FAQs zu Verpackungen von Alnatura Produkten

Verpackungen bei Alnatura – Wie wählt Alnatura Verpackungen aus?

Wir wählen die Verpackungen für die Alnatura Produkte ganzheitlich aus.  Hierbei berücksichtigen wir verschiedene Faktoren wie etwa einen optimalen Produktschutz und praktisch-funktionale Gesichtspunkte. Über die üblichen Anforderungen hinaus legt Alnatura besonderen Wert auf eine ökologisch sinnvolle Verpackung.

Damit alle diese Kriterien berücksichtigt werden, hat Alnatura auf Basis von Fachinformationen einen Verpackungsleitfaden für die Zusammenarbeit mit den Herstellerpartnern formuliert. Darin ist beschrieben, wie es gelingt die Produkte sicher zu verpacken sowie gleichzeitig ökologische Gesichtspunkte, wie beispielsweise

  • möglichst wenig Material
  • gute CO2-Bilanz oder
  • gute Recyclingfähigkeit

zu berücksichtigen.

Wir verfolgen sehr aufmerksam aktuelle Entwicklungen im Bereich der Verpackungstechnologie und von ökobilanziellen Bewertungen. Wenn es hier neue Erkenntnisse gibt, berücksichtigen wir diese in der Produktentwicklung.

Verpackungen bei Alnatura - Warum sind die Alnatura Markenprodukte überhaupt verpackt?

Die wichtigste Aufgabe einer Verpackung ist der Schutz des Produkts – beispielsweise vor einem vorzeitigen Verderb. In der Regel hat das Lebensmittel selbst durch den landwirtschaftlichen Anbau, die Verarbeitung und den Transport einen erheblich größeren ökologischen Fußabdruck als die Verpackung. Umso wichtiger ist es, dass die Verpackung das Produkt gut schützt, so dass es seinen Weg bis auf den Teller der Verbraucherinnen und Verbraucher finden kann. Dabei verzichten wir möglichst auf überflüssige Verpackungskomponenten. Unser Motto ist "so viel wie nötig, so wenig wie möglich." So bieten wir beispielsweise die Alnatura Cornflakes im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern lediglich in einer Folienverpackung an, ohne eine zusätzliche Faltschachtel . Zudem achten unsere Herstellerpartner darauf, dass Folienverpackungen nicht größer sind als abfülltechnisch notwendig, um Material einzusparen.

Bio-Kunststoff - Warum sind nur die Alnatura Tees  und Schokoladen in Bio-Kunststoff verpackt?

Kunststoffe auf Erdölbasis sind im Alltag überall zu finden, so auch in vielen Verpackungen. Doch so praktisch diese Materialien auch sein mögen, so offenkundig sind die ökologischen und sozialen negativen Folgen, die durch die Förderung, Verarbeitung und Entsorgung von Erdöl und seinen Folgeprodukten entstehen. Deshalb prüft Alnatura gemeinsam mit seinen Herstellerpartnern alternative Verpackungsmöglichkeiten, so auch die häufig diskutierten Biokunststoffe.



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Clip zum Wiederverschliessen - Warum gibt es bei den Alnatura Müslis und Flocken keinen Clip zum Wiederverschließen?

Bei den Alnatura Verpackungen verzichten wir möglichst auf überflüssige Verpackungskomponenten. Unser Motto ist "so viel wie nötig, so wenig wie möglich." Viele unserer Kundinnen und Kunden füllen ihr Müsli und die Cerealien nach dem Kauf in Vorratsdosen oder verschließen die Packung mit einem Haushaltsclip. Daher haben wir uns dazu entschlossen, auf den Clip zu verzichten. Dadurch sparen wir knapp 4 Tonnen Metallabfall pro Jahr. Zudem benötigen wir weniger Folie, weil der Beutel oben nicht zusammengerafft wird. Dadurch sparen wir zusätzlich 16 ha Folie im Jahr. Das entspricht einer Fläche von mehr als 22 Fußballfeldern (Stand: Juni 2017).

Grüner Punkt – Warum tragen die Alnatura Verpackungen keinen grünen Punkt? Wie werden Verpackungen ohne grünen Punkt entsorgt?

