Möhren

Das ganze Jahr über begleiten uns diese Wurzeln durch die Küche. Aber kennen Sie den Unterschied zwischen Bund-, Wasch- und Sandmöhren? Hier erfahren Sie mehr über das erdig-süße Gemüse.

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Mohrrübe, Gelbe Rübe, Wurzel, Woddel, Karotte oder Rübli - jeder Landstrich hat mit der Möhre einige Jahrhunderte oder mehr auf dem Buckel. Und ihre Beliebtheit ist ungebrochen, was die Weltjahresproduktion von über fünf Millionen Tonnen eindrücklich belegt. Die Möhre ist, wie Fenchel oder Dill, ein Doldenblütler und hat einen zweijährigen Lebenszyklus. Im ersten Jahr bildet sich der fein gefiederte Krautschopf, der die begehrte Pfahlwurzel zu Überwinterung und nächstjähriger Blütenbildung befähigt. Ein Längsschnitt zeigt innen den geschmacksarmen Holzkörper und außen die zuckrig-saftige Rinde.

Als Basisgemüse der nördlichen Breiten steht die Möhre ganzjährig zur Verfügung. Frühmöhren stammen zumeist aus Unterglas- oder Folienanbau und werden als "Bundmöhren mit Kraut" gehandelt. Um ihre Haltbarkeit auf etwa zehn Tage zu erhöhen, schneidet man das Laub ab. Auch die maschinell aufbereiteten "Waschmöhren" sind nur circa vier Wochen lagerfähig. "Sandmöhren" nennt man die späten Sorten: erdig eingeschlagene Lagermöhren, die den Nachschub für die Wintermonate ergeben.

Und weil die Möhren erdig und süß daherkommen, erstrecken sich ihre Variationen von fruchtig bis herzhaft, vom Salat bis zur "Rüblitorte", vom Saft bis zum Püree.