Lebensbaum

Inder, Japaner, Ägypter, Europäer – sämtliche Hautfarben und zahlreiche Kulturen belebten Ende August das niedersächsische Diepholz. Der Anlass: 30 Jahre Lebensbaum, 60 Jahre Ulrich Walter sowie die Einweihung des Logistikzentrums und der neuen Produktionsstätten.

Lebensbaum

Nachdem rund 8.000 Besucher tagsüber die Firmengebäude besucht hatten, kamen am Abend 500 geladene Gäste aus aller Welt zum Jubiläumsfest. Die Laudatoren Sanjay Bansal von Ambootia Teagarden aus Indien sowie Helmy Abouleish, Geschäftsführer der Sekem- Group aus Ägypten, beide langjährige Partner von Lebensbaum und inzwischen enge Freunde von Ulrich Walter, betonten die Fairness und das menschliche, respektvolle Miteinander, die die gute Zusammenarbeit seit jeher prägen. Prof. Dr. Götz Rehn, Gründer und alleiniger Geschäftsführer von Alnatura, würdigte in seiner Festrede das Lebensprojekt "Lebensbaum" von Ulrich Walter, den er als "Ur-Wurzel" des Ganzen bezeichnete. Die Qualität der Produkte, die Offenheit des Gründers sowie die Kundenorientiertheit und gesellschaftliche Verantwortung, die das Unternehmen auszeichnen, bezeichnete er als die entscheidenden Bausteine für den Erfolg des Unternehmens.

Lebensbaum

Statt Geschenken wurde um Spenden für die Lebensbaum-Stiftung gebeten, die 2007 aus dem regionalen und internationalen Engagement des Unternehmens hervorging. Zu den geförderten Projekten gehört zum Beispiel die Justo-Sierra-Grundschule auf der Demeter-Kaffeeplantage Finca Irlanda im mexikanischen Chiapas. Derzeit besuchen rund 50 Kinder die Schule und den angeschlossenen Kindergarten. Drei Lehrer und drei Betreuer kümmern sich um die Kinder, die neben der qualifizierten Betreuung und Ausbildung auch Frühstück und Mittagessen in der Schule erhalten. "Eine gute Bildung ist nach wie vor der beste Weg in eine selbstbestimmte, gesicherte Zukunft", so Ulrich Walter.

Lebensbaum

In der eigenen Region sponsert die Lebensbaum-Stiftung die Arbeit der Bürgerstiftung Agenda 21, die für Nachhaltigkeit im Diepholzer Raum eintritt. Nachhaltigkeit wird auch im Hause Lebensbaum großgeschrieben. So wird bei der Veredelung und Verpackung der ökologischen Rohstoffe am Standort Diepholz darauf geachtet, Umwelt und Klimaschutzaspekte zu integrieren. Geheizt wird mit einer neugebauten Erdwärmeanlage, der gesamte Strombedarf des Unternehmens wird durch regionalen Naturstrom gedeckt. Dokumentiert und für jeden nachlesbar sind alle Umwelt- und Gesellschaftsaktivitäten der Ulrich Walter GmbH im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht.

Bedenkt man, dass die Geschichte von Lebensbaum vor 30 Jahren mit dem Idealismus des Ehepaars Walter und einem kleinen Bio-Laden in Diepholz begonnen hat, staunt man heute über die hochmodernen Produktionsanlagen und das neue Logistikzentrum. Trotz der gelebten Internationalität ist das Unternehmen in der Region tief verankert, und Ulrich Walter, der langbärtige Wollpulli-Träger von einst, genießt heute als mittelständischer Unternehmer hohes Ansehen.

Mehr Infos zu Lebensbaum finden Sie unter www.lebensbaum.de

Kurz gefasst

  • 1979 wurde das Unternehmen als Naturkostfachgeschäft »Lebensbaum« gegründet.
  • Es ist spezialisiert auf die Produktion von Kaffee, Tee, Kräutern und Gewürzen aus ökologischem Anbau und ist in diesen Bereichen Marktführer.
  • Die Lebensbaum-Rohwaren stammen aus über 40 Ländern rund um den Erdball – 40 Prozent davon aus Europa.
  • Das Unternehmen verbindet Modernität mit der konsequenten Orientierung an Nachhaltigkeitskriterien und wurde dafür bereits mehrfach ausgezeichnet (u. a. Innovationspreis des Bundesverbraucherschutzministeriums, BAUM -Umweltpreis, Bremer Umweltpreis Nordwest).
  • Im Unternehmenssitz in Diepholz sind 100 Mitarbeiter beschäftigt.
  • Der Jahresumsatz liegt bei 30 Millionen Euro.