Wassermelone ♥ Feta

Auf den ersten Blick sind die beiden ein sehr ungleiches Paar.

Platzhalter

Sie: groß und rund, grünschalig, fruchtig-süß und das bei einem Wassergehalt von circa 95 Prozent. Er hingegen: meist in Scheiben geschnitten, weiß in der Farbe, cremig-vollmundig und vor allem salzig.

In Kombination aber sorgen Wassermelone und Feta für einen überraschenden Gaumenkitzel – sie passen hervorragend zusammen. Und nicht nur das, die beiden sind sehr kontaktfreudig und vielseitig.

Die Wassermelone, botanisch gesehen ein Kürbisgewächs, liebt das heiße und trockene Klima. In ihrer Heimat, dem südlichen Afrika, dient sie den Einwohnern vor allem als aromatisches Getränk. Und auch hierzulande verbindet man das Schwergewicht mit tropischer Sommerfreude: das frische Fruchtfleisch direkt in den Mund geschoben, eiskalt als Getränkebasis oder zum Sorbet gefroren. Doch auch für fruchtig-süße Suppen ist die Melone sich nicht zu schade, gerne in Gesellschaft von Gurke und Minze. Eine besondere Note kann sie gegrillten Fleisch- und Fischgerichten verleihen. Oder aber sie wird selbst gegrillt und mit einer Marinade aus Olivenöl und Rosmarin serviert.

Diese Marinade wäre typisch für die Mittelmeerküche, die Heimat des Fetakäses. Schon im 15. Jahrhundert wurde in Griechenland der Salzlakenkäse hergestellt, traditionell aus Schaf- und einem geringen Teil Ziegenmilch. Das heutige Griechenland hat sich den Begriff europaweit schützen lassen: Ein Fetakäse muss vom griechischen Festland oder der Insel Lesbos kommen und aus Schaf- und Ziegenmilch hergestellt sein. Immerhin verdankt der Käse dieser aromatischen Milch und seinem Fettgehalt von etwa 45 Prozent die cremig-vollmundige Konsistenz; das Salzlakenbad sorgt für die charismatisch-kräftige Note. So schmeckt Feta kalt und warm, beispielsweise als Füllung von Gemüse, Blätterteigtaschen oder über einen Auflauf gestreut.

Das Besondere: Auch beim Erhitzen behält er seine Konsistenz. Daher eignet er sich auch so perfekt zum Grillen oder Überbacken. Im Salat ist Feta ein Klassiker, ob im einfachen Tomatensalat, im klassischen Hirtensalat oder in der bulgarischen Variante Schopska, bei dem Paprika, Gurken und Tomaten mit geriebenem Salzlakenkäse vermischt werden.

Kombiniert man Wassermelone und Feta, so gilt: Der Salat sollte schnellstens auf den Tisch kommen, Spieße zügig verzehrt werden. Denn der salzige Schafskäse entzieht der Melone ihr Wasser, sie wird matschig und fad. Allzu lang währt die Liebe der beiden dann eben doch nicht.