Logocos – Schönste Kopfarbeit

Wir besuchten die Pioniere der Naturkosmetik und erfuhr mehr über die jüngsten Produktneuheiten von Logocos.

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Am höchsten Punkt unseres Körpers wachsen nicht nur unsere Erkenntnisse – hier wächst auch kulturelle Symbolkraft und Ausdruck unserer Persönlichkeit: unser Haar. Es mag eitel klingen, dass Soldaten im antiken Griechenland mit ihren Helmen vor allem ihr Haar schützen wollten. Doch sie waren überzeugt: Im Haar steckt ihre Lebenskraft. Ihren Verlust musste Samson leidvoll erfahren, als Delila ihm die Locken im Schlaf abschnitt. Langes Haar ist ein Zeichen für Widerstand, vom Märchen bis ins 20. Jahrhundert. Für Rapunzel bedeutete das lange Haar die Befreiung aus der Gefangenschaft, für die 1960er- und 1970er-Jahre eine Befreiung aus bestehenden Konventionen. Eine Kahlrasur hingegen ist ein Ausdruck von Demut und Unterwerfung, ob vor Gott oder einem Oberbefehlshaber. Das freiwillige Abschneiden des Haars kann aber auch als Akt des Aufbruchs verstanden werden. Ein Neustart wie die Emanzipation der Frau in den 1920er- und 1930er-Jahren – so wurde der Bubikopf zum Symbol und Begleiter der Bewegung.

Bei Frauen und Männern signalisiert glänzendes, kräftiges Haar Gesundheit und Vitalität. Es wirkt attraktiv. Gesundes Haar ist das Ergebnis einer guten Pflege, am besten auf natürlicher Basis. Denn konventionelle Shampoos und Conditioner beinhalten oft Silikone und diese legen sich wie ein Film um das Haar: So wird die Aufnahme von pflegenden Substanzen verhindert, langfristig wird das Haar trocken und schwer. Naturkosmetik-Shampoos enthalten natürliche Inhaltsstoffe, die das Haar nachhaltig und von Grund auf schützen und pflegen.

Logocos – Hagebuttenschalen

Ein Spezialist in Sachen Haarpflege ist Logocos, Pionier der Naturkosmetik, den das Alnatura Magazin in Salzhemmendorf besucht hat. Das Unternehmen, das vor fast vierzig Jahren gegründet wurde, gilt als außergewöhnlich innovationsstark. So hat es beispielsweise 2014 den ersten Naturkosmetik-zertifizierten farbigen Nagellack auf den Markt gebracht. Der neueste Coup? Die Logona Systemhaarpflege. Hier stehen drei Linien zur Verfügung, die auf unterschiedliche Haarbedürfnisse ausgerichtet sind. Für trockenes, strapaziertes Haar mit sensibler Kopfhaut eignen sich Logona Shampoo und Conditioner "Feuchtigkeit". Auf Basis von Bio-Aloe-vera wird das Haar mit Feuchtigkeit versorgt und so geschmeidig weich gepflegt. Einzigartig in der Naturkosmetik ist das Hitzeschutzspray aus der gleichen Serie. Die Feuchtigkeitsformel aus Aloe vera, Bambusextrakt und natürlichem Betain bewahrt das Haar vor dem Austrocknen. Zusätzlich schützt der Wirkstoffkomplex aus der Zuckerrübe und hydrolisierter Maisstärke das Haar bis zu sechs Minuten bei einer Hitzebelastung bis zu 200 Grad Celsius. Glätteisen und Föhn verlieren so ihren Schrecken. Welche Frisur man sich auch in den Kopf gesetzt hat, die Haare nehmen es nicht übel.

Logocos – Calendulablüten

Auf Bio-Arganöl basiert die Systempflege "Glanz" für sprödes und geschädigtes Haar. Shampoo, Conditioner und Haarspitzenfluid bestehen aus der Glanzformel Bio-Argan-, Aprikosen- und Inca-Inchi-Öl, die die Haarstruktur verbessert und so dem Haar Glanz verleiht. Aufbau und Kräftigung für feines, kraftloses Haar verspricht die Systemhaarpflege "Age Energy" mit der Aufbauformel mit Koffein, Gojibeeren- und Granatapfelextrakt sowie natürlichem Betain. Shampoo, Conditioner und Haarkur verleihen dem Haar Spannkraft und Volumen. Die Haarkur kann man übrigens einfach im Haar lassen, Ausspülen ist nicht notwendig. Genauso wie das Repair-Haaröl mit dem neu entdeckten Inca Inchi. Das angenehm süßlich-nussig duftende Haaröl wird ins handtuchtrockene Haar einmassiert – fertig. Monika Meyer, Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung, zeigt hierzu Mikroskop-Aufnahmen der Haarschuppenschicht vor und nach einer einmaligen Anwendung. Wenn man sich die Schuppenschicht wie einen Tannenzapfen vorstellt, sieht sie vor der Anwendung aus wie ein geöffneter und danach wie ein geschlossener Tannenzapfen.

