Warenkunde: Hülsenfrüchte als Klimaschützer

Wer seinen Speiseplan um mehr Hülsenfrüchte erweitert, betreibt aktiven Klimaschutz. Außerdem enthalten Hülsenfrüchte viel pflanzliches Eiweiß, das tierisches Eiweiß ersetzen kann.

Eiweißhaltige Lebensmittel: von Tofu bis Rote-Linsen-Spirelli

Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche pro Jahr 60 Kilogramm Fleisch und Wurst. Das ist zu viel, sagen nicht nur Ernährungswissenschaftler, sondern auch Umweltschützer. Denn um konventionelles Fleisch zu produzieren, werden in großen Ställen auf engstem Raum in Summe Millionen Tiere gemästet – mit pflanzlichem Eiweiß. 

Hülsenfrüchte: Essen für das Klima

Erbsen, Bohnen und Linsen sind besonders wertvolle Lebensmittel. Sie enthalten viel pflanzliches Eiweiß und können damit tierisches Eiweiß ersetzen. Gleichzeitig helfen mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller auch der Umwelt:

  • Sie tragen zum Klimaschutz bei, weil pflanzliches Eiweiß mit weit weniger Aufwand erzeugt wird als tierisches.
  • Sie bringen Stickstoff in den Boden und erhöhen dessen Fruchtbarkeit.
  • Sie bieten Nahrung für Schmetterlinge.
  • Sie helfen, den Hunger in der Welt zu bekämpfen.

Ein Teil des Futters für Masttiere wächst in Form von Sojabohnen in Südamerika und wird nach Deutschland verschifft. Der Kot der vielen Tiere belastet das Grundwasser, weil die Landwirte zu viel davon als Dünger auf die Äcker ausbringen. Um diese negativen Folgen der Massentierhaltung zu verringern, kaufen immer mehr Menschen Fleisch aus Bio-Tierhaltung. Dennoch ist es ratsam, Fleisch immer mal wieder durch Hülsenfrüchte zu ersetzen:

  • Linseneintopf statt Schnitzel
  • Falafeln statt Buletten
  • Sojageschnetzeltes in der Sauce bolognese
  • Und, und, und.

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Wer seinen Speiseplan entsprechend ändert, betreibt aktiven Klimaschutz. Der Umweltverband WWF hat errechnet, dass wegen des hohen Aufwands bei der Erzeugung gut zwei Drittel der mit unserer Ernährung verbundenen Treibhausgase auf tierische Produkte entfallen.

Außerdem tun Hülsenfrüchte auch dem Boden gut. An ihren Wurzeln leben Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft als Nährstoff in den Boden holen. Und zwar so viel, dass es auch für Pflanzen reicht, die nach den Hülsenfrüchten wachsen. Das spart Dünger und fördert die Bodenfruchtbarkeit. Bio-Landwirte bauen deshalb im Rahmen ihrer Fruchtfolge regelmäßig Hülsenfrüchte an.

Zudem tragen Hülsenfrüchte zur Artenvielfalt auf dem Acker bei. Denn Erbsen, Bohnen und Co. zählen zur Familie der Schmetterlingsblütler. Sie heißt so, weil die lang gezogenen, engen Blüten der Pflanzen Schmetterlinge anziehen. Diese können mit ihren langen Rüsseln Nektar aus den Blüten saugen.

Und: Wenn auf den Feldern weniger Futter für Tiere wächst, bleibt mehr Platz für Getreide und Gemüse. Weniger Fleisch bedeutet also mehr Nahrung für die wachsende Menschheit.

Weil Hülsenfrüchte so wertvoll für die Ernährung und die Umwelt sind, hatten die Vereinten Nationen 2016 als das Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen.