FAQ Von Agavendicksaft bis Gefriergetrocknet
Agavendicksaft hat aufgrund des hohen Fructosegehaltes eine höhere Süßkraft als raffinierter Zucker (100 g Dicksaft entsprechen etwa 125-150 g Zucker). Zudem kann Fructose vom menschlichen Körper schneller aufgenommen werden als raffinierter Zucker.
Die Süßkraft von Ahornsirup liegt bei etwa 60-65 Prozent von weißem Haushaltszucker.
Die Qualität von Ahornsirup wird in verschiedenen Graden angegeben. Den hellen Ahornsirup, der in den ersten zwei Wochen der Ernteperiode gewonnen wird, bezeichnet man als Grad A. Er hat ein mildes Aroma und die typische Bernsteinfarbe. Mit Grad C bezeichnet man den dunklen Ahornsirup, der etwas später geerntet wird. Dieser ist kräftiger und karamellartiger im Geschmack und tendiert in der Farbe eher zu einem Rotbraun.
Es gibt übrigens auch Ahornsirup Grad F; dieser wird allerdings nicht für die menschliche Ernährung, sondern zum Aromatisieren von Pfeifentabak verwendet.
Ahornsirup wird aufwändig aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen. Der Zuckerahorn ist ein Baum, der in Nordamerika mit Schwerpunkt Kanada beheimatet ist. Seine handförmig gelappten Blätter sind das Staatssymbol Kanadas.
Die Ernte des Ahornsaftes findet nur im Frühjahr statt. Ahornbäume, die mindestens 40 Jahre alt sind, werden etwa einen Monat lang angezapft. In dieser Zeit können zwischen 20 und 70 Liter Ahornsaft gesammelt werden, die dann später zu Ahornsirup eingekocht werden. Die Jahresausbeute eines Baumes beträgt im Durchschnitt 1-2 Liter des kostbaren Sirups.
Bei der Herstellung von Essig nutzt man die Fähigkeit bestimmter Bakterien, Alkohol in Verbindung mit viel Sauerstoff in Essigsäure zu verwandeln.
Bei der Herstellung des Alnatura Apfelessig wird naturtrüber Bio-Apfelmost mit Hilfe von Essigsäurebakterien zu Apfelessig vergoren. Das Produkt wird ungefiltert, ohne Zusätze und ohne weitere Wärmebehandlung abgefüllt.
Der Alnatura Apfelessig trägt übrigens kein Mindesthaltbarkeitsdatum, da er durch einen Säuregehalt von 5 % auf natürliche Weise konserviert und unbegrenzt haltbar ist.
Zur Herstellung von Essig nutzt man die Fähigkeit bestimmter Bakterien, Alkohol in Verbindung mit viel Sauerstoff in Essigsäure zu verwandeln. Bräunliche "Fäden" oder flächige Zusammenlagerungen, die sich mit der Zeit in der Flasche bilden können, stellen keinen Qualitätsmangel dar. Im Gegenteil, sie sind ein Zeichen für die besondere Qualität und die Naturbelassenheit des Produktes.
Es handelt sich hierbei um die so genannte "Essigmutter", die vorwiegend aus Essigsäurebakterien besteht. Trotz ihres etwas ungewohnten Aussehens ist die Essigmutter vollkommen harmlos und kann ohne Bedenken mitverzehrt werden.
Bulgur ist eine Weizengrütze. Für die Herstellung werden die Randschichten des Korns zum Teil entfernt. Danach wird der Vollkornhartweizen gegart, luftgetrocknet und dann grob zerkleinert. Bio-Bulgur wird nicht mit Natronlauge gebleicht, wie es bei den hellen, konventionellen Bulgursorten oft der Fall ist.
Beim Bulgur handelt es sich um kein ausgemahlenes Produkt, der Keimling ist weitestgehend erhalten. Da aber ein Teil der Randschichten entfernt wurde, kann nur bedingt von einem Vollkornprodukt gesprochen werden.
Carrageen ist ein für die Verwendung in Bio-Lebensmitteln zugelassener Zusatzstoff (E 407), der aus Rotalgen gewonnen wird. Einsatz findet der Mehrfachzucker als Gelier- und Verdickungsmittel, zum Beispiel in Milchprodukten und Desserts.
Die physiologische Wirkung von Carrageen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht umstritten.
