Vorworte Alnatura Magazin von Götz E. Rehn

April 2018

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

vor 50 Jahren, also 1968, war ich 18 Jahre alt und ging noch zur Schule. Es war eine Zeit starken wirtschaftlichen Wachstums in Deutschland (1968 plus 5,5 Prozent, 1969 plus 7,5 Prozent), einer niedrigen Arbeitslosigkeit von 0,9 Prozent und massiver Studentenproteste. Die 68er haben unsere Gesellschaft, aber auch die Politik verändert. Auch ich stellte mir damals die Frage, ob das einseitige Streben nach materiellem Wohlstand nicht in eine Sackgasse führe.

Heute wissen wir, dass nur eine Gesellschaft, die den Menschen und nicht einseitig ausschließlich Nutzen und Erfolg in den Mittelpunkt ihrer Entwicklung stellt, zukunftsfähig ist. Es "nützt" uns nichts, wenn wir die Erde durch gieriges Wirtschaften zerstören, weil sie unsere Heimat, unsere Lebensinsel darstellt. Wir entkommen den Folgen der Zerstörungen in der Zukunft nicht. Wir beziehungsweise die nächsten Generationen müssen die Folgen unserer Taten auf der Erde ertragen!

Auch 50 Jahre nach 1968 habe ich den Eindruck, dass in unserer Gesellschaft noch immer der Erfolg und nicht der Mensch das Maß aller Dinge ist. Zu wenig Mut, neue Wege zu gehen, kennzeichnen unsere Zeit. Alnatura will seit 34 Jahren modellhaft zeigen, dass eine Wirtschaft im Einklang mit der Natur für Menschen möglich und gewollt ist. Immer mehr Menschen werden zu Alnatura Kunden und tragen die Kunde in die Welt: Es geht doch.

Gerade haben wir den Alnatura Nachhaltigkeitsbericht 2017/18 unter dem Titel "Unser Beitrag für Mensch und Erde" veröffentlicht. Sie können ihn unter alnatura.de/NHB2018 einsehen und herunterladen.

Auf 50 Seiten zeigen wir Ihnen, was wir gemeinsam an nachhaltigen Projekten erreicht haben und was wir für die Zukunft planen.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

März 2018

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

Forscher träumen davon, mit neuen Technologien die vermeintlichen Unzulänglichkeiten von Natur und Mensch zu überwinden. Die Forschung zur "künstlichen Intelligenz" (KI) wird nicht nur von großen Digitalunternehmen, sondern auch von den Staaten China und Russland vorangetrieben.

Der KI-Forschung liegt die Auffassung zugrunde, dass durch solche Systeme etwas Besseres zu erschaffen ist, als es die Natur hervorbringt. Marvin Minsky, einer der Begründer der KI, hält Gott für keinen besonders fähigen Ingenieur. Der Mensch mit seinen vielen Schwächen (Schlafbedarf, Sterblichkeit et cetera) stelle eine Fehlentwicklung dar. Aber wenn die KI zum Maß aller Dinge erhoben wird, entsteht eine Welt, in der Maschinen Menschen beherrschen können.

Heute liefert ein Auto bereits Hunderte verschiedene Daten, die die Nutzer hinterlassen. Diese kann man nach Mustern durchsuchen und so Hinweise auf Vermarktungschancen aus den Daten gewinnen. Zum Beispiel kann heute schon der Fahrstil eines Fahrers erfasst werden und Autoversicherer können ihre Prämien an dem defensiveren oder offensiveren Fahrstil ausrichten. Vergleichbares gilt für Geräte vom Smartphone bis zum "intelligenten" Eisschrank, vom Theaterbesuch bis zum Lebensmitteleinkauf.

Eine ganz andere Dimension hat KI in totalitären Regimen. Im Juli 2017 hat der Staatsrat für China einen Plan 2030 verabschiedet. Er hat das Ziel, China in zwölf Jahren zum globalen Innovationszentrum für KI zu machen. Mithilfe der digitalen Infrastruktur soll durch ein Punktesystem die "Menschenverbesserungsmaschine" eingeführt werden. Das Verhalten jedes Bürgers wird über Sensoren erfasst und bewertet. Beispielsweise werden mangelndes Umweltbewusstsein oder Fehltage bestraft, indem der Kauf einer Wohnung untersagt wird.*

KI ist durch menschliches Denken entstanden, jedoch ein Denken, das sich in seiner Struktur der Funktionsweise von Maschinen angepasst hat. Damit hat es sich ganz vom Menschen und seinen Bedürfnissen gelöst. Wir Menschen verlangen nach einer intakten Umwelt und wollen in Strukturen leben, die unsere Entwicklung zur Freiheit ermöglichen, nicht verhindern. Deshalb verfolgt Alnatura eine Wirtschaftsweise mit der Natur und für die Menschen.

* Quelle: "Die Verwandlung der Utopie in Waffentechnologie", Neue Zürcher Zeitung, 28. 12. 2017

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Februar 2018

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

solange der Erfolg und nicht die Vernunft – man könnte auch sagen, der gesunde Menschenverstand – die Welt regiert, gelingt noch nicht der Umschwung von einer Wirtschaft, die die Erde nur benutzt, zu einer Wirtschaft, die dem Menschen und der Erde tatsächlich dienen will. In den vergangenen Monaten gab es etliche politische Entscheidungen, die die Erde weiter belasten: die Genehmigung von Glyphosat in der EU für weitere fünf Jahre, ein neues EU-Bio-Gesetz, das die Weiterentwicklung von Bio eher behindert als fördert, und Informationen über das Insektensterben, aus dem man keine ernsthaften Schlussfolgerungen für die Landwirtschaft zieht. Trotzdem oder gerade deshalb haben wir bei Alnatura unsere Anstrengungen für mehr Bio weiter verstärkt.

Gemeinsam mit dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) sorgen wir dafür, dass im Laufe dieses Jahres bereits 10.000 Hektar von konventionellem auf Bio-Landbau umgestellt sein werden. Auch haben wir die Zusammenarbeit mit vielen lokalen Bio-Produzenten neu aufgenommen und mehr Bio-Produkte aus der Region eingelistet.

Sie als Kundinnen und Kunden unterstützen diese Entwicklung durch Ihre Einkäufe bei Alnatura. Immer mehr Menschen kommen in unsere Alnatura Märkte und machen uns Mut, uns noch intensiver und konsequenter für Bio einzusetzen. Die neuen Alnatura Kunden kommen oft auf Empfehlung von Stammkunden zu uns. Für dieses Engagement möchte ich mich sehr herzlich bei allen Kunden, die uns so tatkräftig unterstützen, bedanken.

Wenn wir auch in der "großen Politik" noch wenig Gehör finden, so können wir doch durch unser Denken und Handeln zeigen, dass Bio von sehr vielen Menschen gewollt und deshalb weiterwachsen wird.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Januar 2018

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

ich wünsche Ihnen persönlich, ebenso auch im Namen aller Alnatura Kolleginnen und Kollegen, privat und beruflich ein gutes, ein glückliches neues Jahr! Ich verbinde mit dem Jahr 2018 die Hoffnung, dass immer mehr Menschen erkennen: "Weiter so" ist keine Option, um die Zukunft von Menschen auf der Erde zu ermöglichen. Ich wünsche mir, dass uns bewusst wird: Nur wenn der Mensch als Freiheitswesen im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns steht, gelingt der Umschwung. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Erfolg das Ziel unseres Lebens ist. Damit ist das Streben nach Macht die Konsequenz. In der Wirtschaft werden die Unternehmen bewundert, die stark wachsen und hohe Umsatzrenditen erwirtschaften. Nur selten wird gefragt, womit diese Ergebnisse erreicht wurden und – was noch viel wichtiger ist – auf wessen Kosten die Resultate geschafft wurden. Wurde die Umwelt belastet, haben Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen?

Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, will niemand daran schuld sein, wenn der Klimawandel auf der Erde nicht gestoppt wird oder Menschen unfair behandelt werden. Doch wie und woran können wir unser Handeln ausrichten, um Vernünftiges zu bewirken? Immer wieder sollten wir versuchen, uns bewusst zu machen, wer was warum und wie macht. An den Taten erkennen wir, was die eigentliche Intention des Handelnden ist.

In diesem Sinne wünsche ich uns, dass wir 2018 viel Gutes in die Welt bringen, indem wir bewusst sinnvolle Initiativen und Arbeitsgemeinschaften fördern.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Dezember 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

im Oktober informierte die Presse breit über das Insektensterben in Deutschland. Seit 1990 sank die Masse der in deutschen Schutzgebieten gefangenen Insekten um 75 Prozent. Insekten sind wesentlich für das Ökosystem verantwortlich. Ihr Verschwinden ist eine Katastrophe. Sofort nach Erscheinen des alarmierenden Berichts begann die Diskussion über mögliche Ursachen des Insektensterbens. Die Agrarindustrie, die Veränderung der Städte, aber auch der Klimawandel wurden als Gründe angeführt.

