Herbaria

Das duftende Paradies von Herbaria umfasst mehr als 200 Gewürze und Gewürzmischungen – und wir durften einen Blick hinter die Produktionskulissen des Unternehmens werfen.

Herbaria

60 Kilometer entfernt von München liegt inmitten von Wald, Kuhweiden und umgeben von einem erhabenen Bergpanorama des Wendelsteins das verträumte, verschlafene Örtchen Fischbachau. Gar nicht verschlafen hingegen ist das, was hier seinen Ursprung hat – die Gewürzkreationen von Herbaria.

In enger Zusammenarbeit mit dem renommierten Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger entwickelt das Bio-Unternehmen Herbaria immer wieder aufs Neue Gewürzmischungen, die so eigen wie ihre Namen und ihr Erscheinungsbild sind. Ob der "Himmel auf Erden", die "Große Karawane" oder "Sissis Sünd" – hinter den Namen, die wie Gedichte klingen, und detailverliebten, edel anmutenden Gewürzdosen stehen lange Entwicklungsprozesse und immer wieder besondere Entstehungsgeschichten. Wollte man jede einzelne erzählen, entstünde bei über 200 Kreationen ein Herbaria Gewürzroman. Ein Roman, der von ungewöhnlichen Begegnungen, Harmonie und Sinnlichkeit erzählen würde.

Herbaria

Mit der Gewürzlinie Bio-Feinschmecker wurde 2006 die Idee Wirklichkeit, Bio zu einem kulinarischen Fest werden zu lassen. Der Anspruch, aus Rohstoffen in höchster Bio-Qualität innovative Geschmackskompositionen zu schaffen, die Gourmets begeistern, treibt Herbaria bis heute an.

Erwin Winkler, Geschäftsführer von Herbaria, beschreibt diese Haltung in den Worten "Zukunft kommt, Qualität bleibt". Dahinter steht auch die Überzeugung, dass hochwertige Bio-Produkte nicht in Masse produziert werden können, sondern der Bio-Markt ein Individualmarkt ist.

Die Ursprünge des Unternehmens

Herbaria

reichen bis in das Jahr 1919 zurück – damals war Herbaria als Kräuterfirma gegründet worden, die unter anderem zahlreiche Heilkräutertees herstellte und vertrieb. Diese findet man auch nach wie vor im Herbaria Sortiment. Im Jahr 2000 zog das Unternehmen vom Schliersee nach Fischbachau, wo sich der heutige Firmensitz in einer ehemaligen Mehlfabrik befindet. Die Einführung der charakteristischen Bio-Gewürzmischungen 2006 erlebte Winkler, der seit 2000 im Unternehmen ist, auch als persönliche Entwicklung: Anfangs von betriebswirtschaftlichen Interessen motiviert, ist er heute durch und durch von Bio überzeugt. "Bio sollte Normalität sein", so Winkler. Denn in der konventionellen Lebensmittelherstellung sieht er nicht abschätzbare Gefahren – Gentechnik sei da nur ein Beispiel unter vielen. Lebensmittel im Einklang mit ethischen und moralischen Vorstellungen herzustellen, das ist ihm wichtig.

Herbaria

Dazu gehört neben einem respektvollen Umgang mit der Natur eine partnerschaftliche, faire Handelsbeziehung mit dem Produzenten. Wo es möglich ist, bezieht Herbaria Rohstoffe aus der Region. Zahlreiche Gewürze müssen naturgegeben importiert werden – Herbaria bezieht einen Großteil aus Chile und Indien. In der Zusammenarbeit mit den Lieferanten legt man großen Wert auf langfristige Verträge – darüber hinaus werden die Bewohner des indischen Naturreservats Lake Periyar, woher der Pfeffer für Herbaria stammt, in einer Kooperative unterstützt.

Die Rohstoffe finden aus der ganzen Welt

Herbaria

ihren Weg zu Herbaria, die Gewürzmischungen wiederum in die ganze Welt hinaus: Herbaria exportiert unter anderem nach Taiwan, in die Beneluxstaaten und nach Schweden. "Wilde Hilde" reist dann unter dem Namen "Luscious Lettuce" (übersetzt: köstlicher Kopfsalat) in die Welt. International ist auch der Hintergrund des Spitzenkochs Konrad Geiger. Der Schöpfer der Herbaria-Köstlichkeiten mit bayerisch-schwäbischen Wurzeln wuchs an der Westküste der Vereinigten Staaten auf und ließ sich als Koch des luxuriösen Kreuzfahrtschiffs MS Europa auf der ganzen Welt kulinarisch inspirieren. Eine Quelle, aus der er für Herbaria aus dem Vollen schöpft und wodurch er mit immer wieder neuen und ungewöhnlichen Kompositionen überrascht und begeistert. Manchmal regen ihn auch seine Kinder zu neuen Kompositionen an, wenn sie zum Beispiel an einem heißen Sommertag mit einem Korb voller Beeren und der Aufforderung nach Hause kommen, dass Papa daraus etwas zaubern soll. So entstand die "Kleene Lene" – mit Hibiskusblüten, Zitronengranulat, Heidelbeerflocken, Himbeergranulat, Zimt und Vanille.

Herbaria

Von der Idee bis zur fertigen Gewürzmischung vergehen sechs bis neun Monate. Nach den ersten Proben, die Geiger von Herbaria verkosten lässt, wird getestet, kalkuliert und recherchiert. Passt die Mischung in eine der 14 Feinschmeckerlinien? Gibt es ausreichend Rohstoffe, und woher bezieht man sie? Ist dies gelöst, bekommt die neue Gewürzkomposition nach langen, intensiven gemeinsamen Überlegungen ihren Namen und ihre individuell gestaltete Verpackung. Die stapelbare Aromaschutzdose ist eine Erfindung der Herbaria – abgesehen von ihrer Ästhetik ist die Dose aus Weißblech als besonders nachhaltig ausgezeichnet worden. Und sie hat einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die Gewürze halten sich sehr lange und bleiben stets aromatisch. Grund dafür ist der doppelte Verschluss: Nimmt man den Deckel der Gewürzdose ab, gibt es noch einen weiteren Verschluss, der das Aroma bewahrt. Eine Idee, die Winkler mit Erfolg durchgesetzt hat – und die mittlerweile auch Nachahmer findet.

Wie vielfältig man die Gewürzkreationen einsetzen kann,

Herbaria

dazu liefert Geiger eine Fülle von Inspirationen. Ob als Berater für Gastronomen, die auf Bio umsteigen und sich dazu kulinarisch weiterentwickeln wollen, oder als Experte in Seminaren, Kochkursen und beim Schaukochen. Für viele Gewürze schlägt Herbaria ein Rezept vor und dazu auch die Anleitung, wie man am besten würzt – konkret: in welcher Menge und zu welchem Zeitpunkt. Geiger empfiehlt: "Keine Angst beim Würzen. Haben Sie Mut zur eigenen Kreativität. Gewürze sind eine wunderbare Erfindung der Natur, die unsere Küche bereichern. Erst mit raffinierten Gewürzen werden viele Speisen zu köstlichen Delikatessen."

Weitere Infos zu Herbaria unter www.herbaria.de