Seit einiger Zeit besteht das Monopol des Dualen Systems Deutschland (DSD), die auch die Lizenzen für die Aufbringung des Grünen Punkts vergeben, nicht mehr. Das bedeutet, dass die Hersteller von Lebensmitteln sich selbst für ein Entsorgungsunternehmen entscheiden können, bei dem sie die Gebühren für das Recycling der Verpackungen bezahlen. Alnatura arbeitet nicht mit dem DSD, sondern mit einem anderen Systempartner zusammen. Die Aufbringung des Grünen Punkts zeigt lediglich die Teilnahme am Gebührensystem und Erfüllung aller damit einhergehenden Pflichten des Herstellers. Er sagt allerdings nichts über die Umweltfreundlichkeit oder Recyclingfähigkeit einer Verpackung aus.

Selbstverständlich können Sie Alnatura Kunststoffverpackungen weiterhin in der Gelben Tonne, dem Gelben Sack bzw. der Wertstofftonne entsorgen. Glasverpackungen werden im Altglas und Papierverpackungen werden im Altpapier entsorgt.

Für zusätzliche Transparenz bringen wir, bei vorhandenem Platz auf der Verpackung, das internationale Recyclingsymbol auf.

 

Recycling-Material – Bestehen Alnatura Verpackungen aus Recycling-Material?

Recycelte Kunststoffe sind für Lebensmittelverpackungen aus hygienischen Gründen kaum zugelassen. Werden die Alnatura Kunststoffverpackungen über die Wertstofftonne bzw. den Gelben Sack entsorgt, können die Kunststoffe zwar nicht zu neuen Lebensmittelverpackungen, aber zu anderen Gegenständen (z.B. Flaschenkisten, Blumentöpfe, Textilien) recycelt werden.

Eine Ausnahme stellen PET-Flaschen dar, die in einen nahezu geschlossenen Kreislauf geführt werden können. Recyceltes PET ist für den Lebensmittelkontakt zugelassen. Neue PET-Flaschen und andere Verpackungsgegenstände aus PET (Schalen, Becher etc.) können daher zu unterschiedlichen Anteilen aus sortenrein recycelten PET-Flaschen hergestellt werden.

Recyclingpapier und -pappe verwenden wir teilweise für Eierkartons, Faltschachteln oder Papierbanderolen, die keinen direkten Kontakt zum Lebensmittel haben, sowie für unsere Transportverpackungen.

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Verbundkarton – Warum sind der Alnatura Eistee und der Smoothie in einem Karton und nicht in einer Flasche verpackt?

Wir füllen den Alnatura Eistee und den Smoothie in einen Verbundkarton (z. B. Tetra Pak, Elopak), weil es eine besonders umweltschonende Verpackung ist. Verbundkartons bestehen zu Dreiviertel aus dem nachwachsenden Rohstoff Papier. Das Holz für die Alnatura Verbundkartons stammt zudem aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft. Um Flüssigkeiten einfüllen zu können, sind sie innen und außen dünn mit Kunststoff beschichtet. Bei Getränken, die auch bei Zimmertemperatur haltbar sind, kommt zwischen der inneren Kunststoffschicht und der Papierschicht noch eine dünne Aluminiumschicht dazu.

Verbundkartons werden in Deutschland, wenn sie in der Wertstofftonne entsorgt werden, zum Großteil recycelt: Das Papier wird beispielsweise zu Recyclingwellpappe und das Aluminium fließt in die Zementindustrie, wo es Beton stabiler macht. Nur der Kunststoff kann bisher nicht recycelt werden. Er wird verbrannt, wobei jedoch die freiwerdende Energie z. B. für Fernwärme genutzt wird.

In Ökobilanzen unabhängiger Forschungsinstitute schneiden Verbundkartons im Vergleich zu anderen Verpackungsarten für Getränke gut ab. Daher zählen sie laut Umweltbundesamt zusammen mit Mehrwegflaschen zu den ökologisch vorteilhaften Verpackungen und sind von der Pfandpflicht befreit – im Gegensatz zu umweltschädlicheren Alternativen wie Aluminiumdosen oder Einwegflaschen.

Folie um Tee – Warum ist der Alnatura Tee in Folie eingepackt?

