Warenkunde: Superfoods

Was steckt hinter dem Ernährungstrend?

Superfoods in ihrer ganzen Vielfalt

Als Superfoods bezeichnet man Lebensmittel, die überdurchschnittlich viele sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine oder Mineralien enthalten und sich durch eine hohe Nährstoffdichte auf kleinem Raum auszeichnen. Die kleinen Kraftpakete sind dabei pflanzlichen Ursprungs. Superfoods finden sich in vielen verschiedenen Bereichen. Neben Beeren, Früchten, Gemüse und Kräutern gibt es auch Samen oder Nüsse die sich durch ihre besonderen Inhaltsstoffe als Superfood qualifizieren.

Superfoods müssen dabei nicht aus fernen Ländern stammen, auch heimische Gewächse wie Aronia oder Sanddorn können Superfoods sein. Superfoods sollten unter möglichst naturbelassenen Bedingungen wachsen können – je besser sie vor der Ernte ausreifen, desto höher ist ihr Nährstoffgehalt. Da mit jedem Verarbeitungsschritt der Gehalt an den wertvollen Stoffen abnimmt, gilt: je näher am Ursprungsprodukt desto besser.

  • Moringa
    Moringa oleifera – der ursprünglich aus Nordindien stammende Baum heißt nicht ohne Grund Meerrettichbaum: Durch den hohen Gehalt an Senfölglykosiden riechen seine Wurzeln nach Meerrettich und seine Blätter haben einen typisch scharfwürzigen Beigeschmack. Die Bäume sind heute auch in Asien, Afrika und Lateinamerika verbreitet. Seine Blätter werden z. B. in der ayurvedischen Lehre als Alleskönner im Alltag eingesetzt. Gerieben finden sie Verwendung in Shakes, grünen Smoothies, Bratlingen aber auch Eintöpfen oder Curry-Gerichten.

  • Matcha
    Das leuchtend grüne Matcha ist eine besondere, fein pulverisierte Form des grünen Tees. Im Gegensatz zu den meisten grünen Teesorten wächst Matcha im Schatten und bekommt so eine natürliche Süße und die kräftige Farbe. Nach dem Trocknen werden die Blätter zu feinem Pulver gemahlen. Beim Trinken von Matcha-Tee wird gewissermaßen das gesamte Blatt verzehrt und nicht nur das Aufguss-Wasser. Neben Chlorophyll enthält Matcha auch Koffein. In 100 Millilitern stecken etwa 29 Milligramm.

  • Kurkuma
    Kurkuma ist ein Mitglied der Ingwer-Familie und wird in Asien, Indien und China angebaut. Die Wurzeln der Pflanze werden nach der Ernte getrocknet und dann zu dem leuchtend gelben, feinen Pulver mit dem ingwerähnlichen Geschmack vermahlen. Kurkuma ist eine der Zutaten von Curry-Mischungen und verleiht diesen ihre typische Farbe.

  • Açai
    Die kleine Superbeere wächst auf hohen Palmen im Amazonasgebiet und wird dort schon seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel verwendet. Açai-Beeren bestehen zu 90 Prozent aus einem Kern, essbar ist aber nur die Haut. Diese wird nach der Ernte püriert und enthält neben Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien auch essentielle Fettsäuren wie beispielsweise Linolsäure. Der leicht herbe Geschmack passt ausgezeichnet zu süßem Obst und lässt sich in Smoothies, süßen Speisen oder Getränken verwenden.

  • Hanfsamen
    Die Samen der drogenfreien Art des einjährigen Cannabis schmecken angenehm nussig mild. Sie können in Shakes, Smoothies aber auch für Salate, Suppen oder gemahlen als Mehl verwendet werden. Da Hanfsamen sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen ist es wichtig zum Verzehr ausreichend Wasser zu trinken.

  • Maca
    Die einjährige Pflanze wächst in den Hochlagen der Anden in Peru. Die kleinen Wurzeln werden nach der Ernte getrocknet, zu Pulver vermahlen und schmecken schokoladig-vanillig und passen so besonders gut zu Smoothies, Shakes oder Desserts mit Kokosnuss, Vanille oder Kakao.

  • Chia
    Wohl eines der bekanntesten Superfoods. Die kleinen Samen der Wüstenpflanze waren bei den Maya und Azteken besonders beliebt – ihr Name bedeutet bei den Mayas "Kraft und Stärke".  Die Samen quellen in Wasser oder anderen Flüssigkeiten stark auf und können aufgrund dieser Eigenschaft auch als Ei-Ersatz verwendet werden. Chia-Samen können vielfältig verwendet werden – in Brot, Müslis, Aufstrichen, Smoothies und vielen mehr. Die tägliche Aufnahme darf 15 Gramm nicht übersteigen.

  • Kakao
    Kakao schmeckt nicht nur in Schokolade lecker, sondern ist auch ein traditionelles Superfood in den Kulturen der Azteken und Mayas. Die Bohnen werden fermentiert und können ganz, als Bruch (Nibs) oder Pulver verwendet werden.

  • Goji
    Die Goji-Beere wächst am Gemeinen Bocksdorn, einem ursprünglich aus China stammenden Strauch der sich inzwischen als Kulturpflanze auch nach Asien, Europa, Nordafrika und Australien ausgebreitet hat. Die zarten Beeren schmecken wie eine Mischung aus Cranberry und Kirsche und eignen sich getrocknet als Snack, im Müsli oder auch als Tee.

  • Aronia
    Aronia-Sträucher stammen ursprünglich aus Amerika, werden aber auch in Deutschland angebaut. Ihre schwarzen Beeren sind erbsengroß und können ab Mitte August bis Oktober geerntet werden. Sie werden getrocknet oder zu Saft verarbeitet.

  • Baobab
    Baobabpulver kommt aus der Frucht des Affenbrotbaumes, dieser wird auch Baum des Lebens genannt. Die Rinde, Blätter und Früchte des Baumes werden in vielen traditionellen Rezepten verwendet. Der angenehme Geschmack nach Karamell und Birne passt besonders gut zu Smoothies, in süße Gebäcke und Obstsalate.