Grundsätzlich möchte Alnatura so wenig Zusatzstoffe wie möglich verwenden. Aus Gründen des Produktschutzes, der Konsistenz oder Produktionstechnik ist dies jedoch nicht immer möglich. Carrageen wird in Alnatura Produkten nicht verwendet.
Couscous ist eine Spezialität Nordafrikas und dort ein Grundnahrungsmittel. Es handelt sich um vorgegarten und getrockneten, groben Hartweizengrieß.
Die traditionelle Zubereitung ist recht aufwändig: Der Grieß muss eingeweicht und dann in einem speziellen Topf, der so genannten Couscousière, mehrfach über heißem Dampf gegart werden.
Es geht aber auch einfacher. Alnatura Couscous ist als Instantprodukt schnell zubereitet:
1 Tasse Couscous mit 1,5 Tassen Salzwasser oder Brühe übergießen und etwa 10 Minuten ausquellen lassen.
Mit der Gabel auflockern und etwas Butter oder Olivenöl zufügen.
Blitzschnell ist eine köstliche Beilage fertig. Außerdem eignet sich Couscous zum Füllen von Gemüse, als Salatgrundlage, z. B. für Taboulé, als Suppeneinlage und für Süßspeisen.
Direktsäfte werden im Ursprungsland ohne Verdünnung oder Zuckerzusatz aus den Früchten oder Gemüsen gepresst. Damit keine Gärung des Saftes stattfindet, wird er pasteurisiert, also für einige Sekunden auf eine Temperatur von bis zu 85 °C erhitzt, und anschließend abgefüllt. Die wertgebenden Stoffe der Ausgangsfrucht bleiben weitestgehend erhalten. Direktsäfte sind bei Bio-Lebensmitteln üblich, auch wenn dies nicht auf allen Verpackungen deutlich sichtbar ausgelobt wird.
Säfte aus Konzentrat werden bei konventionellen Qualitäten oft angeboten. Diese werden ebenfalls im Ursprungsland gepresst. Anschließend wird der Saft zu Konzentrat eingedampft, ins Abfüllland verschifft und dort mit Wasser wieder aufgefüllt. Nachteil ist, dass durch den zusätzlichen Verarbeitungsschritt das Aroma leidet und wertvolle Inhaltsstoffe teilweise verloren gehen. Auch dieser Saft darf als Obstsaft aus 100 % Frucht deklariert sein, allerdings mit dem Hinweis "aus Fruchtsaftkonzentrat". Es lohnt also ein genauer Blick auf die Verpackung.
Die Gefriertrocknung ist ein technisches Verfahren zum Trocknen von Kräutern und Früchten. Zuerst wird das Produkt tiefgefroren und anschließend in eine Vakuumkammer gegeben, in der das Produkt mindestens sechs Millibar Unterdruck ausgesetzt ist. Durch den erzeugten Unterdruck verdampft das gefrorene Wasser, ohne in den flüssigen Zustand überzugehen. Dieser Prozess wirkt sich in unterschiedlichem Maße produktspezifisch auf Geschmack, Farbe sowie Inhaltsstoffe aus. Gefriergetrocknete Früchte sind z.B. im Alnatura Beeren-Müsli enthalten.
Eine Auswahl an passenden Produkten
FAQ Von Gemüsesäften bis Hirschhornsalz
Für milchsauer vergorene Gemüsesäfte und Getränke werden bestimmte Bakterienkulturen (sog. Lactobacillen) eingesetzt, die bis zu 90 Prozent rechtsdrehende L(+)-Milchsäure bilden. Zur Haltbarmachung werden Gemüsesäfte pasteurisiert, die Milchsäure nimmt dadurch jedoch keinen Schaden, denn sie hat sich bereits vorher gebildet.
Milchsauer vergorene Säfte und Getränke zeichnen sich durch einen milden, säuerlich-frischen Geschmack aus.
Gluten ist ein Eiweißbestandteil verschiedener Getreide, der dafür sorgt, dass Brot, Kuchen und Co. saftig und locker werden. Gluten ist in Weizen (auch Emmer, Einkorn und Kamut ®), Roggen, Gerste, Dinkel und Grünkern sowie in Hafer und damit in vielen unserer Grundnahrungsmittel und Brotgetreide enthalten.