Vermutlich treffen alle diese Gründe zu, doch sind sie weder von Gott noch durch die Natur hervorgerufen, sondern wir Menschen sind die Ursache. Wir zerstören den Lebensraum der Insekten, zum Beispiel durch die agroindustrielle Landwirtschaft mit Monokulturen und den Einsatz von chemischen Spritzmitteln. Über diesen Zusammenhang sollten wir nachdenken.

Wir zerstören aus kurzfristiger Gier, was uns langfristig unser Leben ermöglicht, nämlich die Natur. Umdenken ist angesagt. Im Einklang mit der Natur zu handeln, ist Not-wendig. Dazu bedarf es keiner Gesetze, sondern es genügt der gesunde Menschenverstand. Die Zeit ist mehr als reif.

Helfen Sie bitte mit, dass immer mehr Menschen verstehen, dass sie durch ihren Kauf von Bio-Lebensmitteln die Welt verbessern können. Schritt für Schritt. Persönlich und im Namen aller Kolleginnen und Kollegen von Alnatura danke ich Ihnen für Ihr Interesse an Alnatura. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien zu den Festtagen und zum Jahreswechsel alles Gute.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

November 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

die drei großen Ideale der Französischen Revolution, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, sind die Leitsterne für die Gestaltung des Kultur- und Geisteslebens, des sozialen Miteinanders und des Wirtschaftslebens einer Gesellschaft. Doch wie steht es mit der Verwirklichung dieser Ideale?

In Europa ist das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen ein hohes Gut und die Verwirklichung der Freiheit des Menschen im Denken und Handeln ein wesentlicher Ausdruck unserer Kultur. Sind wir sicher, dass die künstliche Intelligenz, auf deren Leistungen wir so stolz sind, nicht demnächst über unser Handeln befindet?

Umso dringlicher stellt sich deshalb die Frage, wie es uns gelingen kann, die Digitalisierung zum Segen der Menschen einzusetzen und nicht zum Sklaven der selbst geschaffenen "künstlichen Welt" zu werden.

Auch in der Wirtschaft, die auf der Arbeitsteilung aufbaut und damit nur im vertrauensvollen Miteinander funktioniert, gibt es die Tendenz, den eigenen Willen gegen die anderen durchzusetzen. Die großen Aufgaben, die eine nachhaltige Wirtschaft fördern, können wir aber nur im kooperativen Netz einer sinnorientierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit lösen.

Deshalb stellen wir bei allem, was wir bei Alnatura neu gestalten, zunächst die Frage nach dem Sinn: Warum wollen wir etwas tun? Und: Dient es Mensch und Erde? Nur wenn wir die Fragen mit Ja beantworten, beginnen wir mit dem Tun und setzen ein Vorhaben um.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit sherzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Oktober 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

vor 30 Jahren, am 1. Oktober 1987, habe ich in Mannheim den ersten Alnatura Super Natur Markt auf der Strasse zwischen Wasserturm und Hauptbahnhof neben Heller’s Vollwertrestaurant eröffnet. Ich hatte alles auf eine Karte gesetzt: Vom ersten Tag an musste ich genug Umsatz schaffen, um zu überleben. Die Schuldenlast war riesig und die liquiden Mittel alle aufgebraucht.

Meine Erleichterung war gross, als sich schon vor der Ladenöffnung um neun Uhr eine Traube von Menschen bildete, die geduldig warteten, bis wir die Türen öffneten. Stunde um Stunde beobachteten wir die Reaktion der Kunden. Abends wussten wir: Der erste Tag hat geklappt! Wir machten uns nach Ladenschluss daran, die leeren Regale aufzufüllen.

Die Leitung der Alnatura Filiale Mannheim lag in den Händen von Sylvia Kölm, die mich wenige Jahre vorher im Alter von damals 19 Jahren im Rahmen eines Alnatura Warenkunde-Seminars für Handelspartner angesprochen hatte. Sie wolle etwas Sinnvolles tun und ob sie mir helfen könne. Ich sagte damals, sie möge möglichst schnell lernen, eine Filiale zu führen. Sie lernte daraufhin bei dm Drogeriemarkt von Winter 1986 bis Frühjahr 1987 und kam im Sommer 1987 zu uns.

Noch heute erinnere ich mich mit grösster Dankbarkeit an die vielen Helferinnen und Helfer, die den ersten Alnatura Super Natur Markt zum Leben erweckten. Damals waren wir ein Team von nur zwölf Mitarbeitern in Mannheim. Heute arbeiten in den 126 Alnatura Super Natur Märkten rund 2.400 Kolleginnen und Kollegen.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit frohen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

September 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

in einer wissenschaftlichen Arbeit von Rockström et al. wurde schon 2009 das Artensterben, der Verlust an Biodiversität, als grösste Gefahr für das Überleben der Menschen auf unserem Planeten Erde genannt. Kritische Grenzen sind hier inzwischen weit überschritten. Lebendige Organismen wie der Erdorganismus können sich selbst immer wieder ins Gleichgewicht bringen. Ungleichgewichte kann ein Organismus bis zu einem gewissen Grade ausgleichen und das jeweils den Umständen entsprechend bestmögliche neue Gleichgewicht finden. Wir können uns das am Beispiel des Menschen verdeutlichen. Auch er kann durch seine Organe auf Disharmonien reagieren. Wenn Sie zum Beispiel schnell laufen, ändern sich Puls, Lungentätigkeit, Herzschlag et cetera.

Das „Gleichgewichtsstreben“ liegt in der Natur des Organismus. Wenn jedoch Organe fehlen oder dauerhaft in ihrer Funktion eingeschränkt sind, kann der Organismus nicht mehr ausgleichen oder sogar nicht mehr existieren. Wir können auf eine Niere verzichten, einen Lungenflügel entfernen, aber das Herz ist überlebenswichtig. So ist es auch bei der Erde. Wenn zu viele Pflanzen und Tierarten aussterben, verliert der Erdorganismus sein Selbstheilungsvermögen.

Unsere „moderne“ Lebensweise und die Agrarindustrie sind ein Angriff auf die Biodiversität. Helfen Sie mit, dass mehr Bio in die Welt kommt! Alnatura kämpft seit über 30 Jahren für eine gesunde Erde.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

August 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

wir Menschen schaffen uns selber ab, wenn wir nicht endlich unser Verhalten ändern. Es gibt viele wissenschaftliche Untersuchungen. Alle fordern den Schutz der natürlichen Güter Klima, Wasser, Boden, Biodiversität…, wenn unsere Erde weiterhin bewohnbar bleiben soll. Grundsätzlich gibt es kein Erkenntnisproblem, sondern es fehlt die konsequente Umsetzung der Erkenntnisse.

Nur wenn wir unsere Produktions- und Konsummuster ändern, können wir der drohenden Katastrophe entkommen. Das alte eindimensional auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete System ist am Ende. Es ist höchste Zeit für ein nachhaltiges, das heisst mehrdimensionales Handeln. Der biologische Landbau zum Beispiel erhält Arbeitsplätze (allein in Indien gibt es 1,8 Milliarden Kleinbauern), verbessert den Boden, hält das Grundwasser und die Luft sauber.

Die von der Agrarindustrie hergestellten Produkte verführen uns zum Kauf durch günstigere Preise. Doch die Preise lügen. Sie enthalten nicht die Folgekosten für Wasser- und Bodenreinigung, für die Bewahrung der biologischen Vielfalt oder für die Gesunderhaltung der Menschen. Anstelle des Pseudofortschritts auf Kosten der nächsten Generation sollten wir einfach nur konsequent nachhaltig handeln. Die Erde ist nicht nur Umwelt, sie ist unsere Mitwelt, denn wir sind ein Teil der Erde!

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Juli 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

durch Ihr Interesse ermöglichen Sie unser Handeln. Es ist ein Glück, dass wir für Sie tätig sein dürfen! Wir wollen mit Ihnen "die Welt verändern", denn Naturkost "kostet nicht die Welt". Im Gegenteil: Mit Bio gelingt der Spagat – wir pflegen die Erde, genießen zugleich köstliche Bio-Produkte und ermöglichen Mensch und Natur eine gute Zukunft.

In einem nächsten Schritt wollen wir in das Sortiment der Alnatura Super Natur Märkte zusätzliche Bio-Produkte aus der unmittelbaren Region aufnehmen. Schon heute arbeiten wir mit Bio-Gärtnereien vor den Toren der Stadt zusammen, beziehen unsere Bio-Brot- und -Backwaren von Bio-Bäckern aus der Stadt oder Region und verkaufen regional erzeugte Milcherzeugnisse.

Unsere Alnatura Bio-Bauern-Initiative ABBI wollen wir fortführen. Gemeinsam mit dem NABU haben wir aktuell über 40 Höfen die Umstellung auf biologischen Landbau ermöglicht.

Kürzlich hatten wir gemeinsam mit Slow Food ein Kochevent auf der Slow-Food-Messe in Stuttgart. Zusammen mit zwölf Kunden und unter Anleitung von Ursula Hudson kochten wir drei verschiedene Gerichte. Das Lammfleisch stammte von der Demeter-Schäferei von Mackensen, die wir durch ABBI unterstützt haben. Lassen Sie uns noch "mehr Boden gemeinsam gut machen"!

