Gemüse, Tofu und Fleisch marinieren
Ganz gleich, ob Sie Gemüse, Fisch oder Fleisch marinieren möchten: Es gibt zahlreiche Varianten, um den Geschmack Ihres Grillguts nach den eigenen Vorlieben zu verfeinern.
Die einfachste Marinade: Legen Sie ihr Grillgut in Pflanzenöl mit Kräutern und Gewürzen ein. Die Zugabe von etwas Essig oder Zitronen- bzw. Limettensaft macht das Fleisch zarter. Die genaue Zusammensetzung finde Sie hier in unserem Marinade-Baukasten mit der 3:1-Faustregel.
Marinaden einfach selber machen
Mit der 3:1-Faustregel für Marinaden
3 EL Öl z. B. Sonnenblumenöl, Olivenöl oder Bratöl,
dazu 1 EL Essig oder Zitronensaft sowie 2–5 würzende Zutaten nach Geschmack
So geht's
Leeres Alnatura Senfglas nutzen und Zutaten einfüllen. Verschrauben und Glas schütteln. Das Glas ist auch ideal zum Aufbewahren und Transportieren der Marinade.
Hier noch einige Vorschläge für weitere Zutaten in Ihrem Marinaden-Mix:
1–2 TL Kräuter und Gewürze
z. B. Salz, Rosmarin, Oregano, Minze, Petersilie, Bärlauch, Dill, Schnittlauch, Lorbeer, Knoblauch, Zwiebel, Zitronengras, Ingwer, Currypulver, Kreuzkümmel, Paprika oder Kaffee-/Espressopulver
1–2 Msp. Schärfe
z. B. Chilipulver/-flocken, Paprika rosenscharf oder Pfeffer1–2 TL Zutaten nach Geschmack zur Abrundung
z. B. Sojasauce, Senf, Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup, Zucker, Marmelade oder Fruchtsaft
Marinade einlegen
Das Grillgut in ausreichend Marinade einlegen und luftdicht verschlossen kühl stellen (kleinere Stücke Grillgut ca. 2–5 Std., größere Stücke ca. 12–24 Std.). Die angegebene Menge reicht für 2 Steaks, 2 Tofuscheiben à 100 g oder 2 Handvoll Gemüse.

Schon gewusst? Gemüse und Tofu marinieren
Sind sehr variabel und können mit den gleichen Marinaden bestrichen werden wie Fleisch.
Wie lange dauert das Marinieren?
Für Geflügel und Fleisch sollten Sie für kleinere Stücke Grillgut etwa 2–5 Stunden, bei größeren Stücken ca. 12–24 Stunden Marinierzeit bei kühler Zimmertemperatur einplanen.
Für Fisch genügen 30 Minuten. Festfleischige Fischfilets, wie Lachs, Thun- oder Schwertfisch sowie Seeteufel, eignen sich am besten für Fischspieße.
Garnelen grillt man besser mit Schale. Sie trocknen leicht aus und verlieren an Aroma. Oder man wickelt sie geschält vor dem Aufspießen in dünne Schinkenscheiben ein.Bei Gemüse reicht es auch aus, dieses erst kurz vor dem Grillen mit der Marinade zu bestreichen.
Welche Marinade passt zu welchem Grillgut?
Estragon, Basilikum, Minze, Zitronenöl, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Joghurt, Paprikapulver, Zitronengras, Lorbeer, Orange, Zitrone, Limette, Knoblauch, Ingwer, Chili, Sojasauce, Sesamöl, Safran, Cidre
Zwiebel, Paprikapulver, Zimt, Ingwer, Kardamom, Pfefferkörner, Knoblauch, Weinbrand, Portwein, Joghurt, Petersilie, Meerrettich, Senf, Sojasauce, Chili
Knoblauch, Minze, Rosmarin, Zitrone, Safran, Chili, Joghurt
Knoblauch, Chili, Sternanis, Sojasauce, Ahornsirup, Sesamöl, Ingwer, Rosmarin, Salbei, Thymian, Apfel, Senf
Mit Kohlblättern statt Alufolie grillen
Feta- und Gemüsepäckchen gehören zu den Klassikern auf Grillrost und sind eine beliebte vegetarischen Alternative zu Bratwurst, Steak und Co. Sie lassen sich ganz einfach vorbereiten: mit etwas Olivenöl beträufeln, nach Geschmack gehackten Knoblauch und Chili darüber streuen, ein Rosmarinzweig dazu, einpacken und ab auf den Grill.
Übrigens: Der Griff zur Alufolie muss nicht sein! Auch Gemüseblätter, zum Beispiel von Kohlrabi oder anderen Kohlsorten, eignen sich als schützende Hülle. Einfach mit Öl einpinseln und bei Bedarf vorher kurz blanchieren. Den Feta auf das Blatt legen und mit Holzspießen verschließen.