In der Bäckerei wird Gluten auch Klebereiweiß genannt und spielt eine wichtige Rolle: Es bildet das Teiggerüst. Das entsteht, wenn man Mehl mit Wasser verknetet – durch diese mechanische Bearbeitung wird das Eiweiß verändert und klebt aneinander. Das kann man zum Beispiel sehr gut sehen, wenn man den Teig auseinanderzieht: Je länger man knetet, desto eher kann man den Teig zu einer Fläche ausziehen. Insbesondere für hefegelockerte Teige ist der Kleber sehr wichtig, weil das Teiggerüst, das man aufgebaut hat, die entstehenden Gase festhalten kann, die von den Hefen produziert werden. Das kann man sich in etwa wie einen Luftballon vorstellen: Der Kleber wäre dann die Luftballonhaut, und innen werden die Gase festgehalten.
Bei Menschen mit Zöliakie verursacht das Gluten eine Entzündung und Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Mittlerweile gibt es daher spezielle glutenfreie Backwaren, die aus anderen Getreidearten oder getreideähnlichen Zutaten gebacken werden, zum Beispiel Reis, Mais oder Buchweizen. Dabei kann sich der Bäcker nicht mit dem Gashaltevermögen des Klebers behelfen – es braucht viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um beispielsweise aus Buchweizen oder Hirse ein saftiges Brot zu backen.
Bei Mürbe- oder Sandteig für Kuchen spielt der Kleber keine Rolle. Mürbeteig soll keine Kleberstruktur haben, er soll krümelig bleiben. Bei Sandteigen spielt das in der Masse enthaltene Ei die Rolle des Luftballons. Hier wird die Luft bei der Teigbereitung mit eingeschlagen und vom Eiweiß des Eies gehalten.
Generell handelt es sich bei allen Leinprodukten um dieselbe Art, Linum usitatissimum.
Braune oder goldene Körner stammen von Varietäten.
Goldleinsamen und brauner Leinsamen unterscheiden sich in der Fettsäurenzusammensetzung.
Goldleinsamen enthält mehr Linolsäure (Omega 6-Fettsäure) und weniger alpha-Linolensäure (Omega 3-Fettsäure) als braune Sorten.
Gelegentlich können im Alnatura Hafer-Drink Flöckchen auftreten. Diese entstehen durch Zusammenlagerungen von Ballaststoffen, Fett und Eiweiß. Durch kräftiges Schütteln des Drinks (wie auf der Verpackung angegeben) lösen sich die Flöckchen wieder auf.
Die Flöckchen sind vollkommen unbedenklich und eine natürliche Begleiterscheinung. Ein Verderb wäre an einem abweichenden Geruch und Geschmack erkennbar.
Warum keimen Haferkörner oft nicht?
Botaniker charakterisieren Hafer als einjähriges Rispengras; die lockere Rispe mit den Körnern ist 15 bis 30 cm lang, verzweigt und leicht abwärts hängend. Die spindelförmigen und tief gefurchten Körner sind bei der Reife mit einer Deckspelze und einer Vorspelze fest verwachsen. Der Hafer, der bei uns auf den Feldern wächst, ist also - wie auch Gerste oder Dinkel - ein Spelzgetreide.
Der Mensch nutzt den Mehlkörper des Haferkorns - quetscht ihn zu Haferflocken oder schrotet ihn. Bevor der Mehlkörper genutzt werden kann, muss das Korn durch einen mechanischen Vorgang im Mühlenbetrieb entspelzt werden. Da die Spelze sehr fest am Korn ansitzt, lässt es sich nicht vermeiden, dass bei einem Viertel bis einem Drittel der Haferkörner der Keimling verloren geht. Dennoch darf der entspelzte Hafer als Vollkorngetreide ausgelobt werden.
Besondere Züchtungen sind seit ca. 100 Jahren als so genannter Nackthafer oder Nacktgerste auf dem Markt. Diese Getreidesorten haben keine Spelzen. Der Keimling ist im Korn, wird auch in der Regel beim Reinigen und müllereitechnischen Behandeln des Korns nicht entfernt.
Dieses Getreide, das aufgrund seiner Anfälligkeit für Erkrankungen und damit etwas unsicherer Erträge bei uns nur selten angebaut wird, wird im Bio-Laden auch als Sprießkorn bezeichnet. Der Name bringt zum Ausdruck, dass man dieses Korn zum Keimen oder Sprießen bringen kann.
Die Haltbarkeit geöffneter Brotaufstriche (z. B. Fruchtaufstriche, Pasteten etc.) ist abhängig von Produkt, Behandlung und Lagerbedingungen. Sie kann zwischen ein paar Tagen und wenigen Wochen liegen.
