Hirschhornsalz - was ist das?

Hirschhornsalz ist ein Backtriebmittel. Es wird zur Lockerung von Flachgebäcken benutzt, wie z. B. Mürbeteig, Spekulatius oder auch für Lebkuchen. Es ist nicht geeignet für so genanntes Hochgebäck (z. B. Kuchen) und unterscheidet sich von Backpulver unter anderem durch das Fehlen saurer Bestandteile.

Hirschhornsalz wurde früher durch trockenes Erhitzen ("trockene Destillation") von Horn, Leder, Klauen und ähnlichem gewonnen. Auch wenn der Name dies vermuten lässt, wurde Hirschhornsalz nicht aus Hirschgeweihen hergestellt. Hirschgeweihe bestehen aus markloser Knochensubstanz und nicht aus Horn. Der Name kommt aber tatsächlich von dem Irrglauben, Hirschhornsalz würde aus Hirschgeweihen hergestellt.

Heute besteht Hirschhornsalz aus einer Mischung der Mineralien Ammoniumhydrogencarbonat, Ammoniumcarbonat und Ammoniumcarbamat und wird nicht mehr vom Tier gewonnen. Die Herstellung von Hirschhornsalz erfolgt aus einer Mischung von Ammoniumchlorid, Calciumcarbonat und Holzkohle.