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Juni 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

Johann Wolfgang von Goethe unterscheidet zwischen zwei "Denkarten": dem vernünftigen und dem vom Verstand geleiteten Denken.

Mit unserem Verstand erkennen wir die Phänomene in der Wirklichkeit und können sie exakt beschreiben. Das vom Verstand geprägte Denken führt oft zu einem Handeln, das sich nur an einem oder wenigen Gesichtspunkten ausrichtet. Zum Beispiel plane ich eine Küche, die besonders günstig ist. Sie sollte jedoch auch funktionell, ökologisch und schön sein. Mit der Vernunft dagegen erkennen wir Zusammenhänge, die hinter den Phänomenen liegen, und begreifen die Welt aus einer ganzheitlichen Sicht. Wir reduzieren die komplexe Welt nicht auf einfache Mechanismen, sondern begreifen die Vielschichtigkeit in ihren Bezügen und Verbindungen.

Ein gutes Beispiel zur Verdeutlichung des Unterschieds von Verstand beziehungsweise Vernunft im Denken ist die Art, wie wir mit der Natur umgehen: Die Agrarindustrie optimiert einseitig den mengenmäßigen und ökonomischen Ertrag. In der Bio-Agrarkultur dagegen pflegt man die Natur, erzeugt gute Lebensmittel, bewahrt Naturlandschaften, hilft bei der Reduktion der Erderwärmung et cetera. Das Konzept des biologischen Landbaus ist ein "vernünftiger" Ansatz. In vielen Lebensbereichen gehen wir "nur" mit unserem Verstand vor, doch aus der Vernunft zu handeln, würde die Lage an vielen Stellen verbessern.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Mai 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

wer hätte das vor drei Jahren für möglich gehalten: Statt Wahrheitssuche beherrscht immer mehr bewusste Desinformation unsere Gesellschaft. An die Stelle von Fakten treten Meinungen oder auch in Worte gehüllte Absichten und Interessen. Zumeist sind diese Interessen die Ursache für bewusste Veränderungen der Beschreibung der Wirklichkeit. Man will etwas erreichen und versucht, das eigene Wollen mit »postfaktischen« Aussagen zu belegen. Das Ziel dieses Vorgehens ist immer, eine Stimmung und / oder eine Entwicklung in der Gesellschaft in einer Art zu beeinflussen, die den eigenen Absichten dienlich ist. Dabei macht man sich oft genug die Angst der Menschen vor der Wirklichkeit zunutze oder füttert die Gesellschaft mit Illusionen, die sie ruhigstellen.

Auch im Hinblick auf die Bio-Bewegung hört die postfaktische Information nicht auf. Obwohl es wissenschaftlich hinlänglich bekannt ist und ein jeder mit gesundem Menschenverstand es begreifen kann, wird Bio immer wieder infrage gestellt. Der biologische Landbau ist notwendig, um die Erderwärmung zu stoppen, das Wasser sauber zu halten, die Artenvielfalt zu vergrößern, Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu erhalten und die Landschaft als natürlichen Erholungsort zu entwickeln. Wir wollen uns deshalb immer wieder aktiv für mehr nachhaltiges Bio in unserer Gesellschaft einsetzen. Dafür stehen Alnatura und die Kunden von Alnatura.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

April 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

Anfang Januar 2017 hat das Bundeskabinett – von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt – die nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Darin spielt der Bio-Landbau eine wesentliche Rolle: 20 Prozent sind das Ziel. Oft ist uns nicht bewusst, dass der Anteil der Bio-Fläche in Deutschland erst bei circa sieben Prozent liegt, dass aber die biologische Landbaumethode die Umwelt, das Klima und die Situation von Böden, Pflanzen, Tieren und Menschen auf der Erde wesentlich verbessert. Nachhaltig kann Bio-Landbau jedoch nur funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen für ihn konsequent verbessert werden.

Als Verbraucher können wir mit dem Einkauf von Bio für eine nachhaltige Zukunft votieren. Alnatura fördert konsequent die Bio-Landwirtschaft in Deutschland. Schon 43 Höfe in Deutschland können dank der Alnatura Bio-Bauern-Initiative auf Bio umstellen. Das entspricht einer Fläche von 5.476 Hektar.

Lassen Sie uns gemeinsam noch konsequenter den Bio-Landbau entwickeln. Das macht Sinn und hilft unserer Erde.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

März 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

das Frühjahr kommt und nach und nach verwandelt sich das Angesicht der Erde von Graubraun zu frischem Grün. Die ersten Frühlingsblumen schieben ihre grünen Triebe durch den Boden. Die Natur ist in ihrer aktiven Phase. Neues entsteht – aus Altem. Die Blumenzwiebeln und Saatkörner im Boden vergehen, neue Wurzeln und Triebe kommen hervor. Zumeist schauen wir nur auf das, was frisch und dynamisch neu entsteht, weniger auf das, was zugleich vergeht. Dies ist jedoch ein Grundgesetz aller Entwicklung: "Stirb und Werde" (Johann Wolfgang von Goethe). Das Neue wächst aus dem Alten. Das gilt für die Entwicklungen in der Natur und ebenso auch für die Entwicklung des Menschen.

Nur wenn wir Gewohntes hinter uns lassen, entsteht etwas Neues. Das Gewordene in Form unserer festen Vorstellungen müssen wir zurücklassen, wenn wir neue Ideen verwirklichen wollen. Erst ein Entlernen ermöglicht Neulernen. Nur wenn wir uns immer wieder offen und vorurteilsfrei mit der Wirklichkeit befassen, können wir sie ganz erfassen. "Stirb und Werde" gelingt uns nur, wenn wir den Mut aufbringen, loszulassen und durch eine Phase der Offenheit zu Neuem vorzudringen.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Februar 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

immer wieder werden Studien und Berichte veröffentlicht, deren Titel unsere gespannte Aufmerksamkeit erlangen, zum Beispiel "Die Wahrheit über Bio" (Stern 47/2016). Doch nach dem Lesen dieser Artikel bleibt – zumindest bei mir – Enttäuschung zurück. Zumeist versucht man nachzuweisen, dass Bio-Lebensmittel nicht gesünder als Nahrungsmittel aus der Agrarindustrie seien, da ihre Nährwerte sich kaum voneinander unterschieden.

Der biologische Landbau geht jedoch über diese einseitige Perspektive hinaus. Im Bio-Landbau wird auf synthetische Dünger und auf Spritzmittel wie Herbizide, Fungizide, Pestizide sowie auf Gentechnik verzichtet. Das Ergebnis ist eine Schonung des Grundwassers und der Luft, eine Belebung des Bodens und neue Humusbildung, die Förderung der Vielfalt von Tieren und Pflanzen. Die biologische Methode ist eine heilende Methode für die Erde und ihre Lebewesen. Die "biologische Agrarkultur" ist die Grundlage für eine "gesunde" Naturlandschaft. Sie ist eine wesentliche Säule der Nachhaltigkeitsstrategie der Agenda 2030. Ich persönlich genieße auch den typischen Geschmack vieler Bio-Lebensmittel.

In diesem Sinne sollten wir "Bio" ganzheitlich verstehen und uns weiter für mehr Bio einsetzen. Alnatura engagiert sich mit dem NABU mit der Initiative "Gemeinsam Boden gut machen" für die Umstellung von Höfen auf den Bio-Landbau. 2016 waren bereits acht Prozent aller umgestellten Flächen das Ergebnis dieser Initiative.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Januar 2017

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

immer mehr Menschen, so beobachte ich, beklagen den Stress, die zunehmende Komplexität zu verstehen, und erleben Hilflosigkeit, die Zusammenhänge zu durchschauen. Die Liste der "Stress-Phänomene" ist lang. Die Ursachen für diese beklagten Zustände sind alles Folgen menschlicher Taten. Ist also der Mensch der grösste Feind des Menschen? Und wenn das so ist, warum erhöhen wir weiter das Tempo und bauen ständig alles um? Wir haben zumeist die Einsicht in den Gesamtzusammenhang verloren und folgen oft unreflektiert dem Mainstream.

Doch wenn wir eine andere Welt wollen, dann müssen wir durch Handlungen dem Menschen und der Erde dienen und eine andere Welt gestalten. Wir alle haben vielfältige Möglichkeiten, im Kleinen wie im Grossen nach dem "Warum" und dem Sinn unserer Tat zu fragen und entsprechend zu handeln. Wir sind der Gestalter unserer Rahmenbedingungen in der Zukunft: Wenn wir zum Beispiel die weitere Erwärmung unserer Erde stoppen wollen, müssen wir den biologischen Landbau fördern. Dies tun wir, indem wir konsequent Bio kaufen.

Nutzen wir unsere Chancen und handeln aus Einsicht!

