Warenkunde: Kurkuma

Kurkuma und Ingwer gehören beide der Pflanzenfamilie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) an. Typisch für die durchaus dekorativen Stauden: ihr Rhizom – ein verdickter Wurzelstock, der unterirdisch wächst. Und nicht nur optisch besteht zwischen Kurkuma und Ingwer eine gewisse Ähnlichkeit. Auch der hohe Gehalt an duftenden ätherischen Ölen eint die beiden Gewürzpflanzen, deren Ursprung man in Südostasien vermutet.

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Beim Anschneiden einer Kurkumaknolle fällt vor allem eines auf: ihre intensive gelb-orange Farbe. Indischer Safran und Gelbwurz sind oft verwendete Synonyme. Dabei kann man mit Kurkuma nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich Akzente setzen. Der frische Wurzelstock hat ein würzig-erdiges Aroma mit leicht bitterer Note und ganz dezenter Schärfe.
 
Curcumin ist der Inhaltsstoff, der für die Farbe sorgt; ätherische Öle wie Turmeron und Zingiberen geben den Geschmack, der im Übrigen auch in jeder Curry-Gewürzmischung steckt. Die kulinarische Heimat von Kurkuma wird in der indisch-ayurvedischen Küche vermutet. So wie die der goldenen Milch, einem traditionellen Getränk der Yogis, bestehend aus heißer Milch, Kurkumapaste und weiteren Gewürzen. Überhaupt wird der Großteil des gelben Wurzelstocks in Indien produziert – und auch verbraucht. Dabei kann man die attraktive Staude ähnlich dem Ingwer auch hierzulande anbauen. Zumindest in den Sommermonaten; kommt Frost, fühlen sich beide auf der Fensterbank wohl.

Tipp: Beim Schneiden der Kurkuma am besten Handschuhe tragen, da die Knolle stark abfärbt.