Feine Kost im neuen Kleid

Die Bio-Marke bio-verde des Feinkostherstellers Isana kommt ab März im neuen Produktdesign in die Regale. Alnatura durfte bereits vorab einen Blick auf das neue Design werfen.

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Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum macht sich die Bio-Feinkostmarke bio-verde fein und wirft sich in Schale. Oder vielmehr: in ein neues Verpackungsdesign. Thomas Hörl, Geschäftsführer von Isana, wirft jedoch ein: "Den neuen Markenauftritt haben wir nicht vom Firmenjubiläum abhängig gemacht – es war einfach Zeit für ein neues Gewand!"

Thomas Hörl, Geschäftsführer von Isana

Das Bio-Feinkostunternehmen aus dem bayerischen Eresing ist heute auf dem europäischen Markt nicht nur führend, sondern gilt als Bio-Feinkostpionier. Isana hat Feinkost in die Bio-Läden gebracht. Und zwar in einer Zeit, als Bio in erster Linie als gesund definiert wurde. Schlemmen? Das war in der Branche eher verpönt. "Als wir mit unserer Weißmehl-Pasta kamen, haben viele gesagt: Das ist Verrat an unserem Gedanken. Man muss alles aus Vollkorn machen! Bio hatte ja eine Zeit stark polarisiert, das war ein Politikum", erinnert sich Hörl. Doch schon immer war er der Meinung, der Naturkostladen mit seiner Besinnung auf natürliche Produkte sei prädestiniert dafür, Feinkost zu vertreiben. Denn: "Für richtige Feinkost ist Bio die Grundvoraussetzung: völlige Naturbelassenheit ohne Chemie, ein naturgemäßer Reifeprozess", erklärt er. Hörl vertritt die Überzeugung, dass sich ohne Bio-Rohstoffe kein echtes natürliches Feinkostprodukt herstellen lässt. Für ihn gehören beispielsweise keine Aromastoffe hinein, auch keine natürlichen. Es geht ihm um den natürlichen Geschmack. "Grundlage ist die Naturküche, das bedeutet, auf das Wesentliche zu reduzieren und so wenig wie möglich zu behandeln", so Hörl mit Nachdruck. Er fügt hinzu: "Faire Handelsbedingungen und Transparenz sind dabei selbstverständlich."

bio-verde olivencreme

Die Suche nach dem unverfälschten Naturgenuss: Dieses Motto stand schon immer im Mittelpunkt von Hörl und seinem Partner Walter Lutz, die zusammen seit Ende der 1980er-Jahre die Ausrichtung und Produktentwicklung von bio-verde in die heutigen Bahnen lenkten. Die Liebe zum guten Essen und zur natürlichen Ernährung – ohne irgendwelche ideologischen Beweggründe – bestimmten schon immer die Ausrichtung des Firmenselbstverständnisses. "Feinkost ohne irgendwelchen Schnickschnack", so könne man die Grundidee der bio-verde-Produkte umschreiben.

bio-verde Feta

Angefangen hat alles mit frischen Saucen und einem zu jener Zeit hochinnovativen Produkt: frischem Pesto. Die sämige, ungekochte Sauce war damals in Deutschland wenig bekannt. Gleich zu Anfang stellten die Geschäftsführer fest: Sie wollten nicht mit dem Produkt handeln, sondern auf die Eigenproduktion setzen. Weshalb? Einfach, um alles selbst in der Hand zu haben. Zum Beispiel die Art der Produktion. Die bio-verde-Produkte werden hauptsächlich in Kaltverarbeitung hergestellt. Das erfordert Know-how, einen besonders hohen hygienischen Standard sowie eine hervorragende Qualität der Rohstoffe. Und der Geschmack der Produkte überzeugt. Sie schmecken frisch, natürlich – eben wie selbst gemacht.