In den Alnatura Produkten sind keine Konservierungsstoffe enthalten. Deshalb empfehlen wird eine besonders hygienische Behandlung:
Die Produkte sollten im Kühlschrank bei ca. 7 °C gelagert und nur für die Dauer der Mahlzeiten entnommen werden.
Um den Eintrag von Keimen so gering wie möglich zu halten, sollte das Produkt immer gut verschlossen und der Inhalt mit einem sauberen Besteck entnommen werden.
Man unterscheidet bei Weizen etwa 20 verschiedene Arten, u.a. Hart- und Weichweizen.
Hartweizen hat einen hohen Glutengehalt (Kleberprotein) und eine hohe Kochfestigkeit. Durch seine gelben Pigmente erhält er seine gelbliche Färbung. Beim Vermahlen zerbrechen die Stärkekörner des Hartweizens oft. Hartweizen wird verwendet für Teigwaren (Nudeln), Bulgur, Grieß und Couscous. Des Weiteren eignet sich Hartweizen zum Backen von Mürbeteig ohne Ei.
Weichweizen findet vorwiegend als Mehl, Brot- und Backgetreide Verwendung.
Heumilch wird von "Heumilchkühen" ermolken. Diese genießen eine ganz besondere, traditionelle Fütterung: im Sommer Gräser und Kräuter auf der Weide, im Winter Heu. Ergänzend gibt es je nach Bedarf ein wenig Getreide und Lupinenmehl. Auf Silage ("Sauerkraut für Tiere") oder Gärheu wird verzichtet. Bio-Heumilch muss natürlich den Anforderungen der EU-Bio-Verordnung entsprechen. Das bedeutet unter anderem: ökologisch erzeugtes Futter, Tierhaltung mit viel Platz im Stall und Auslauf auf der Weide, keine präventive Gabe von Antibiotika, kein Einsatz von Gentechnik.
Das aromatische Futter gibt der Bio-Heumilch ihren besonderen Geschmack und macht sie so zu einem vollmundigen Getränk und zur idealen Basis für die Käseherstellung.
Hirschhornsalz ist ein Backtriebmittel. Es wird zur Lockerung von Flachgebäcken benutzt, wie z. B. Mürbeteig, Spekulatius oder auch für Lebkuchen. Es ist nicht geeignet für so genanntes Hochgebäck (z. B. Kuchen) und unterscheidet sich von Backpulver unter anderem durch das Fehlen saurer Bestandteile.
Hirschhornsalz wurde früher durch trockenes Erhitzen ("trockene Destillation") von Horn, Leder, Klauen und ähnlichem gewonnen. Auch wenn der Name dies vermuten lässt, wurde Hirschhornsalz nicht aus Hirschgeweihen hergestellt. Hirschgeweihe bestehen aus markloser Knochensubstanz und nicht aus Horn. Der Name kommt aber tatsächlich von dem Irrglauben, Hirschhornsalz würde aus Hirschgeweihen hergestellt.
Heute besteht Hirschhornsalz aus einer Mischung der Mineralien Ammoniumhydrogencarbonat, Ammoniumcarbonat und Ammoniumcarbamat und wird nicht mehr vom Tier gewonnen. Die Herstellung von Hirschhornsalz erfolgt aus einer Mischung von Ammoniumchlorid, Calciumcarbonat und Holzkohle.
Eine Auswahl an passenden Produkten
FAQ Von Hirse bis Zitrusfrüchten
Hirse ist aufgrund seiner Fettsäurezusammensetzung ein sehr empfindliches Getreide. Da sie schnell ranzig werden kann, sollte Hirse möglichst rasch verbraucht werden.
Hier ein paar Tipps zur Lagerung zu Hause:
Damit die Hirse ihre Qualität möglichst lange behält, bewahren Sie sie nach dem Öffnen in einem trockenen, sauberen und gut verschließbaren Gefäß auf. Lagern Sie das Produkt trocken und vor Wärme geschützt und verbrauchen Sie es möglichst zeitnah.
Getreidekaffee besteht in der Regel aus einer Mischung verschiedener Getreidearten (z.B. Gerste, Roggen und Zichorie). Malzkaffee besteht nur aus einer Getreideart: Gerste. Für die Herstellung wird die Gerste zum Keimen gebracht. Durch die Zufuhr von Wärme wird die Keimung an einem bestimmten Zeitpunkt gestoppt. Anschließend wird die Gerste geröstet. Bei der Röstung entwickeln sich der typische Geschmack und die Farbe des Malzkaffees.
