Helden! – Snacks für Kinder ohne "komischen Quatsch"

foodforplanet stellt unter dem Namen Helden! Snacks für Kinder her und verspricht: Sie sind ohne “komischen Quatsch“. Was das bedeutet, erfuhren wir bei einem Besuch im bayerischen Kleinheubach.

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Die bunten Verpackungen der Snacks erinnern an Comics. Lautmalereien wie Rumms!, Kick! oder Zack! stehen auf Sprechblasen. “Das ist ein Ausdruck von Energie, die der Snack Kindern gibt“, erklärt Frank Erbacher, Geschäftsführer der Marke Helden!. Und Helden, das sind natürlich die Kinder.

Die Bio-Snacks für Kinder gibt es seit Februar 2014, da wurden sie erstmals auf der Bio-Messe Biofach vorgestellt. Die Idee dahinter: eine natürliche Alternative zu den konventionellen Snacks für Kinder zu bieten. “Die Qualität der Lebens­mittel für Kinder fanden wir nicht gut genug. Das war für uns eine Herausforderung. Wir wollten Pausensnacks für Kinder machen, die sie auf natürliche und ehrliche Weise stärken. Jedes Kind soll die Zutaten kennen und verstehen. Außerdem sollen die Produkte bezahlbar sein, die meisten kosten einen Euro, nicht mehr. Es soll für das Kind attraktiv sein und gleichzeitig auch natürlich. Ein vernünftiger Nährwert ist neben Geschmack und Verpackung sehr wichtig“, so Erbacher zu seiner Motivation und seinen Zielen.

Wie attraktiv die Snacks für Kinder sind, wird bei Verkostungen in Schulklassen getestet. Zum Beispiel in der 4b der Grundschule Kleinheubach. Die Kinder sind ein wenig aufgeregt und ziemlich gut gelaunt. Endlich dürfen einmal sie die Schulnoten vergeben. Marina Hüsam, Vertriebsleiterin von HELDEN!, begrüßt die Kinder und fragt, wie sie das Produkt, in diesem Fall den Paprika-Snack Rumms!, in Aussehen, Duft und Geschmack finden. Gut, neutral oder schlecht? Konzentriert und kritisch testen, prüfen, riechen und schmecken sie. Und das Urteil fällt gut aus: Mit einer Ausnahme würde die gesamte Klasse den Snack wieder essen wollen. Rumms! hat bestanden. Und das ganz ohne Spickzettel und künstliche Aromastoffe.

Helden! Schulkinder

Nicht weit von der Grundschule Kleinheubach entfernt liegt die Mühle, aus der das Bio-Dinkelmehl für die Helden! Snacks stammt: die Ottenmühle in Eichenbühl. Das Getreide bekommt die Mühle zum Teil aus der näheren Umgebung, die Hauptmengen aber aus der Erzeugergemeinschaft EG Hofheim in Unterfranken. Diese betreibt schon lange Vertragsanbau mit Bio-Bauern, hat relativ große Lager und unternimmt selbst die Qualitätsprüfungen.

Müller Jochen Vollhardt erklärt, wie aus Getreide Mehl wird: “Bei der Getreideannahme werden Muster gestochen und anschließend auf die Feuchtigkeit, Enzymaktivität und den Proteingehalt untersucht – das sind wichtige Qualitätsindikatoren, denn je nach Verarbeitung gibt es ganz unterschiedliche Anforderungen. Wichtig ist beim Produktionsprozess eine sehr gründliche Reinigung des Getreides: Das Korn wird durch Aspiratoren (Luftstrom), mit Sieben und Magneten sorgfälltig gereinigt. Anschließend wird das Korn mit der Netzschnecke befeuchtet, sodass es sich leichter von den Kleien (der Schale) trennen lässt. In der Scheuermaschine reiben die Körner anein­ander, damit die äußere Schalenschicht abfällt. Das Mahlen vollzieht sich in mehreren Stufen von Aufschroten über Auflösen bis zum Vermahlen.“ Die Mühle ist seit 1852 im Besitz der Familie Vollhardt – und seitdem hat sich viel verändert. Heute ist der gesamte Prozess hochtechnisiert und über einen Schaltschrank automatisiert.

Helden! Dinkel mit und ohne Spelze

Die beiden Geschäftspartner sind sich sehr ähnlich in ihrem Anspruch an ihre Arbeit, aber auch in der Verknüpfung von Tradition und Fortschritt. So wie die Ottenmühle sind auch die Produzenten der Helden! ein Familienunternehmen seit mehreren Generationen. Beide setzen auf Qualität und Natürlichkeit der Rohstoffe sowie auf hochmoderne Technik.

Mit Begeisterung und Stolz stellt Produktionsleiter Tobias Müller das Herzstück der Helden-Snack-Produktion vor: den Extruder. In ihm wird ein Teig aus Dinkel, Mais und Soja frisch zubereitet, mit Hitze und unter Druck durch eine kleine Düse zum Beispiel in kleine Blitze gepresst und durch ein sich drehendes Messer geschnitten. Die noch feuchten Snacks werden in einer sich drehenden Trommel bei 200 Grad Celsius getrocknet. Durch den Coater werden die Blitze mit Öl bestäubt und anschließend über die Dosierschnecke mit der Paprika-Würzmischung in einer Rotation gleichmäßig bestäubt. Fertig ist der Rumms!. Bevor der Snack abgepackt wird, geht es in die Qualitätskontrolle. Hier werden unter anderem Größe und Gewicht geprüft. Über eine Mehrkopfwaage wird die Ware portioniert und kommt danach in die Schlauchbeutelmaschine – durch eine Verschweißung oben und unten entsteht dann die Tüte. Doch es dauert sicher nicht lange, bis die Tüte wieder geöffnet wird. Kleine Helden sind schließlich hungrig.

››› Gabriele Storm

Kurz gefasst

  • Kinder-Snack-Marke des Unternehmens foodforplanet
  • Unternehmenssitz Kleinheubach in Unterfranken
  • Gründung 2014
  • Mitarbeiter 21 als Teil des Familienunternehmens Erbacher
  • Anspruch 100 % Natur, 0 % künstlich, 0 % zugesetzter Zucker
  • Jeder Snack hat einen Energiewert von nicht mehr als 150 bis 200 kcal