Château Ferran, Saint Pierre de Bat

Zwischen den beiden Bordelaiser Flüssen Dordogne und Garonne in der Appellation Entre deux mers – „zwischen zwei Meeren“ – liegen die Weinberge des 20 Hektar umfassenden Château Ferran.

Weinstock

Hier haben Alain und Béatrix Ferran eine Weingarten-Idylle erschaffen. Die Rebflächen sind durchzogen von insgesamt sechs Hektar wild wachsender Natur.

Die Zusammensetzung der Lehm-Kalk-Böden zeigt eine große Vielfalt, die sich in den ganz unterschiedlichen Charakteren der darauf angebauten, hauptsächlich roten Weinbeeren stilvoll widerspiegelt. Traditionell in Holz ausgebaut entstehen daraus Bordeauxweine, aus denen man die Verbundenheit der Ferrans mit ihrer Landschaft deutlich herausschmeckt.

Bordeaux, Frankreich

Region Bordeaux

Die Hafenstadt Bordeaux am Mündungsgebiet der Gironde nahe dem Atlantik ist Namensgeber dieser außergewöhnlichen Weinbauregion.

Zumeist flache Weinberge erstrecken sich am „linken“ und „rechten“ Ufer der Gironde und entlang der in sie mündenden Flüsse Dordogne und Garonne. Bordeauxweine stehen für Eleganz, Finesse und eine enorme Vielfalt – über 50 Appellationen, also Regionen mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung (Appellation d’Origine Contrôlée, AOC), verteilen sich auf 120.000 Hektar Rebflächen.

Geprägt durch den mäßigenden Einfluss des Golfstroms ist das Bordelaiser Klima mild und ideal für die Entwicklung charakterstarker Weine. Feuchte Frühjahre liefern Wasser für ein gesundes Wachstum der Reben, die Sommer sind sonnig, die Winter meist frostfrei. Vor Atlantikstürmen ist die Region durch die weitläufigen Wälder im Süden geschützt.

Flüsse, Wälder, Ozean – im Zusammenspiel der geografischen Gegebenheiten mit den unterschiedlichsten Böden erklärt sich das bunte Mosaik an Weinen, die im Bordelais gedeihen. Dabei sind die Unterschiede zwischen den beiden Ufern der Gironde am größten: rechts, also im Norden, überwiegen gehaltvolle Böden, auf denen insbesondere Merlot gut gedeiht. Am linken Ufer, im Süden, sind die Böden kieshaltiger, karger – hier findet man die Cabernet-Traube häufiger. Typisch für Bordelais sind Cuvées, also Verschnitte verschiedener Rebsorten, mit einem jeweils ganz eigenständigen Aroma.

Der erste namentlich erwähnte Bordelaiser Winzer war der römische Dichter Ausonius (circa 310 bis 393/94 n. Chr.). Unter der englischen Krone begann die Erfolgsgeschichte des Bordeaux zunächst auf der britischen Insel, um sich dann weltweit fortzusetzen. Auf circa 18.000 Weingütern wird heute Bordeauxwein gekeltert und in die ganze Welt exportiert.