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Dezember 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

über Sokrates erzählt man die Parabel mit den drei Sieben. Einst ging Sokrates durch die Strassen von Athen. Ein Mann kam auf ihn zu:

"Sokrates, ich muss dir etwas über deinen Freund erzählen, der …" – "Warte", unterbrach ihn Sokrates. "Bevor du weitersprichst, prüfe deine Geschichte mithilfe der drei Siebe: 1. Das Sieb der Wahrheit: Bist du sicher, dass das, was du mir erzählen willst, wahr ist? 2. Das Sieb der Güte: Ist es etwas Gutes, was du mir über meinen Freund erzählen willst? 3. Das Sieb der Notwendigkeit: Ist es notwendig, dass du es mir erzählst?" Der Mann verneinte alle drei Fragen. "Nun", sagte Sokrates, "wenn die Geschichte weder wahr noch gut noch notwendig ist, dann vergiss sie besser und belaste mich nicht damit."

Wie oft passiert es, dass wir etwas weitersagen, was wir nur gehört haben, was wir vermuten oder was nur Ungutes bringt? Wenn wir den Drei-Siebe-Test machen, werden wir vor solchen Abirrungen bewahrt. Das mag ein Vorsatz sein, den wir uns für das neue Jahr vornehmen. Im Namen aller Alnatura Kolleginnen und Kollegen wünsche ich Ihnen frohe Festtage und ein gutes, gesundes und positives neues Jahr.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

November 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

am 25. November wird in Düsseldorf der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Alnatura ist mit vier anderen Unternehmen für diesen Preis in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen" unter den "mittelgroßen Unternehmen" dabei, als Finalist von insgesamt über 800 Bewerbern. Für die Arbeitsgemeinschaft Alnatura ist diese bereits vierte Nominierung eine besondere Freude. Seit der Gründung von Alnatura vor 32 Jahren ist unsere Unternehmensinitiative darauf ausgerichtet, konsequent nachhaltig zu denken und zu handeln. Nachhaltig denken bedeutet, dass wir den Menschen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten stellen. Wirtschaften für Menschen ist das wesentliche Unternehmensziel von Alnatura. Nachhaltiges Handeln führt zu einem fairen Verhalten gegenüber Menschen, allen Lebewesen und der Erde. Schließlich achten wir darauf, dass wir ökonomisch gesund bleiben, um die Zukunft von Alnatura wirtschaftlich zu ermöglichen.

In dem im September 2016 erschienenen Bericht an den Club of Rome "Ein Prozent ist genug …" machen die Autoren deutlich, dass ein "Weiter so" in Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr zu verkraften ist. Helfen Sie bitte mit und werben Sie als Botschafterin und Botschafter für eine neue, nachhaltige Wirtschaftsweise.

Nur wenn wir neu denken und sinnvoll handeln, schaffen wir die Wende!

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Oktober 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

alle sprechen von der grossen Transformation, in der sich unsere Gesellschaft befindet. Durch die Digitalisierung verändern wir in unvorstellbarer Geschwindigkeit unsere Lebensbedingungen, unsere Arbeitswelten und unsere Zukunft. Immer schneller entstehen technische Innovationen und neue Geschäftsideen. Manche Initiativen wachsen in kürzester Zeit zu grössten Unternehmen mit Milliardenumsätzen heran. Durch sie werden Branchen vollständig in ihren Strukturen verändert, zum Teil zerstört. Aufgrund der Dynamik der "grossen digitalen Transformation" verlieren wir allzu leicht eine weitere Veränderung aus dem Auge: die soziale Innovation! Es handelt sich um eine der grössten Entwicklungen in der Geschichte auf dem Gebiet der Zusammenarbeit in der Wirtschaft. An die Stelle hierarchisch organisierter Zusammenarbeit tritt in einigen Unternehmen eine netzartige, "organische" Zusammenarbeit. Ermöglicht wird dies durch das grosse Interesse von immer mehr Menschen, die selbstverantwortlich arbeiten wollen. Auch bei Alnatura gibt es erste Erfahrungen mit dieser Form der Kooperation. Statt eines einzelnen Leiters organisieren Teams selbstständig ihre Zusammenarbeit in einem engen Netz von Informationen und Entscheidungen. Damit können Mitarbeiter in der Arbeitswelt ihre Persönlichkeit noch besser weiterentwickeln. Die Freude im Team wächst. Sie als unsere Kunden begegnen Alnatura Kolleginnen und Kollegen, die in jedem Markt noch selbstständiger für Ihre Wünsche und Anregungen da sind. Diese soziale Innovation bringt noch mehr Sinn in unsere Arbeitswelt.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

September 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

Alnatura versteht sich nicht "nur"als Händler mit Bio-Waren in den Alnatura Super Natur Märkten und bei unseren Handelspartnern. Alnatura ist eine Initiative, die seit ihrer Gründung alle ihre Leistungen und Aktivitäten unter das Primat der "Sinnhaftigkeit" stellt. Alnatura geht es darum zu zeigen: In unserer Gesellschaft gibt es immer mehr Menschen, die eine Wirtschaftsform wollen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Eine Wirtschaft für die Menschen ist zugleich eine Wirtschaft, die unseren Planeten schützt und ihm hilft, wieder gesund zu werden. Unsere Sinnsuche führt uns an vielen Stellen im Unternehmen immer wieder vor grosse Herausforderungen, zum Beispiel: Wie können wir ein Lager bauen, das keine Heizung und Kühlung braucht und das aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut ist? Unsere Antwort ist das Alnatura Hochregallager, das grösste dieser Art auf der Erde, das vollständig aus Holz gefertigt ist. Wir haben es zwei Meter in den Boden versenkt.

So kann das Grundwasser des Rheins die Bodenplatte des Lagers im Sommer kühlen und im Winter erwärmen. Wir brauchen keine Energie zum Heizen oder Kühlen des Lagers, das Platz für 30.000 Paletten bietet. Auch in Zukunft werden wir neue sinnvolle Lösungen suchen. Das können wir, weil Sie als unsere Kundinnen und Kunden unsere Initiative wollen! Dafür sind wir Ihnen sehr dankbar.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

August 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

für einen Liter Milch erhalten konventionelle Bauern nur noch rund 19 Cent. Das Oberverwaltungsgericht Münster bestätigte kürzlich das Schreddern männlicher Küken als rechtmäßig. Die Diskussion um Glyphosat findet kein Ende. Zugleich bestätigten die Befragten in einer Studie des Bundesumweltministeriums zum Naturbewusstsein, dass sie an einer intakten Natur größtes Interesse haben. Diese Phänomene passen nicht zusammen: Wenn wir die Natur erhalten wollen, müssen wir den Bauern durch faire Preise die Arbeit ermöglichen. Wenn Boden, Luft, Wasser, Tier und Pflanze eine nachhaltige Chance haben sollen, müssen wir auf Pestizide verzichten. Wenn wir Tiere mit Respekt behandeln wollen, dürfen wir nicht frisch geschlüpfte Küken töten. Der Titel der Studie Naturbewusstsein weist in die richtige Richtung. Es geht um ein waches Bewusstsein für die Natur. Wir müssen uns bewusst werden, was unsere Taten in der Umwelt auslösen!

Deshalb hat Alnatura vor zehn Jahren die fairen Alnatura Milchpreise eingeführt. Die Bio-Molkereien in Deutschland zahlen den Bio-Bauern heute durchschnittlich 48 Cent je Liter Bio-Milch. Viele unserer Eierbauern ziehen schon die männlichen Küken für die Fleischerzeugung auf, weitere arbeiten daran. Im Herbst 2016 werden wir im Rahmen der Alnatura Bio-Bauern-Initiative gemeinsam mit dem NABU wieder 10 bis 15 Bauern benennen, deren Umstellung auf Bio wir finanziell unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam noch mehr Boden gut machen!

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Juli 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

im Frühjahr wurden die Ergebnisse einer Umfrage des Handelsblatts in allen G-20-Ländern veröffentlicht (Ostern 24. – 28. 3. 2016, S. 46 ff und Folgehefte). Die Befragten sehen mit 66 Prozent Krieg und Terror als größte Herausforderung unserer Zeit an. Nur in China hat die Bewältigung des Klimawandels die größte Bedeutung. In den übrigen G-20-Staaten folgen auf Krieg und Terror die Themen Klimawandel und Umweltverschmutzung (40 Prozent), die Kluft zwischen Arm und Reich (34 Prozent), der Hunger (29 Prozent), religiöse Konflikte (26 Prozent), unkontrollierte Finanzmärkte (20 Prozent) und Überbevölkerung (14 Prozent) auf den Plätzen zwei bis sieben. Interessant finde ich, dass in Deutschland, einem wohlhabenden Industriestaat, viele Menschen die Zukunft pessimistisch sehen und sich zugleich nach mehr Natur und Natürlichkeit sehnen.

