Ristic – Alnatura Mangroven-Initiative

Mangrovenwälder sorgen für Artenvielfalt und binden große Mengen an klimaschädlichem CO2. Doch weite Teile dieser wertvollen Biotope sind bereits zerstört. Wie die Bio-Garnelenzucht einen Beitrag zum Mangrovenschutz leisten kann, zeigen zwei Projekte in Costa Rica und Indien.

Einst galt die Garnele als seltene Delikatesse. Doch Aquakulturen, also Gehege zur Aufzucht von Meerestieren an Land oder im Meer, haben dieses Krebstier innerhalb weniger Jahre zum preisgünstigen Allzeit-verfügbar-Produkt gemacht. Heute finden Verbraucher in jedem Supermarkt Garnelenprodukte. Die Kehrseite der Medaille sehen sie nicht: Antibiotika, Abwässer und Chemikalien, während der Aufzucht eingesetzt, belasten die Gewässer.

Mangrovenpflanze

Viele Aquakulturen werden auf ehemaligen, abgeholzten Mangrovenflächen angesiedelt, so dass diese sich nicht erholen können. Mangroven sind Bäume und Sträucher an tropischen Küsten, die sich perfekt an ein Leben im Gezeitenwechsel angepasst haben. Mit ihren Stelzwurzeln sind sie ein wichtiger Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Garnelen dienen sie als Brutstätte und Kinderstube. Mangroven schützen auch die Ufer vor Hochwasser und mildern die Auswirkungen von Tsunamis. Und sie binden wesentlich mehr klimaschädliches CO2 im Boden als der Amazonasregenwald.

Alnatura Bio-Garnelen aus Costa Rica ...

Alnatrua Origin Garnelen

Ein Pilotprojekt im Westen Costa Ricas in Mittelamerika zeigt, wie Aquakulturen ökologisch und sozial verträglich aufgebaut werden können. An der Pazifikküste bewirtschaftet die Firma Ristic, langjähriger Alnatura Herstellerpartner aus Mittelfranken, eine Bio-Garnelenfarm. Sie ist Teil der Pure-Shrimp Initiative, mit der Ristic eine vorbildliche Aquakultur und Fischerei vorantreibt. Ökologische Garnelenzucht bedeutet unter anderem den Verzicht auf Antibiotika. In den Bio-Teichen werden deutlich weniger Garnelen gehalten als in konventionellen Aquakulturen. Auch erhalten die Tiere Bio-Futter. So bleiben das Ökosystem im Gleichgewicht und die Garnelen gesund – der Einsatz von Antibiotika wird nicht erforderlich.

Wegen ihrer großen ökologischen Bedeutung hat sich Ristic zum Ziel gesetzt, ehemalige Mangrovenflächen zu renaturieren. Alnatura unterstützt die Wiederherstellung eines Küstenabschnittes auf der Halbinsel Nicoya. Von dort stammt ein Großteil der Alnatura Origin Garnelen. Von jeder verkauften Packung gehen 15 Cent an das Mangrovenschutzprojekt in Costa Rica. Jedes Jahr ermöglicht das finanzielle Engagement von Alnatura die Renaturierung von drei Hektar Mangrovenwäldern, im Laufe der nächsten zehn Jahre also 30 Hektar.


... und Alnatura Black Tiger Bio-Garnelen aus Indien

Alnatura Origin Black Tiger Garnelen

Weltweit sind bereits rund 30 Prozent der ursprünglichen Mangrovenflächen zerstört. Auch im riesigen Gangesdelta im indischen Westbengalen sind dringend Aufforstungen nötig. Hier führt vor allem der enorme Bevölkerungszuwachs zu immer größeren Schäden an den verbliebenen Mangroven. Wie in Costa Rica engagiert sich Ristic auch in Indien mit einem ganzheitlichen Ansatz aus Mangrovenschutz, Integration der lokalen Bevölkerung und Aufbau von Bio-Aquakulturen. Projektpartner ist u. a. die indische Umweltorganisation Nature, Environment and Wildlife Society (NEWS). Sie führt gemeinsam mit Frauen der umliegenden Dörfer die Aufforstung und den Schutz der neuen Flächen durch. So bekommen die Frauen – sie haben in Indien traditionell kaum eigene Gestaltungsfreiheit – neue Einkommens- und Berufsperspektiven. Seit Sommer 2016 fördert Alnatura die Aufforstung dieser Küstenregion mit 15 Cent pro verkaufter Packung Black Tiger Bio-Garnelen. Im ersten Jahr sollen hierdurch 10.000 qm Fläche renaturiert werden.

Ob die etwas kleineren Bio-Garnelen aus Costa Rica oder die Black Tiger Bio-Garnelen aus Indien: Mit jedem Kauf hier in Deutschland unterstützen Alnatura Kunden die Fortführung eines sinnvollen Kreislaufs zwischen Mensch, Tier und Umwelt in Mittelamerika und Asien.

Garnelen aus Bio-Aquakultur

Garnelen (engl. "shrimps") enthalten viel Eiweiß und wenig Fett mit vielen Omega-3-Fettsäuren. Mehrere Tausend Arten weltweit sind bekannt, hiervon sind rund 350 essbar. Garnelen stammen aus Wildfang oder aus Aquakulturen, von denen weltweit erst wenige biologisch betrieben werden.


Worauf Bio-Aquakulturen achten:
  • Schutz bestehender bzw. Wiederaufforstung früherer Mangrovenwälder
  • niedrige Tierbesatzdichten
  • Verbot von Antibiotika und anderen Chemotherapeutika
  • Öko-Futter und -Düngemittel
  • alternative Zuchtverfahren