Tofu richtig marinieren und grillen
Tofu lässt sich prima grillen – wenn man ein paar einfache Regeln beachtet:
Je fester der Tofu, desto besser das Grillergebnis. Dazu überschüssige Flüssigkeit entfernen, indem man ihn in ein sauberes, trockenes Küchentuch wickelt und beschwert. Oder man presst ihn leicht zwischen Küchenkrepp. Positiver Nebeneffekt: So kann der Tofu anschließend auch die Marinade besser aufnehmen. Tofu wird übrigens noch fester, wenn man ihn einfriert und vor dem Zubereiten wieder auftaut.
Den Tofublock vor dem Marinieren waagrecht halbieren.
Würzen, würzen, würzen! Als Marinade-Zutaten kommen viele Gewürze infrage, bewährt haben sich Rosmarin, Thymian, Oregano und Knoblauch. Beliebt ist auch eine Kombination aus Curry, Ingwer, Chili, Honig und Sesam. Unverzichtbare Grundzutat ist hitzebeständiges Pflanzenöl als Geschmacksträger. Damit die Aromen gut aufgenommen werden, den Tofu einige Stunden im Kühlschrank in der Marinade ziehen lassen. Kurz vor dem Grillen die Marinade vorsichtig abtupfen. Bei bereits vorgewürztem Tofu genügt es gegebenenfalls, diesen nur mit Öl einzupinseln.
Vegetarisches Grillgut reagiert empfindlicher auf Hitze als Fleisch und sollte daher am Rand des Rostes gegrillt werden.
Köstliche Spießigkeit: von herzhaft bis fruchtig
Echte Grillfans werden es unterschreiben: Ein fantasievoller Spieß, ob mit oder ohne Fleisch, geht immer. Wer gerne Gäste beeindrucken will oder einfach mal Lust auf Abwechslung hat, kann zum Beispiel mal Bratwürstchen zusammen mit mariniertem Gemüse wie Paprika, Zucchini oder Maiskolben als Grillspieß servieren.
Tipp: Noch kreativer und aromatischer wird es, wenn Sie einen längeren, stabilen Rosmarinzweig als Spieß-Ersatz verwenden.
Vielfältige Grill-Ideen
Fleischspieße
Egal ob Rind, Schwein, Lamm, Kalb oder Hähnchen und Pute, für Fleischspieße am besten zartes Fleisch, z. B. Filets, verwenden. Fleischsorten, die lange oder langsam gegart oder geschmort werden müssen, eignen sich nicht für Spieße.
Rosmarinzweige, ohne Blätter als Spieße eingesetzt, passen hervorragend zu Lammfleisch. Vor dem Aufspießen schneidet man das Fleisch in circa 2,5 cm dicke mundgerechte Würfel. Für die Zubereitung von Saté-Spießchen schneidet man das Fleisch in längliche Streifen und fädelt sie auf die Spieße.
Selbst hartnäckigen Grünzeug-Abstinenzlern kann man bei Spießen zwischen die Fleischstückchen noch Gemüse, z. B. Zwiebel, Paprika und Knoblauch, schmuggeln.
Passende Produkte für Ihren Grill-Moment
Gemüsespieße – vegetarisch grillen
Vegetarische Rezepte werden auch in der Grillsaison immer beliebter. Neben Tofu sind die zahlreichen Gemüsesorten das favorisierte Grillgut. Gerade die große Auswahl in der Sommersaison spricht eindeutig dafür. Es gibt allerdings bestimmte Gemüsesorten, die sich besonders gut zum Grillen eignen, wie die Aubergine.
Eine besondere Rezept-Idee für Auberginen:
Auberginen schmecken köstlich, wenn Sie sie in dünne Scheiben schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen, mit Olivenöl bestreichen und jeweils auf beiden Seiten drei Minuten grillen.
Lassen Sie dann die Scheiben auskühlen, legen Sie jeweils ein Stückchen Ziegenkäse darauf und bestreuen Sie es mit gehacktem Salbei (alternativ dazu: Mozzarella mit gehacktem Basilikum).
Rollen Sie das Käsestückchen mit der Auberginenscheibe ein und fixieren Sie das Ganze mit einem Cocktailspießchen. Anschließend grillen Sie die Röllchen noch einmal vier Minuten.
Welche Gemüsesorten eignen sich besonders zum Grillen?
Champignons
Fenchel
Kartoffeln
Knoblauch
Zwiebeln
Zucchini
Spargel
Paprika
Radicchio
Tomaten
Auberginen
Vegetarische Grillrezepte
Fruchtspieße – Obst grillen
Fruchtspieße können gemeinsam mit den "Hauptgängen" gegrillt oder als Dessert gereicht werden. Spießen Sie Ihre Lieblingsfrüchte möglichst in gleich großen Stücken auf und bestreichen Sie die Fruchtstückchen während des Grillens mit einer 1:1-Mischung aus Honig und Zitronensaft.
Nach drei bis vier Minuten Grillzeit auf beiden Seiten können Sie die heißen Fruchtspießchen servieren – zum Beispiel mit Eiscreme als Dessert.
Am besten eignen sich diese weichen Obstsorten:
Erdbeeren
Honigmelonen
Wassermelonen
Bananen
Pfirsiche
Nektarinen
Mangos
Ananas