Süßmandelbäume tragen vereinzelt Bittermandeln, die äußerlich in der Regel nicht von süßen Mandeln zu unterscheiden sind. Dieser natürliche Anteil beträgt bei den meisten Mandelsorten ein bis drei Prozent und ist in dieser Menge gesundheitlich nicht bedenklich.
Da Bittermandeln sehr unangenehm schmecken, möchten wir deren Anteil so gering wie möglich halten. Für Alnatura Mandeln setzen wir eine Mandelsorte ein, die nahezu bittermandelfrei ist. Der Bittermandelanteil liegt hier bei maximal 0,5 Prozent.
Bittermandeln sind von den anderen Mandeln sehr deutlich durch ihren charakteristischen, extrem bitteren und sehr unangenehmen Geschmack zu unterscheiden. Alnatura Mandeln können sortenbedingt ein zum Teil kräftig marzipanartiges Aroma aufweisen. Bei diesen Mandeln handelt es sich jedoch nicht um Bittermandeln.
Das Spurenelement Jod nimmt wichtige Aufgaben in unserem Stoffwechsel wahr. Etwa 80% des in unserem Körper vorhandenen Jods findet sich in der Schilddrüse, die das Hormon Thyroxin aufbaut und abgibt, das unseren Energieumsatz und den Auf- und Abbau von Zellen und Geweben steuert. Jodmangel führt zu Vergrößerungen der Schilddrüse, dem sog. Kropf, an dem rund ein Sechstel der Bevölkerung unseres Landes leidet. Frauen und Heranwachsende sind stärker gefährdet als Männer.
Der natürliche Jodgehalt der Nahrungsmittel ist sehr unterschiedlich. Alles, was aus dem Meer kommt (Fisch, Algen, Kelp), enthält viel Jod, während es bei den an Land gewachsenen pflanzlichen oder tierischen Lebensmitteln mehr auf den Jodgehalt des Bodens ankommt. Dieser ist in Deutschland, vor allem im süddeutschen Gebieten eher niedrig. Deutschland wird daher insgesamt als Risikogebiet für Jodmangel eingestuft. Die Empfehlung, einmal in der Woche Seefisch zu essen, ist sicher eine gute Idee, allerdings reicht die so dem Körper zugeführte Jodmenge nicht aus.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), ebenso die Empfehlungen für die Vollwerternährung, raten daher heute den privaten Haushalten wie auch dem Ernährungshandwerk zum Einsatz von jodiertem Salz.
Die Fachleute der Vollwerternährung wissen um die verbreitete Skepsis gegenüber diesem Spurenelementzusatz zum Salz, betonen aber seine Bedeutung und mahnen Aufklärung an. Eine Überversorgung mit Jod ist beim Verwenden von jodiertem Speisesalz nicht zu befürchten. Erst die tägliche Aufnahme von 2000µg Jod könne bei einem gesunden Erwachsenen langfristig zu Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) führen; für eine solche Jodaufnahme müsse aber die gesundheitsschädliche Menge von 80g (!) Salz täglich verzehrt werden.
Alnatura hat sich daher entschlossen, neben unjodiertem Meersalz und Kräutersalz auch jodiertes Salz anzubieten. So haben die Kunden die Wahl und können sich für die Art des Salzes entscheiden, die sie gerne verwenden möchten. Deshalb setzen wir in den verarbeiteten Alnatura Produkten kein Jodsalz als Zutat ein.
Alnatura hat das Ziel, seinen Kundinnen und Kunden eine gesunde Auswahl an Lebensmitteln anzubieten, mit denen eine gute und vollwertige Ernährung ganz nach der Entscheidung des mündigen Verbrauchers selbst möglich ist.
Beide Zuckerarten werden aus Zuckerrohr hergestellt. Diese tropische Graspflanze wächst in tropischem Klima und wird bis zu 7 m hoch.
Für Vollrohrzucker wird das Zuckerrohr ausgepresst, gefiltert und zu Sirup eingekocht. Diese Masse wird nach dem Abkühlen vermahlen und in keiner Weise weiter behandelt. Vollrohrzucker enthält alle Mineralstoffe des Zuckerrohrsaftes und hat einen recht starken Eigengeschmack, der an Melasse oder Karamell erinnert. Besonders gut schmeckt Vollrohrzucker als Zutat für dunkle Gebäcke, Milchreis, Kaffee und Tee.
