Warenkunde: Aprikose

Die Aprikose, im österreichischen auch liebevoll Marille genannt, schaut auf eine spannenden Kulturgeschichte zurück. Hier erfahren Sie mehr über das samtweiche und zuckersüße Steinobst.

Warenkunde Aprikose

Aprikose, Albicocca, Marill – gleichgültig in welcher Sprache, sie wird selten ohne einen Anflug von Zärtlichkeit genannt.

Kein Wunder, denn das Steinobst ist samtweich, zuckersüß, leicht vom Stein zu lösen und gerade so saftig, dass einem das Wasser im Mund zusammen-, aber nicht die Mundwinkel herunterläuft.

Ursprünglich in China beheimatet, ist die Aprikose mit den Feldzügen Alexanders des Großen zuerst ans Mittelmeer und später in römischen Tornistern auch über die Alpen getragen worden. Überhaupt waren die Römer verrückt nach ihr, wie das Kochbuch des Apicius bezeugt. Auch die Völker des Orients schätzten die typische Oasenfrucht, süßsauren Fleischgerichten hat sie eine besondere Note verliehen.

Aprikosen blühen früh im Jahr und sind spätfrostgefährdet, jährlich schwankende Ernteerträge sind die Folge. Unsere Aprikosen kommen vor allem aus Griechenland, Italien und Frankreich. Europas größter Produzent Türkei verwendet den überwiegenden Teil der Ernte zur Trockenfruchtbereitung.