Das ist erstaunlich, fast paradox: Obgleich für uns Umweltverschmutzung die zweitgrößte Herausforderung ist und wir eine natürlichere Umwelt herbeisehnen, tun wir uns schwer, entsprechend zu handeln. Die Verschmutzung der Erde ist die Folge unserer menschlichen Handlungen. Jeder Einzelne trägt zur Belastung der Umwelt bei oder hilft der Natur zu gesunden. Durch konsequenten Kauf von Bio-Lebensmitteln können immer weitere Flächen biologisch bewirtschaftet werden. Das verbessert Boden, Grundwasser und Klima und fördert die ersehnte vielfältige Natur. Deshalb setzt sich Alnatura gemeinsam mit seinen Kundinnen und Kunden für die Förderung des Bio-Landbaus in Deutschland ein. Unterstützt durch die "Alnatura Bio-Bauern-Initiative" stellen aktuell 25 Bauernhöfe mit zusammen 3.500 Hektar Fläche von konventioneller, agrarindustrieller Produktion auf Bio-Landbau um. Das wollen wir mit Ihnen in Zukunft weiter tun: Gemeinsam Boden gut machen.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Juni 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

seit 1974 wird das Pflanzengift Glyphosat vermarktet. Von dem Breitbandherbizid, das es in über 90 verschiedenen Formulierungen gibt, wurden 2014 weltweit über 800.000 Tonnen auf Böden und Pflanzen gespritzt. Allein in Deutschland bringen Landwirte und Kleingärtner jährlich über 5.000 Tonnen davon aus. Über 40 Prozent aller landwirtschaftlich genutzten Flächen werden in Deutschland mit Glyphosat gespritzt. Glyphosat wird über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und führt zum Tod der Pflanzen. Viele Bodenorganismen werden durch Glyphosat geschädigt, das Grundwasser belastet, die Artenvielfalt geschädigt.

Die Weltgesundheitsorganisation hat in einem Gutachten im März 2015 Glyphosat als "wahrscheinlich krebserzeugend für Menschen" eingestuft. In der EU ist Glyphosat noch bis Ende Juni 2016 zugelassen. Die EU-Kommission will voraussichtlich im Mai 2016 entscheiden, ob Glyphosat weiter zugelassen wird. Helmut Schramm, Präsident des Industrieverbands Agrar, erwartet, dass die EU-Kommission sich mehrheitlich für eine Verlängerung ausspricht: "Ich glaube, dass Vernunft walten wird" (FAZ, 22.4.2016).

Doch ist es vernünftig, ein Pflanzengift weiter zuzulassen, das nachweislich dem Boden, dem Wasser, den Pflanzen und Tieren schadet und zudem im Verdacht steht, beim Menschen krebserzeugend zu wirken? Ich meine, es ist nach diesem Kenntnisstand höchst unverantwortlich, Glyphosat erneut in der EU zuzulassen und es weltweit weiter einzusetzen. Wir sollten unsere Einsicht nicht den Zweckvorstellungen (Arbeitsplätze, Gewinne) opfern. Sören Kierkegaard (1813–1855), ein dänischer Philosoph, hat gesagt: "Man kann sich auf zwei Arten irren: Man kann glauben, was nicht wahr ist, oder man kann sich weigern, zu glauben, was wahr ist." Wollen wir uns bezüglich Glyphosat weiter irren?

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit besorgten GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Mai 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

jedes Unternehmen, wie auch jeder Mensch, hat seine Identität.

Man kann ein Unternehmen deshalb mit einem menschlichen Wesen vergleichen. Es ist ein "Gemeinschaftswesen", das durch die Mitglieder der jeweiligen Arbeitsgemeinschaft gebildet wird. Durch Zusammenarbeit entstehen Produkte und Dienste, die für Sie, die Kundinnen und Kunden, entwickelt und produziert werden. Auch Alnatura hat ein Wesen, das sich in den verschiedenen Alnatura Produkten und in den Alnatura Super Natur Märkten durch die Gedanken und Handlungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigt und sich in ihrem Verhalten ausdrückt. Alnatura kann man gleich erkennen. Es hat ein Gesicht. Mit wachen Augen beobachten wir die Wünsche und Fragen unserer Kunden und versuchen, immer besser zu verstehen, was wir für Sie, unsere Kunden, gestalten dürfen. Durch Ihre Gedanken und Gefühle tragen Sie dazu bei, das Alnatura Wesen lebendig zu entwickeln. In Ihrem Bewusstsein leben Bilder über uns. Wir wiederum schaffen die Realität, an der sich Ihre Bilder entwickeln. So bringen Sie als Kunden das Wesen des Unternehmens zum Bewusstsein und machen es bekannt, während wir den Raum für Ihre Alnatura Erfahrung gestalten. Im "Gegenstrom" zwischen Ihren Gefühlen, Gedanken und Taten und unseren Gedanken, Taten und Empfindungen entsteht die Alnatura Wirklichkeit laufend neu. Wir freuen uns auf den weiteren Gestaltungsdialog mit Ihnen, der Schritt für Schritt Neues entstehen lässt, das wir aus Liebe zur Sache tun.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

April 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

seit der Gründung von Alnatura vor über 30 Jahren orientieren wir unsere Arbeit an unserem Leitsatz "Alnatura – Sinnvoll für Mensch und Erde". In letzter Zeit höre ich öfter die Formulierung "es macht Sinn" in Gesprächen. Vermutlich eine Verdeutschung des englischen Ausdrucks "it makes sense". Oft wird er so dahingesagt, wohl ohne sich bewusst zu machen, dass etwas nur dann wirklich Sinn macht, wenn es sinnvoll, also voll von Sinn ist. Ein Gedanke oder eine Tat sind nur dann voll Sinn, wenn sie sich als hilfreich oder, besser noch, als heilsam erweisen. Sinnvoll kann nur sein, was zu einer Beförderung und Unterstützung dessen beiträgt, worüber wir nachdenken und was wir schließlich "behandeln".

Jede Tat muss sich daran messen lassen, ob sie sich als segensreich für das Handlungsobjekt erweist. Nur wenn unsere Tat das Wesen und damit den "Sinn" des Handlungsobjektes erkannt hat, schließt unsere Handlung an dem anderen an. Erst wenn wir zum Beispiel verstanden haben, wie die Erde als Organismus lebt, können wir eine gute biologische Bodenbearbeitung durchführen, die zu einer Verbesserung der Bodenqualität und der Humusbildung im Laufe der Vegetationsperioden beiträgt. Das ist dann möglich, weil wir den "Sinn" der Erde in unserem Erkennen gefunden haben.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

März 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

am 17. März wird der hundertste Alnatura Super Natur Markt in der Friedrichstraße 191 in Berlin eröffnet. Am 1. Oktober 1987 öffnete unser erster Markt in Mannheim seine Türen. Seitdem sind gut 28 Jahre vergangen. Als ich Alnatura 1984 gründete, dachte ich, die Entwicklung würde viel schneller gehen. Heute schaue ich mit viel Dankbarkeit und Respekt auf das, was Sie, liebe Kundinnen und Kunden, uns ermöglicht haben. Sie haben Alnatura zur beliebtesten Lebensmittelmarke in Deutschland gemacht. Ich bin froh, dass Sie – wie ich – das Alnatura Einkaufserlebnis lieben: Bio-Backwaren vom Bio-Bäcker, Bio-Obst und -Gemüse von der Bioland- oder Demeter-Gärtnerei aus der Region, bestmögliche Bio-Qualität durch gute Rohstoffe und handwerkliche Fertigung sind unser Ideal. An diesem Ziel werden wir auch in Zukunft arbeiten. Dabei achten wir auf faire Preise für unsere Lieferanten und Partner. Nur so können wir den Bio-Landbau in Deutschland fördern. Das tun wir zusätzlich durch die Alnatura Bio-Bauern-Initiative. Bereits 25 konventionelle Höfe konnten dadurch auf Bioland oder Demeter umstellen.

Unsere Ladenausstattung hat sich seit 1984 weiterentwickelt. Wir brauchen immer weniger Ökostrom pro Quadratmeter und suchen weiter nach Einsparungen. Besonders die Alnatura Kolleginnen und Kollegen stehen im Mittelpunkt jedes unserer Märkte. Sie räumen Ware ein und kassieren, sie beraten und helfen. Es sind die Menschen, die den Unterschied machen. Ich freue mich mit Ihnen auf die Eröffnung der nächsten hundert Alnatura Super Natur Märkte.

Das wird sicher schneller gehen als die ersten hundert!

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Februar 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

die im Mai 2015 erschienene Enzyklika "Laudato si’ – Über die Sorge für das gemeinsame Haus" von Papst Franziskus bezieht sich auf eine Stelle aus dem Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi. Dort steht: "Gelobet seist du, mein Herr, durch unsere Schwester Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter." Wir vergessen oft, dass uns die Erde erhält und uns wie eine gute Schwester unterstützt.

Wir haben die Beziehung zur Natur verloren und verlernt, uns von ihr lenken zu lassen. Wir können von Mutter Erde lernen. Durch Beobachtung können wir zum Beispiel erkennen, was der Natur hilft und was sie zerstört. Die agrarindustrielle Landwirtschaft verschlechtert die Bodenqualität, vergiftet das Grundwasser und beeinträchtigt die Luftqualität. Der biologische Landbau dagegen strebt nach Arbeit im Einklang mit den Prinzipien der Natur und trägt somit zur Erhaltung und Pflege der Natur bei.