Der Alnatura Rohrohrzucker hingegen ist ein heller Zucker. Er wird etwas anders hergestellt. Das Zuckerrohr wird ausgepresst, der entstehende Saft eingedickt und mit Zuckerkristallen geimpft. Es bilden sich Zuckerkristalle, die dann noch braun sind, da Melasse anhaftet. Diese Zuckerkristalle werden einmal mit Wasser gewaschen, abzentrifugiert und getrocknet. Es entsteht der helle Rohrohrzucker.
Der in Deutschland übliche Zucker ist ein Rübenzucker, der aus heimischen Zuckerrüben gewonnen wird. Er wird mehrfach raffiniert, das Endprodukt ist der rein weiße Kristallzucker, den wir kennen.
In China wird Tofu seit Jahrtausenden produziert. Von dort gelangte er vermutlich durch buddhistische Mönche nach Japan, wo er in Anpassung an die japanischen Bedürfnisse weiterentwickelt wurde. Über den kulturellen Austausch mit Ostasien und amerikanische Einflüsse kam Tofu nach Europa, wo er sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut.
Tofu entsteht aus geronnenem Sojadrink. Für das Ausfällen (Gerinnen) von Eiweiß aus dem Sojadrink gibt es traditionell zwei unterschiedliche Methoden:
In China verwendete man für die Gerinnung gereinigten Gips (Calciumsulfat - shi-gao), der in den Bergen Chinas abgebaut wurde. In Japan wurde die Gerinnung mit einem Meerwasserauszug (Magnesiumchlorid - Nigari) erreicht. Später verwendeten die Japaner ebenfalls Calciumsulfat, teilweise in Verbindung mit Magnesiumchlorid. Unsere Tofuproduktion basiert auf der traditionellen chinesischen Herstellungsweise, die für die Gerinnung von Eiweiß das Calciumsulfat verwendet.
Sojabohnen werden gereinigt und über Nacht eingeweicht. Anschließend werden sie gemahlen und in Dampfdrucktöpfen aufgekocht. Nach dem Kochen werden die Schalen- und Faserstoffe ausgesiebt. Der so gewonnene Sojadrink wird mit dem Gerinnungsmittel versetzt und ausgemolkt. Die eiweißreiche Substanz wird so von der Flüssigkeit getrennt. Der verbleibende Eiweißkuchen wird abgepresst. Mit druckregulierbaren Pressstempeln lässt sich Einfluss auf die Konsistenz des Produktes nehmen. Nach dem Pressen wird der Tofu in Blöcke geschnitten und in frischem Wasser gekühlt.
Chinesischer Tofu hat eine eher feste Beschaffenheit. Er wird gerne angebraten und in die klassische Chinapfanne eingearbeitet. Japaner hingegen bevorzugen traditionell einen weicheren Tofu für den Verzehr in Suppen oder manchmal sogar eisgekühlt oder nur leicht angewärmt mit etwas Sojasoße. In Deutschland wird im Allgemeinen fester Tofu bevorzugt, der sich zum Braten, Frittieren oder als Beilage eignet.
Bei den getrockneten Feigen, Aprikosen, Datteln und Pflaumen handelt sich um Trockenfrüchte, die einen hohen Fruchtzuckergehalt haben. Da die Alnatura Trockenfrüchte unbehandelt sind, kann es bei diesen zu einer Auszuckerung kommen, die sich als weißlicher Belag auf den Früchten zeigt. Dieses Merkmal ist eher als Qualitätszeichen zu bewerten und stellt keine Beeinträchtigung des Produkts dar.
Ob grün, gelb oder orange – die Farbe von Zitrone, Orange und Co. hat nichts mit deren Reifegrad zu tun und hat keinerlei Einfluss auf ihren Geschmack.
Im Herbst trifft man eher die grünen Varianten im Bio-Laden an. Warum? Erst, wenn es nachts schon richtig kalt ist und frostet, wird das Chlorophyll in der Schale abgebaut und die gelb-orangenen Carotinoide kommen mehr zur Geltung – die Zitrusfrucht wird gelb bzw. orange. Im Spätsommer und Herbst sind die Nächte in den Zitrus-Anbauländern noch mild und die Zitrusfrucht bleibt grün. Und weil man im ökologischen Landbau zugunsten der Naturbelassenheit auf den Einsatz des Reifehormons Ethylen verzichtet, findet man die Zitronen dann auch genau so im Laden.