Anbau und Verbreitung gentechnisch veränderter Organismen

In Europa ist Agro-Gentechnik wenig verbreitet – noch. In Amerika und einigen Ländern Asiens dagegen dominieren bei einigen Sorten GVO. Ein Überblick über den weltweiten GVO-Anbau.

Pflänzchen im Boden

Derzeit bauen 25 Länder gentechnisch veränderte Organismen an - allen voran die USA, Brasilien, Argentinien, Indien, Kanada, China, Paraguay und Südafrika. 97 Prozent des Gentechnikanbaus findet in diesen acht Ländern statt, 46 Prozent der Fläche liegen in den USA. Wie auch in den vergangenen Jahren nehmen GVO in der Landwirtschaft weiter zu. Dies gilt vor allem für Entwicklungsländer: hier betrug der Zuwachs an mit Gentechnik bewirtschafteten Flächen 2009 rund 13 Prozent (sieben Millionen Hektar), in Industrieländern drei Prozent (zwei Millionen Hektar). Von den gut 14 Millionen Landwirten, die Agro-Gentechnik nutzen, leben 13 Millionen in Entwicklungsländern. Dabei konzentriert sich die kommerzielle Nutzung von GVO auf Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Raps.

Innerhalb der EU ist die Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen rückläufig. Derzeit sind hier nur Bt-Mais (MON810) und die Gen-Kartoffel Amflora für den Anbau zugelassen. In Europa wuchs Bt-Mais 2010 auf Feldern in Spanien, Portugal, Tschechien, Polen, der Slowakei und Rumänien; die Gen-Kartoffel Amflora bauten in kleinem Umfang Landwirte in Tschechien (150 ha), Schweden (50 ha) und Deutschland (15 ha) an.

Quellen: Bericht der Agro-Biotechnologie-Agentur ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) 2009