Bioland-Hof Hasenkrug

Hans Dieter Greve hat 1992 auf ökologische Landwirtschaft umgestellt und sich auf die Erzeugung von Eiern und Kartoffeln spezialisiert, die u.a. in den Filialen in Bremen und Hamburg landen.

Bioland-Hof Hasenkrug

Hans Dieter Greve ist Bio-Bauer mit Leib und Seele und der tiefen Überzeugung: "Wer es mit der Bewahrung der Schöpfung ehrlich meint, kann als Bauer eigentlich nur ökologischen Landbau betreiben." Und das bedeutet für ihn, "ohne den Einsatz chemischer Keulen, ohne den Boden mit seinen vielfältigen Mikroorganismen zu schädigen und ohne qualvolle Massentierhaltung hochwertige und schmackhafte Lebensmittel zu erzeugen." Dass sich seine knapp 5.000 Hühner in den drei Ställen wohlfühlen und gesund bleiben, ist ihm ein großes Anliegen. Die EU-Richtlinie zur Hühnerhaltung sieht mindestens vier Quadratmeter Grünauslauf pro Huhn vor. Das hält er für zu wenig. Hinzu kommen noch ein Wintergarten für den Klimareiz, viel Licht, Grünfutterkörben und Sandbäder zur Gefiederpflege. Für die Darmflora gibt’s einmal die Woche eine Kanne Brottrunk ins Futter und gegen Winterdepression beziehungsweise schlechtes Wetter schon mal wohlschmeckenden Apfelsaft. Äpfel, Rüben und Kleegrassilage lieben die Hühner auch. Das viele frische Grünfutter sorgt auf natürliche Weise für den kräftig goldgelben Dotter und den guten Geschmack der Eier. Dazu gibt es noch Getreide aus eigenem Anbau. So fühlt sich das Huhn wohl und legt zwischen 260 und 280 Eier im Jahr.

Ein mobiler Hühnerstall

Einen Kilometer vom Hof entfernt stellt Hans Dieter Greve seine tierische Innovation auf. Ein mobiler Hühnerstall auf einer Grünfläche mitten im Wald – in dieser Größe der erste mobile Stall in Schleswig-Holstein. 1.200 Tiere haben hier Platz. Wöchentlich wird der 23 Tonnen schwere Stall an einen anderen Standplatz auf dem Gelände gefahren, damit sich die abgeweidete und zerscharrte Fläche am alten Platz wieder erholen kann. Auf diese Weise steht den Hühnern immer frisches Gras zur Verfügung, der Auslauf wird gleichmäßig genutzt und auch nicht überdüngt.

Der Geest-Boden ist ideal für den Kartoffel-Anbau

Auf fünf Hektar baut Bio-Bauer Greve Kartoffeln an. Vier robuste Sorten: Augusta, Rosara, Finka und Belana, die zuallererst dem Geschmackstest standhalten müssen. Der Sandboden des Geestrückens eignet sich sehr gut zum Kartoffelanbau, weil sich der Boden im Frühjahr schnell erwärmt und die Kartoffeln zwei Wochen früher gepflanzt werden können. Das bringt einen Wachstumsvorsprung, der nötig ist, wenn die Pflanze von der Krautfäule befallen wird. Dann hat die Kartoffel schon eine Mindestgröße und es genügt, das befallene Kraut abzuschlegeln, damit die Knolle sich nicht ansteckt. Normalerweise ist es erlaubt, dagegen Kupfer zu spritzen – auch im Öko-Landbau. Auf dem Hof Hasenkrug verzichten sie auf den Kupfereinsatz, um den Boden so wenig wie möglich zu belasten

Die Geestlandschaft – Heimat des Hofs Hasenkrug

Man traut seinen Augen nicht: Ein großes Passagierschiff pflügt sich sanft und geräuschlos durch die Felder. Nur einen Katzensprung entfernt vom Bioland-Hof Hasenkrug verläuft der Nord-Ostsee-Kanal auf fast 70 Kilometern durch das Kreisgebiet Rendsburg-Eckernförde und bietet zu jeder Jahreszeit die Gelegenheit, große Seeschiffe aus nächster Nähe zu bestaunen. Die 50 Hektar ökologisch bewirtschaftete Fläche der Familie Greve befinden sich inmitten des Bundeslandes Schleswig-Holstein auf dem sogenannten Geestrücken. Im Gegensatz zur Marsch besteht die Geest aus Sandablagerungen – Moränen –, die sich während der Eiszeit gebildet haben. Die Geest stellt eine höher gelegene Ebene dar und ist weniger fruchtbar. Das Wort leitet sich aus den niederdeutschen Adjektiven "gest" und "güst" her, die "trocken" und "unfruchtbar" bedeuten.

Die Qualität eines Hühnereis ist nicht von der Größe abhängig. Junge Hühner legen ganz kleine Eier, ältere Hühner größere Eier. Im Hof Hasenkrug dürfen auch anderthalb Jahre alte Hennen noch Eier legen, die Regel ist ein Jahr. Vorausgesetzt die Verbraucher sind bereit, die größeren Eier mit der empfindlicheren Schale zu kaufen.

Kurz gefasst

  • Beliefert seit 2007 die Alnatura Super Natur Märkte in Hamburg und Bremen mit Kartoffeln und Eiern
  • Anbau: Kartoffeln, Feldgemüse, Obst, Getreide und Grünland
  • Fläche insgesamt: 50 Hektar
  • Landwirtschaftlicher Familienbetrieb seit 1718
  • Bio-Betrieb seit 1994
  • www.hof-hasenkrug.de