Warenkunde: Açaí-Beere Superfood

Neben exotischen Zutaten wie Weizengras, Moringa, Chia-Samen, Kokosöl oder Goji-Beeren erfährt eine kleine, violett-blaue Beere immer größere Aufmerksamkeit: die Açaí-Beere.

Superfood … Was ist das eigentlich? Der Begriff wurde in der jüngeren Vergangenheit geprägt und steht im Allgemeinen für bestimmte Lebensmittel, die, im Vergleich zu "Kollegen" aus ihrer Gruppe, einen überdurchschnittlichen Anteil an Nährstoffen aufweisen. Und da gesunde Ernährung immer mehr an Bedeutung gewinnt, steigt auch das Interesse an nährstoffreichen Zutaten. Besonders im Raw Food, also in der Rohkost-Küche, findet sich der Begriff Superfood oft wieder.

Açaí-Beeren (sprich ass-a-i) wachsen auf bestimmten Palmen, den Kohlpalmen (lat. euterpe oleracea), die im südamerikanischen Amazonasgebiet heimisch sind, und werden seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel verwendet. An feuchten bis sumpfigen Standorten, also in Meeres- oder Flussnähe, wachsen sie besonders gut. Die Palmen haben für die Menschen in den Anbaugebieten eine besondere Bedeutung: Denn sowohl die Beeren als auch die Palmherzen sind essbar und liefern damit einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Menschen, die sie entweder selbst essen oder verkaufen können. Bei der Ernte von Açaí-Beeren werden nur die Büschel, an denen die Beeren hängen, von der Palme getrennt. Somit bleibt die Pflanze selbst erhalten. In der Vergangenheit wurde Açaí als "Schlankmacher" vermarktet, jedoch konnte diese Wirkung nie durch wissenschaftliche Studien untermauert werden. Superfoods wie Açaí und Co. liefern jedoch wichtige und wohlschmeckende Beiträge, um einen gesunden Lebensstil zu unterstützen, sind aber nicht die Voraussetzung dafür.

Besonders wegen des hohen Gehalts an Antioxidantien ist Açaí aus den Fitnessstudios und Wellness-Oasen Südamerikas nicht wegzudenken und findet auch in Europa immer mehr Anhänger. Açaí findet man pur hauptsächlich in Form von Pulver, Saft und Tabletten, es gibt aber auch immer mehr Produkte, die Açaí in mehr oder minder großer Konzentration enthalten: Schokolade, Konfekt, Frucht-Sorbets, Smoothies, aber auch Naturkosmetik gibt es mit der prominenten Beere als Zutat. Das Pulver lässt sich in der Küche vielseitig verwenden: Man kann es beispielsweise in selbst gemachte Smoothies oder Getränke mixen oder süßen Speisen wie Kuchen, Pudding, Eiscreme oder anderen Desserts eine violette Farb- und besondere Geschmacksnote verleihen.