Nach den frischen Saucen kam Feta aus Griechenland hinzu. Anschließend Antipasti. Und auch durch Zufälle wurde das Angebot erweitert: Als Hörl mit einem Salami-Erzeuger in Norditalien sprach, kam dessen Nachbar, der Forellenzüchter, zum Gespräch dazu und war von der Bio-Idee angetan. Er wurde zum Bio-Fischlieferanten – das war 1993. bio-verde war damit die erste Marke, die Bio-Fisch anbot. Das Unternehmen hat die Bio-Zertifizierung für Fisch initiiert. Fische aus ökologischer Haltung erhalten beispielsweise Bio-Futter und haben mehr Platz, sich zu bewegen. Auch Lachs aus Irland kam anschließend zum Sortiment hinzu. Später Feinkostsalate.

bio-verde Hummusherstellung

Eines der neuesten Produkte ist Hummus. Auch hier war Isana wieder Vorreiter. Grund für die Inspiration, auch in die orientalische Küche einzusteigen, waren verwandtschaftliche Beziehungen in den Libanon. Da gab es schon immer Couscous und Hummus. Übrigens gibt es ja drei Arten von Hummus: Juden und Palästinenser und Libanesen streiten sich, wer den Hummus erfunden hat. So wie es bei uns Pizzerien gibt, gibt es in dieser Region Hummuslokale mit 20 verschiedenen Hummussorten." Bei diesen Sorten spielen die Gewürze eine entscheidende Rolle und auch die Konsistenz ist unterschiedlich: Der jüdische Humus ist sehr flüssig, der palästinensische fast stichfest. Bio-verde hat sich für die libanesische Variante mit der mittleren Konsistenz entschieden. Und diese ist äußerst beliebt: Dank Vegantrend und dem Interesse für die Länderküche nimmt Hummus mittlerweile den zweiten Platz auf der Bestsellerliste ein. Übrigens: Auf Platz eins steht nach wie vor der Schafskäse. Und die neueste Kreation? Das wird ein Algensalat aus der Bretagne sein, sogar Naturland-zertifiziert. "Die Algen sind ungefärbt und machen mit dem Sesam und dem Ingwer dennoch auch optisch Appetit. Der Geschmack ist wunderbar rund und intensiv", schwärmt Verkaufsleiterin Ann Christina Steer.

bio-verde Neues Verpackungsdesign

Jeder Sortimentsbereich, der im Laufe der Jahre hinzugekommen ist, sei ein Meilenstein gewesen, erklärt Mitgründer Lutz. Mittlerweile sind es mehr als 240 Produkte. Damit man die bio-verde-Feinkostprodukte noch besser (wieder-)erkennt, hat das Unternehmen die letzten zwei Jahre den Auftritt der Marke überarbeitet. Das Resultat ist ein aufgeräumtes, modernes Design, das aber noch immer bio-verde ist. Das große Blatt des Logos (das oft mit einer Banane verwechselt wurde) ist kleiner geworden, die Schrift schlanker und schlichter, die Farben heller und leichter. Die Produktkategorien wurden in Farben eingeteilt: Molkereiprodukte in Blau, Pasta und Teigwaren in Beige, Fisch in Dunkelblau, Aufstriche in Grün, Antipasti in Violett und Wurstwaren und Schinken in Orange. Das gestreifte Muster einer Marktmarkise ist in der jeweiligen Farbe auf jeder Packung zu sehen und definiert so die Produktkategorie. Der Stil der Aquarellmalerei wurde beibehalten, die Motive zeigen eine Marktsituation und beziehen sich jetzt noch stärker auf das Produkt. Gemalt wurden sie von Illustratorin und Grafikerin Monika Ostermeier, die bereits seit Langem mit Isana zusammenarbeitet.

Denn auch, wenn Geschmack und Inhaltsstoffe die wichtigsten Kriterien für Bio-Genießer sind, so überzeugt bio-verde mit dem neuen Design nun auch deren Augen von den natürlichen Köstlichkeiten.

Kurz gefasst

  • bio-verde ist eine Marke des Unternehmens Isana
  • Unternehmensstandort Eresing, Nähe Ammersee
  • Gründungsjahr der Marke 1986
  • Mitarbeiter 150
  • Produkte Bio-Feinkost mit einer großen Auswahl an Antipasti, Pasta, Pesto, Salaten, Molkereiprodukten, Wurst / Schinken und Fischspezialitäten, hergestellt mit der Kaltverarbeitungs-Technologie. Im Jahr werden etwa 6.000 t Naturfeinkost hergestellt.