Doch was können wir tun? Es geht um unsere Achtsamkeit gegenüber der Natur. Wir müssen hinter die von uns geschaffene Konsumwelt schauen lernen. Da zeigt sich der Garten der Natur, den wir aber vergiften und zerstören. Wir können die Situation radikal verändern, wenn wir unsere Haltung ändern. Es geht nicht um Nutzen-Maximierung zulasten der Natur, sondern um Evolution und Sinn-Maximierung mit der und für die Natur durch und für uns Menschen. Wir alle leben in einem Haus, und wenn wir erkennen, dass es nur ein Haus gibt, dann schaffen wir es auch, gemeinsam unter einem Dach in Frieden und Dankbarkeit zu leben.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Januar 2016

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

persönlich und im Namen der Alnatura Kolleginnen und Kollegen wünsche ich Ihnen ein gesundes, frohes und interessantes Jahr 2016. Jedes neue Jahr birgt in sich die Chance, im eigenen Leben etwas neu und anders zu machen. Im Rückblick auf das zu Ende gegangene Jahr haben wir uns überlegt, dass wir uns noch stärker um zwei "Fundamente" unserer Unternehmensinitiative kümmern und stärker darüber informieren wollen. Einerseits geht es um die Stärkung der Bio-Landbau-Bewegung in Deutschland. Mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative wurden in den zurückliegenden zwölf Monaten zehn Bauernhöfe bei der Umstellung auf den Bio-Landbau unterstützt. Im Alnatura Magazin werden wir regelmäßig über Grundlagen des Bio-Landbaus informieren. Die Berichte über die Alnatura Bio-Bauern-Initiative werden wir fortführen. Monatlich stellen wir Ihnen einen Bauern vor.

Andererseits suchen wir noch intensiver den Dialog mit unseren Kundinnen und Kunden, dem anderen Fundament unseres Unternehmens. Kunden werden für Kunden im Alnatura Magazin schreiben. Melden Sie sich mit Themen bei uns. Und für die kleinen Kunden gibt es neu Kinderseiten aus "ZEIT Leo". Für Ihre treue Partnerschaft im zu Ende gegangenen Jahr danken wir Ihnen sehr herzlich. Wir bauen auf Ihre Unterstützung in Form von Ideen und Taten auch im neuen Jahr. Seien Sie uns gewogen und bleiben Sie uns verbunden.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Dezember 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

die Adventszeit kündet von der Ankunft (adventus = lateinisch: Ankunft), von der Erdengeburt Jesu. Alle Jahre wieder feiern wir Weihnachten und jeder von uns verbindet etwas anderes mit dem 24. Dezember. Oft höre ich, dass Weihnachten wichtig für die Kinder sei. Manche klagen über Festtagsstress, denn jeder soll ein Geschenk bekommen und die Zeit reicht kaum aus, um alles einzukaufen und vorzubereiten. Für mich ist die Adventszeit eine Zeit der Besinnung. Ich nutze die langen, dunklen Nächte, um mir jedes Jahr neu die Frage zu stellen: Was habe ich auf dem Weg dahin, immer mehr Mensch zu werden, zustande gebracht? Wovon habe ich die Augen abgewendet? Was habe ich ermöglicht, was aber auch verhindert?

Ich frage mich: Was habe ich als Mensch wesentlich bei mir selbst erreicht, was bei anderen ermöglicht? Ich verstehe mich nicht als ein biologisches Zufallsprodukt, das in ein gesellschaftliches Korsett eingepackt ist und sich nicht entfalten kann, fremdbestimmt wird. Ich merke, wenn "man" versucht, mich an unsichtbaren Fäden zu ziehen, um ein bestimmtes Verhalten zu bewirken. Verlockungen sind, verführerischen Sirenen gleich, entlang des Lebensweges aufgebaut und übertreffen sich in Heilsversprechen und Glücksangeboten.

Das eigentliche Glück setzt die eigene innere Entwicklung voraus. Die Arbeit an mir selbst ist der Weg zu mir. Sie ermöglicht die Entfaltung des freien Menschen. Nur aus einem neuen, umfassenderen Menschenbild können wir unsere vielen Herausforderungen auf der Erde sinnvoll lösen. Die Strategie des blossen Überlebens muss ersetzt werden durch eine Wesentlichkeitsstrategie. Es geht um kulturelle Bildung als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung. In diesem Sinne ruft uns die Weihnachtszeit zu: "Mensch, werde wesentlich!"

Ihnen und den Ihnen verbundenen Menschen wünsche ich persönlich, aber auch im Namen aller Alnatura Kolleginnen und Kollegen eine frohe Weihnachtszeit.
Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn
Prof. Dr. Götz E. Rehn,    
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura 
Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

November 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

Sie kennen den Spruch "Der Weg ist das Ziel"? Doch der Weg bedarf eines Zieles. Selbst wenn ich im Kreis gehen wollte, hätte ich ein Ziel, nämlich im Kreis zu gehen. Jeder Weg bedeutet Veränderung. Sich auf den Weg zu machen ist notwendig, wenn wir uns entwickeln wollen. Dies ist oft die Interpretation des Spruches "Der Weg ist das Ziel". Ziel ist dann der Entwicklungsprozess des Menschen, der durch sein Gehen des Weges möglich wird.

Wir entdecken Neues und sammeln Erfahrungen auf unseren Wegen. Wir entwickeln uns auf unserem Weg durch das Leben. Doch welche Lebensziele haben wir? Oder lassen wir uns vom Leben überraschen, indem wir uns einfach mal auf den Weg machen? Wie so oft gilt auch hier: Es ist ein Gegenstrom, in den wir uns stellen. Wir haben Ziele, die wir in Zukunft erreichen wollen, und wir machen uns auf den Weg aus der Vergangenheit in die Zukunft. Unterwegs begegnen wir neuen, oft unerwarteten Situationen.

Mit den Einschnitten, die von aussen auf uns zukommen, haben wir oft nicht gerechnet: Liebe, Krankheit, Tod, wirtschaftliche Not, politische Veränderungen und so weiter. Es gibt die unterschiedlichsten unerwarteten Situationen, die uns vor die Aufgabe stellen, eine neue Herausforderung anzunehmen und nach einer Lösung zu suchen. Angesichts einer schwierigen Situation sind wir oft zunächst betroffen. Es bedarf der Fantasie, um auf die neue Situation konstruktiv zu reagieren. Manchmal müssen wir auch einen Umweg einschlagen. Rückblickend erweist sich dieser Umweg oft als grosse Bereicherung, als Hilfe zur Fähigkeitsbildung, als Korrektur des eigenen Lebensweges. So begegnen wir unserem Schicksal, das uns durch "Hindernisse" zu Wegkorrekturen auffordert.

Gelingt es, die Zeichen am Weg und im Weg richtig zu verstehen, finden wir auch den Weg. Der rechte Weg ist die Biografie eines Menschen, die er durch seinen Lebensweg gestaltet.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Oktober 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

am 1. Oktober ist Vegetariertag, am 4. feiern wir Erntedankfest, am 9. ist der Welt-Ei-Tag, am 16. der Welthungertag. Am 13. August 2015 war Welterschöpfungstag, auf Englisch „Earth Overshoot Day“. Dieses Datum liegt jedes Jahr um einige Tage früher: 2014 war der Welterschöpfungstag am 19. August. Die amerikanische Organisation „Global Footprint Network“ errechnet jedes Jahr den Termin, an dem die Menschheit für das Jahr alle Ressourcen aufgebraucht hat, die die Erde hervorbringen kann.

Die angeführten Gedenktage wollen uns aufwecken und unser Bewusstsein auf das jeweilige Thema lenken. Ich möchte besonders auf den Welterschöpfungstag aufmerksam machen. Seit dem 13. August 2015 leben wir als Menschheit wieder von der Substanz, verbrauchen also die Systeme unseres Planeten. Doch die Intensität des Konsums ist weltweit sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt verbraucht die Menschheit jedes Jahr über ein Drittel mehr, als ihr zusteht, während die Deutschen durchschnittlich pro Jahr die Ressourcen von zwei Erden verbrauchen.

Wir spüren die Veränderung im Alltag kaum. Und wenn uns die Fachleute sagen, dass wir unseren Lebensstil ändern müssen, hören wir lieber weg. Wir beruhigen uns damit, dass der Einzelne sowieso keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung nehmen könne. Doch genau das ist der Denkfehler: Der Einzelne kann etwas verändern!

Als ich vor bald 31 Jahren Alnatura gründete, war Bio noch alles andere als bekannt. Viele sagten mir damals, dass ich mit meinen Idealen scheitern werde. Doch bis heute wird die Gemeinschaft der an Alnatura Interessierten und Käufer täglich grösser. Wir können also die Welt verändern!