Logocos – Forschung und Entwicklung

Wie findet man eigentlich heraus, welche Inhaltsstoffe Pflanzen in sich tragen? Meyer schmunzelt: "Lesen, lesen, lesen! Da steckt sehr viel Literaturarbeit drin. Außerdem arbeiten wir mit Universitäten zusammen. Das ist immer ein Prozess. Ganz spannend ist gerade ein Forschungsprojekt, bei dem wir Inhaltsstoffe in den Pflanzenblättern gefunden haben, die es in dieser Konzentration noch nie auf natürlichem Wege gab. Aber mehr darf ich an dieser Stelle dazu leider nicht sagen."

Kein Geheimnis hingegen ist, wie die Inhaltsstoffe bei Logocos gewonnen werden. Die hauseigenen Pflanzenextrakte werden mit der einmaligen Ultraschall-Extraktionsanlage hergestellt. Heinz-Jürgen Weiland, Vorstand Forschung und Entwicklung, hat sie einst selbst aus Einzelkomponenten mitaufgebaut. Der Ultraschallgenerator sprengt die Pflanzenzellen auf, damit der Inhaltsstoff schneller an das Lösemittel abgegeben wird. Dieses Lösemittel ist in der Regel Wasser-Ethanol oder Wasser-Ethanol-Glycerin, das sich im Laufe der Zeit sättigt. Der Prozess dauert sechs bis acht Stunden. Zum Schluss befinden sich alle Inhaltsstoffe aus der Pflanze in der Flüssigkeit, dem Extrakt. Aber ein Extrakt macht noch lange kein Produkt.

Logocos – Produktion

"Die Produkte basieren auf fein durchkomponierten Rezepturen, die 20 bis 50 pflanzliche Rohstoffe beinhalten", so Meyer. "Es sind sehr komplexe Naturprodukte. Dazu kommen unterschiedliche Tenside, also waschaktive Substanzen, das sind meist Kompositionen von drei bis vier Rohstoffen. Herausforderungen hierbei sind zum Beispiel auch die Schaumwirkung und -stabilität. Es gibt auch nicht den einen Inhaltsstoff für gute Kämmbarkeit, es ist immer eine Kombination aus mehreren Komponenten." Und wie lange dauert es, bis ein Produkt entwickelt ist? "Das ist sehr unterschiedlich. Das ›Age Energy‹-Shampoo war eine richtig harte Nuss. Da haben wir 50 Versuche gebraucht, bis alles gepasst hat. Aber schließlich muss es für den Verbraucher sicher sein." Sicherheit und Qualität werden bei Logocos großgeschrieben. Logocos bezieht über 600 verschiedene Rohstoffe aus der ganzen Welt. Sie alle durchlaufen eine strenge Qualitätskontrolle. Nach wie vielen Kriterien getestet wird, ist abhängig vom Rohstoff. Der Rohstoff bekommt eine Chargennummer, die Mikrobiologie zieht Muster. Auch aus Anfang, Mitte und Ende der laufenden Produktion werden Muster der Produkte gezogen – es sind Rückstellmuster, die ein Jahr über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus aufbewahrt werden. Von jedem neu entwickelten Produkt wird ein Epikutantest (Patch-Test) bei mindestens 20 Probanden gemacht, um Kontaktallergien auszuschließen. "Die Kosmetikverordnung verlangt das nicht. Es ist unser Anspruch, diese Sicherheit zu geben", unterstreicht Meyer. Und "bei nur einer Irritation würde das einen großen Alarm auslösen".

Das Qualitätsbewusstsein mündet bei Logocos in ein Qualitätsversprechen – unterzeichnet von Weiland persönlich. Er betont: "In unseren Rezepturen verwenden wir nur hochwertige Rohstoffe, bei der Auswahl der Anbieter sind wir daher sehr wählerisch." Wo immer es möglich ist, werden Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau eingesetzt, der Verzicht auf synthetische Farbstoffe, Rohstoffe der Erdölchemie sowie Genmanipulation ist obligatorisch. Die schonende Rohstoffverarbeitung bewahrt die inneren Werte. Besonderen Wert legt Logocos auf den Tierschutz: Das Unternehmen geht aktiv gegen Tierversuche vor. Eine Haltung, die Naturkosmetik noch schöner macht.

Schon gewusst?

Logocos – Packshots

  • Haare sind lange Hornfäden. Sie bestehen hauptsächlich aus Keratin
  • Keratin ist äußerst haltbar: In ägyptischen Gräbern fand man intaktes Haar
  • Blondhaarige haben die meisten Haare auf dem Kopf (150.000), gefolgt von Schwarzhaarigen (110.000), Braunhaarigen (100.000) und Rothaarigen (75.000)
  • täglich verliert der Mensch 60 bis 100 Haare
  • ein Haar wächst etwa 1 cm pro Monat
  • nach 6 bis 8 Jahren fällt ein Haar aus

››› Gabriele Storm

Kurz gefasst

  • Hersteller der Naturkosmetikmarken Logona, Sante, Heliotrop sowie Fitne Health Care
  • Gegründet 1978 von Hans Hansel 
  • Unternehmenssitz Salzhemmendorf (Niedersachsen)
  • Mitarbeiter 340
  • Jahresumsatz 50 Mio.
  • Export in 50 Länder
  • Zertifiziert nach BDIH und NATRUE
  • Mitgründer der Kampagne "Dem Leben verpflichtet" gegen Tierversuche (gemeinsam mit PETA)