Veganismus wurden einige dieser Trends sehr früh aufgegriffen und vieles im Rahmen der bewussten und gesunden Ernährung ist mit dem Verzicht auf tierische Produkte verbunden. Zufall?

Ich glaube nicht: Vollwertige Zutaten waren lange die Grundlage für eine ausgewogene vegane Ernährung. Mit der starken Entwicklung von veganen Ersatzprodukten wie Burger oder Nuggets, Fruchtgummis und Schokolade war vegan allerdings nicht mehr gleich gesund. Diese Entwicklung ist normal, wichtig und gut, schließlich wünschen sich auch Veganer ab und an etwas Deftiges und "Schmutziges". Allerdings muss man nun eben auch als Veganer aufpassen, dass die einseitige Ernährung mit Fertiggerichten und Ungesundem nicht überhandnimmt. Daraus ist die Bewegung rund um Vegan 2.0 entstanden: die Rückbesinnung zu gesunder und vollwertiger veganer Kost als breite Basis der täglichen Ernährung.

Man hat heute die Möglichkeit, seine Ernährung ganz gezielt zu gestalten: von der soliden Basis aus Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten bis hin zur grammweisen Ergänzung durch die Stars am Super-Food-Himmel.

Fordern Sie sich doch selbst einmal heraus und probieren Sie es. Durch unzählige Anleitungen und Tipps dazu, die kostenlos im Internet zu finden sind, fällt vor allem eins auf: Vegan 2.0 und die Geschwister der Clean-Eating-Familie erfordern zwar erst mal eine Umstellung, aber definitiv keinen Verzicht auf Genuss. Eine mögliche Nebenwirkung gibt es aber: ein völlig neues Lebens- und Körpergefühl.

››› Julian Stock (Alnatura Sortiments­managements)