Wir können dies freiwillig tun, aus Einsicht. Wir können jeder für sich und gemeinsam mit anderen täglich einen Schritt in Richtung einer sinnvollen Zukunft gehen.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

September 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

kürzlich hörte ich folgende Geschichte: Zwei Männer sitzen in einem Boot und überqueren einen See. Auf halber Strecke beginnt der eine, ein Loch in den Boden des Bootes zu bohren. Der andere Mann ruft erschrocken: "Was machst du, wir werden untergehen!" Darauf kommt die Antwort: "Beruhige dich, ich mache ja nur ein Loch in meinem Teil des Bootes."

Das ist oft genug unser Irrtum. Wir denken, wir hätten ein Boot für uns allein und könnten machen, was wir wollen. In Wirklichkeit sitzen wir Menschen alle in einem einzigen Boot. Jede Handlung eines Einzelnen oder eines Unternehmens betrifft immer zugleich auch alle anderen. Oft spüren wir die Wirkung nicht direkt, aber sie ist da. Wenn auf der einen Seite des Bootes ein Loch gebohrt wird und Wasser eindringt, dann muss auch auf der anderen Seite das eindringende Wasser aus dem Boot geschöpft werden, sonst geht das Boot unter. Wenn wir das bei unseren Handlungen beachten wollten, sähe die Welt anders aus. Zum Beispiel würden mehr Menschen Lebensmittel aus öko-Landwirtschaft kaufen, da sie verstanden hätten, dass die Nahrungsmittelerzeugung der Agrarindustrie erhebliche Auswirkungen auf die Natur hat: Versteppung der Böden, Belastung des Grundwassers mit Nitrat, die Reduktion der Artenvielfalt et cetera.

Gerade wird über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat diskutiert. Jährlich werden weltweit 720.000 Tonnen (in Deutschland 5.000 Tonnen) Glyphosat zum Beispiel im Mais- Weizen- oder Obstanbau gegen "Unkräuter" gespritzt. Seit Anfang des Jahres hat die Internationale Agentur für Krebsforschung Glyphosat in der Fachzeitschrift "Lancet Oncology" als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" eingestuft und es wird erneut über ein Verbot dieses Unkrautvernichters beraten (vergleiche FAZ vom 5. Juli 2015, Seite 61).

Wir sollten dieses und vergleichbare "Löcher", die wir in unser Erdenboot bohren, schnellstens schliessen. Helfen Sie mit, dass wir Menschen uns unsere Existenz nicht selbst zerstören.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

August 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

kennen Sie Dean Potter? Ich kannte ihn nicht. In der Zeitung "Tagesanzeiger" aus Zürich entdeckte ich am 28. Mai 2015 auf Seite 27 einen Artikel über Dean Potter, der überschrieben war: "Den Irrsinn umarmt".

Dean Potter war Extremsportler. Er stürzte sich im Flügelanzug ("Wingsuit") in die Tiefe, balancierte auf dem Hochseil ungesichert über Hunderte Meter tiefe Schluchten oder kletterte in steilen Felsen, nur mit dem Fallschirm im Rucksack, den er bei Stürzen auslöste ("Freebase"). Viele Wochen im Jahr verbrachte er im Lauterbrunnental, im Berner Oberland, weil er dort ungestört springen durfte. In seiner Heimat USA, im Yosemite Valley, ist das eigentlich verboten. Dort sprang er mit seinem Kumpel Graham Hunt am 16. Mai 2015 im Morgengrauen vom Taft Point, einem 900 Meter hohen, steil abfallenden Felsvorsprung. Der Start gelang, aber beim Flug verunglückten die beiden in ihren Wingsuits tödlich.

Bereits als Kind träumte Dean Potter, er habe Federn an den Armen und könne fliegen wie ein Vogel. Sein Traum endete jedes Mal mit einem Todessturz. Die Angst vor diesem Tod beherrschte sein Leben und er beschloss, sich der Angst zu stellen: "Ich will die Angst nicht besiegen, ich will sie zulassen." Dean Potter wurde 43 Jahre alt.

Er war berühmt für seine mentale Stärke und suchte immer wieder das Gefühl der "Freiheit", wenn er vogelähnlich durch die Lüfte segelte. Er musste erleben, dass ein solcher "Freiheitsweg" der Überwindung der Schwerkraft seine Grenze findet, den Tod. Denn es geht im Leben eher um die Entwicklung geistiger Freiheit, um die Fähigkeit, sein Leben selbst zu bestimmen und aus Einsicht in die Welt handeln zu lernen. "Grenzgänger im Geiste" können ihre "Erkenntnis-Grenze" immer weiter verschieben. Sie stürzen nicht in den Tod, sondern werden immer sicherer in ihrer Lebensführung.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Juli 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

oft werde ich gefragt: Wozu beschäftigt sich Alnatura mit der Frage nach dem Sinn? Ist es nicht vertane Zeit, nach dem "Warum" zu fragen? Sind wir nicht gezwungen, uns am Machbaren und Zweckmäßigen zu orientieren, anstatt philosophische Diskussionen anzuzetteln? Können wir uns die Zeit nehmen, um zu refektieren und uns zu besinnen? Wird nicht alles immer hektischer, sind wir nicht selbst im Stress und bekommen ein schlechtes Gewissen, wenn wir fragen: Ist es sinnvoll, was ich vorhabe?

Die "Warum-Frage" zu stellen ist nicht in Mode. Stattdessen geht es um die Frage: Was bringt es mir? Wenn es nichts bringt – und das ist meist ökonomisch gemeint –, dann lohnt es nicht, sich darum weiter zu kümmern. Wenn es wirtschaftlichen Vorteil verspricht, kommt gleich die Frage, wie man etwas besonders effizient realisiert.

Wenn wir bezüglich der Arbeit an der Erde die Frage nach dem "Warum" stellen, erkennen wir, dass die Erde ein lebendiger Organismus ist und wir im Umgang mit der Natur dem entsprechen sollten. Der biologisch-dynamische Landbau zum Beispiel ist eine Antwort. Durch gute Pfege des Bodens erzeugen wir beste Lebensmittel, zugleich verbessert sich die Bodenqualität. Mensch und Natur "proftieren". Wer nur nach dem Zweck fragt und Ertragsmaximierung anstrebt, wählt den Weg der Agrarindustrie. So werden aber nicht die besten Lebensmittel erzeugt und man schädigt die Natur. Mensch und Natur verlieren.

Wir bei Alnatura sind überzeugt, dass es lohnt, sich ohne Wenn und Aber für "sinnvolles Handeln" zu engagieren. Wir spüren, dass Sie als unsere Kunden das auch wollen. Dafür danken wir Ihnen.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Juni 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

kürzlich war ich samstags in einem größeren Kaufhaus und habe mir dort die Ladengestaltung angeschaut. Da entdeckte ich eine junge Mutter, die, auf einem Stuhl sitzend, in aller Ruhe ihr Baby fütterte, das in einem Kinderwagen lag. Bei näherem Hinschauen sah ich, dass sie aus einem Gläschen "Birne pur" von Alnatura einen Teelöffel nach dem anderen dem Baby in den Mund schob. Ich näherte mich den beiden, stellte mich kurz vor und kam mit der Mutter ins Gespräch.

Es war offenkundig, dass das Kind den Brei mochte. Es lächelte und zeigte guten Appetit. Die Mutter berichtete, dass sie ihr Kind gestillt habe und ansonsten die Speisen aus frischen Produkten selbst zubereite. In besonderen Fällen, zum Beispiel auf Reisen, nehme sie die Gläschen von Alnatura. Ich fragte neugierig, warum gerade von Alnatura und nicht die Gläschen von Hipp, Alete oder anderen günstigeren Marken. Darauf antwortete die Mutter: "Mein Kind hat alles andere abgelehnt, nur Alnatura Gläschen schmecken ihm."

Ein schönes Erlebnis! Es bestärkt uns und mich, konsequent an unserer Qualität weiterzuarbeiten. Möglichst unverfälscht, mit so wenigen verschiedenen Zutaten wie nötig und mit einem natürlichen Geschmack, das sind unsere Ziele in der Alnatura Qualitätsentwicklung.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Mai 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

häufig lesen wir: "Bio ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen." Soll das bedeuten, dass es fast in jedem Lebensmittelgeschäft in Deutschland Bio-Produkte zu kaufen gibt? Oder soll es heissen, dass viele Kunden Bio kaufen? Die Wirklichkeit ist eher ernüchternd. Weltweit wird nur knapp ein Prozent der landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet. In Deutschland sind es etwa acht Prozent, bei unseren österreichischen Nachbarn immerhin beinahe 20 Prozent der Agrarfläche.

Doch wofür steht "Bio"? Zunächst verstehen wir darunter Lebensmittel, deren Agrar-Rohstoffe von Bio-Höfen stammen. Für Alnatura bedeutet Bio noch deutlich mehr. Neben der Pflege der Erde durch den Bio-Landbau geht es uns um Lebensmittel, die dem Menschen wirklich dienen. Die Rezepturen der Alnatura Produkte sind "schlank" und einfach gehalten, die Herstellverfahren sind möglichst schonend. Alnatura ist es wichtig, dass die Bio-Bauern und unsere Herstellerpartner faire Preise für ihre Produkte erhalten. Nur wenn wir die Einkommen der Bio-Bauern und Verarbeiter durch richtige, auskömmliche Preise sichern helfen, können sie auch in Zukunft tätig sein. Das ist die soziale Komponente im Miteinander-Wirtschaften von Bio-Bauern, Herstellern, Alnatura und Ihnen, den Kunden.

