Getreide

Getreide ist seit Jahrtausenden ein Grundnahrungsmittel der Menschheit. Ursprünglich als Brei verzehrt, gibt es Weizen, Roggen, Hafer & Co. heute auch als Flocken, Grütze oder Mehl. Lesen Sie mehr über die einzelnen Getreidesorten und ihre Verwendung.

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Weizen
Die Wildarten des Kulturweizens sind in Kleinasien beheimatet. Man unterscheidet Weich- und Hartweizen. Hartweizen wird zu Teigwaren verarbeitet (sogenannter Nudelweizen). Weichweizen ist das wichtigste Brotgetreide. Weizen kann, einige Stunden in kaltem Wasser eingeweicht, als Beilage gekocht oder für Getreidesalat verwendet werden. Bulgur und Couscous sind besondere Zubereitungsformen des Weizens. Die Körner werden geschrotet, gedämpft und wieder getrocknet. Sie sind innerhalb von 10 bis 15 Minuten gar und eignen sich daher hervorragend für die schnelle Küche. Dinkel ist eine Urform des Weizens – Hier erfahren Sie mehr über ihn und andere alte Getreidesorten.

Roggen
Der winterharte Roggen wächst mit seinen tiefreichenden Wurzeln auch dort, wo Weizen keine guten Erträge mehr bringt. Über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht, kann Roggen wie Reis als Beilage gekocht werden. Roggenflocken eignen sich für Müsli oder Brei. Roggen ist ein wichtiges Brotgetreide. Als Backtriebmittel reicht Hefe hier jedoch nicht aus, deshalb wird Sauerteig verwendet. Roggenbrot trocknet langsamer aus als Weizenbrot, kann also länger aufbewahrt werden.

Gerste
Die sehr anpassungsfähige Gerste gedeiht auch in den unwirtlichen Gegenden unserer Erde. Neben dem Weizen ist sie das älteste Getreide der Menschheit. Heute wird ein Großteil der angebauten Gerste als Malz zur Herstellung von Bier und Whisky genutzt. Verwendung findet die Gerste auch in Müslimischungen, als Grütze zur Zubereitung von Brei und als Gerstengraupe (das geschliffene und polierte Korn) für Suppen.

Hafer
Ursprünglich kam der Hafer als Unkraut in Gerste oder Einkorn zu uns. Hafer enthält mehr Fett als andere Getreide. Um Haferflocken herzustellen, wird der Hafer erst gedämpft und dann gewalzt. Das Dämpfen macht die Flocken haltbar. Vor dem Walzen in Stücke geschnittene Haferkerne ergeben feinblättrige Flocken, die sich zum Beispiel gut als Zutat für Gebäck oder Auflauf eignen und auch in der Babykost sehr beliebt sind. Für das traditionelle britische Porridge benötigt man besonders zarte ("zartschmelzende") Flocken. Großblättrige Flocken wiederum sind das Kernstück vieler Müslimischungen.
Hier erfahren Sie mehr über das vielseitige Getreide.

Hirse
Hirse liebt Wärme, wächst schnell und verträgt auch trockene und magere Böden. Sie wird vor allem in Afrika und Asien angebaut. Bis ins Mittelalter war sie bei uns eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Hirse kann wie Reis als Beilage gekocht werden. Achtung, sie nimmt die Flüssigkeit sehr schnell auf! Hirseflocken werden gerne als Brei zubereitet. Hirseflocken sollte man nach Anbruch gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren, denn sie werden bei Luftzufuhr oder Wärme schnell ranzig.
Hier erfahren Sie mehr über das kleine Hirsekorn.