Anliegen von Alnatura ist es auch, dass sich die Mitarbeiter gerne in der Alnatura Arbeitsgemeinschaft einbringen und dass sie sich als Mitarbeitende bei Alnatura entwickeln können. Unser Theaterprogramm mit Lehrlingen "Abenteuer Kultur", die Kunst-Projekte in unseren Filialen "FilialART" und viele andere Initiativen von Alnatura sind Beispiele für den kulturellen Impuls, den wir geben möchten.

Dies und noch viel mehr macht unsere Bio-7-Initiative aus. Für mich ist Alnatura ein Unternehmen, das in wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Dimensionen denkt und handelt. Wir wollen diesen ganzheitlichen Ansatz immer weiter entwickeln. Alnatura will nicht in der Mitte der Gesellschaft ankommen, sondern in den Herzen seiner Kundinnen und Kunden sein.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

April 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

immer wieder werde ich gefragt, wie es möglich ist, dass Alnatura bei den Deutschen die beliebteste Lebensmittelmarke ist.* Wie kann es sein, dass im Konzert der Großen mit ihren millionenschweren Werbekampagnen das im Vergleich ganz kleine Unternehmen Alnatura bei den Kunden so hoch im Kurs steht? Ich denke, dies hängt im Wesentlichen mit drei Faktoren zusammen: Zunächst hat sich Alnatura vom ersten Tag an konsequent und ohne Kompromisse für den biologischen Landbau und für bestmögliche Qualität eingesetzt. Alnatura Produkte sind 100 Prozent Bio, sorgfältig verarbeitet, von gutem Geschmack und zu günstigen Preisen erhältlich. Die Alnatura Super Natur Märkte (der erste eröffnete in Mannheim im Oktober 1987) führen ein breites Sortiment, das nach den Sortimentsrichtlinien des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) zertifiziert ist und durch günstige Preise vielen Menschen den Einkauf ermöglicht. Zugleich ist es das Ziel von Alnatura, von seinen Kunden als echter Partner erlebt zu werden.

Wir verstehen, dass wir unsere Entwicklung im Wesentlichen Ihrem Interesse an Alnatura verdanken. Sie geben uns unsere Arbeit, Sie ermöglichen unser Wachstum, Sie gestalten unsere Leistungen. Dieses Prinzip des fairen Umgangs miteinander ist für uns der Grundsatz für die Zusammenarbeit mit den Bio-Bauern, den Bio-Herstellern, den Partnern im Handel und der Öffentlichkeit. Schließlich, drittens, ist Alnatura eine Kulturinitiative. Wir wollen helfen, dass mehr Sinn in die Welt kommt. Es geht uns um die Förderung der Freiheit der Menschen, um mehr Möglichkeiten für ihre Selbstentwicklung. Wir wollen, dass die Natur bewusst veredelt wird und eine Zukunft im Einklang mit der Natur für uns Menschen Wirklichkeit wird. Das bewusst ganzheitliche Verstehen von Mensch und Erde ist unser Credo: Alnatura ist für die Menschen, für seine Kunden da. Und im Gegenzug sind Sie, unsere Kunden, für Alnatura da.

*vgl. Brandmeyer Studie 2014
Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlicher VerbundenheitUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

März 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

ist der Mensch ein Wesen, dessen zukünftiges Verhalten ich durch Beobachtung seines Verhaltens in der Vergangenheit vorhersagen kann? Ist der Mensch ein Reaktionswesen, das auf die passenden Reize reagiert und wie eine Marionette von fremder Hand geführt wird? Ja, auch das ist der Mensch, aber nicht nur. Wir sind zugleich Ich-Wesen, die durch eigenes Denken sich selbst bestimmen können.

Wir haben als Ich-Wesen die Freiheit, das Wahre, Gute und Schöne im Leben zu suchen und zu fördern oder uns von Lügen, Zerstörung und Hässlichkeit beherrschen zu lassen. Wir können mutig für unsere Erkenntnis eintreten oder im "Mainstream" der Gewohnheiten mitschwimmen. Wir haben die geistigen Fähigkeiten, über die Wirklichkeit zu reflektieren, bewusst etwas neu zu denken und es in Zukunft anders zu machen. Wir können aus Erfahrung lernen und unsere Schlüsse ziehen.

Die Kraft der Reflexion ist ein Geschenk. Sie hilft uns, innezuhalten und zu überlegen, ob es Alternativen gibt, gerade in Zeiten, in denen uns suggeriert wird, es gäbe nur einen Weg. Der Weg, der uns aktuell zum vermeintlichen Wohle aller als der Weg ins Paradies auf Erden angeboten wird, ist der Weg der vollständigen digitalen Vernetzung: Die Menschen sollen mit den Dingen, die Dinge mit anderen Dingen und die Menschen mit den Menschen virtuell verbunden sein. Je "besser" alles und alle aufeinander abgestimmt sind, umso effizienter bewegt sich die gigantische Verhaltens- und Konsummaschinerie nach dem Taktstock einiger weniger. Wir kennen dabei nicht das Stück, das zur Aufführung kommt, weil wir nur ein kleiner Teil des Ganzen sind, aber nicht die Regisseure.

Immer mehr Menschen bedenken diese Entwicklung und bringen ihr Interesse an einer Welt zum Ausdruck, die dem Ziel der Freiheit und dem Primat des Schöpferischen folgt. Diese Entwicklung fußt auf der urmenschlichen Erfahrung: Wir können – jeder von uns – selbst denken, entscheiden, handeln und gestalten. Wir von Alnatura spüren immer stärker die Sehnsucht vieler Menschen nach einer schöpferischen Welt, die von Menschen gestaltet und schön ist. Das macht uns Mut.

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Januar 2015

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

im vergangenen Jahr haben wir im Unternehmen den "Alnatura wirkt-Tag" für alle Mitarbeiter eingeführt. Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter hat die Chance, jedes Jahr einen Arbeitstag für soziale, biologische oder kulturelle Projekte zu nutzen.

Ich habe gemeinsam mit zehn Filialkolleginnen und -kollegen den "Alnatura wirkt-Tag" auf dem Demeter-zertifizierten Luisenhof der Familie Henze in Niederdorfelden erlebt. Unsere Filialen im Rhein-Main-Gebiet werden durch den Luisenhof mit Gemüse und Salat beliefert. Nach einer kurzen Einführung ging es gleich auf die Felder, um circa 700 Köpfe Salat zu schneiden, zu säubern und je acht Köpfe in eine Kiste zu legen. Anschließend haben wir zwei Stunden lang "unerwünschte" Kräuter und Gräser um die Salatköpfe weggeharkt. Nach einer Kürbissuppe machten wir uns ans Ernten der Kürbisse und deren Verladung in großen Holzkisten. Mir taten am frühen Abend "alle Knochen weh", denn das ständige Bücken und Tragen bin ich nicht gewohnt. Tief beeindruckt war ich erneut von der Kompetenz und dem Engagement des Bauern Henze. Von Ernte zu Ernte werden auf dem Hof die Bedingungen verbessert, zum Beispiel werden die Salate in Reihen auf Wällen gepflanzt, damit sie sich besser entfalten können, oder die besten Kürbisse werden ausgewählt, um daraus eigenes Saatgut zu gewinnen.

Erneut ist mir klar geworden, wie wichtig es für die Zukunft ist, dass wir den biologischen Landbau in unseren Breiten ermöglichen. Auch sollten wir uns klarmachen, wie viel Arbeit notwendig ist, um die Bio-Produkte zu erzeugen.
Im Vergleich zur steigenden Nachfrage an Bio-Lebensmitteln wächst die Bio-Landbaufläche in Deutschland wesentlich geringer. Dies hat zur Folge, dass manche Produkte in unseren Super Natur Märkten nicht immer für Sie vorrätig sind. Um mehr Bio-Bauern in Deutschland zu gewinnen, hat Alnatura "ABBI", die Alnatura Bio-Bauern-Initiative, ins Leben gerufen. Wir stellen sie Ihnen ab diesem Monat in unserem Magazin vor.

Mit Bauer Henze arbeiten wir übrigens schon seit fast zehn Jahren zusammen.
Er kommt auf seinem Betrieb wirtschaftlich zurecht. Das verdanken wir Ihnen, unseren Kunden; Sie schaffen durch Ihren Einkauf die Voraussetzungen für den Salatanbau auf dem Luisenhof und für viele weitere Bio-Bauern.

 

Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn

Prof. Dr. Götz E. Rehn,
Gründer und
Geschäftsführer Alnatura

Mit herzlichen GrüßenUnterschrift von Geschäftsführer Prof. Dr. Götz E. Rehn