Die dünne transparente Folie um die Faltschachtel der Alnatura Tees dient vor allem als Aromaschutz. Ohne diese Folie würden die Tees relativ schnell andere Gerüche annehmen, beispielsweise von den anderen Teesorten im Regal.

Der Alnatura Grüntee Jasmin und der Earl Grey haben ein besonders feines Aroma, das leicht verfliegt. Bei diesen Sorten verpacken wir daher die einzelnen Beutel in Folie, so dass der Tee sein Aroma auch nach dem Öffnen der Schachtel bewahrt.

Klammern an Teebeuteln – Warum ist an den Fähnchen der Alnatura Teebeutel eine Metallklammer? Können die Alnatura Teebeutel trotz der Metallklammer kompostiert werden?

Mittlerweile haben wir alle Teesorten bis auf den Fenchel-Anis-Kümmel-Tee in der 50er-Packung auf metallfreie Beutel umstellen können. Aus technischen Gründen ist allerdings oft weiterhin eine Klammer am Fähnchen notwendig. Um auch am Fähnchen auf die Klammern verzichten zu können, sind spezielle Verpackungsmaschinen erforderlich. Aus ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten ist die Anschaffung neuer Maschinen allein zu diesem Zweck nicht sinnvoll. Unser Herstellerpartner besitzt jedoch bereits zwei neuere Maschinen, mit denen auch die Fähnchen mit einem Faden befestigt werden können. Aus Kapazitätsgründen können jedoch leider nicht alle Tees auf diesen Maschinen produziert werden, so dass je nach Produktion verschiedene Alnatura Tees ganz ohne Metallklammer hergestellt werden, andere nicht.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kommt zu dem Schluss, dass Teebeutel, die eine Metallklammer enthalten, im Biomüll bzw. auf dem Kompost entsorgt werden können.

Weichmacher – Enthalten die Alnatura Folienverpackungen Weichmacher?

Weichmacher sind vor allem in Weich-PVC enthalten, das für Folien für Lebensmittel nicht verwendet wird.

Die meisten Folien, in denen die Alnatura Produkte verpackt sind, bestehen aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). Diese Kunststoffe sind von sich aus flexibel. Ein Zusatz von Weichmachern ist daher nicht notwendig.

Häufige Produktfragen: Weichmeicher in Konservendeckeln?

Weichmacher – Enthalten die Deckel der Alnatura Konservengläser Weichmacher? Und warum ist bei manchen Alnatura Glasprodukten die Deckeldichtung blau?

Damit Schraubdeckelgläser dicht verschließen und das Produkt vor einem vorzeitigen Verderb schützen, haben sie eine Dichtung aus Kunststoff. Der Kunststoff muss weich sein, damit sich der Glasrand in die Dichtungsmasse drückt und so ein luftdichter Verschluss entsteht. Die Dichtungsmasse besteht meist aus weichmacherhaltigem PVC. Dieses Material ist in die Kritik geraten.

Seit kurzem gibt es für Schraubdeckelgläser alternative Deckel mit einer PVC- und weichmacherfreien Dichtung. Ein Deckelhersteller färbt diese Dichtung zur besseren Unterscheidbarkeit blau ein. Bei anderen Anbietern sind sie transparent.

Als die PVC- und weichmacherfreien Deckel auf den Markt kamen, haben wir gemeinsam mit unseren Herstellerpartnern für die Alnatura Glasprodukte geprüft, bei welchen Artikeln wir sie einsetzen können. Insgesamt sind bereits fast 50 Prozent der Alnatura Produkte mit Twist-Off-Deckel umgestellt. Bei weiteren Produkten ist die Umstellung fest geplant oder wird geprüft. Da es die Deckel aber noch nicht für alle Abfülltechniken und in allen Größen gibt, können wir aktuell nicht sagen, wann diese Umstellung abgeschlossen sein wird.

K3-Becher – Was bedeutet der Hinweis "Hier öffnen und getrennt entsorgen" auf den Alnatura Milchprodukten im Becher?

Alle Alnatura Milchprodukte im Becher – beispielsweise die Joghurts – sind in sogenannten 3-Komponenten Bechern oder K3-Bechern verpackt.
Diese Verpackung besteht aus einem besonders dünnen Kunststoffbecher, einer Pappummantelung, die für die Stabilität des Bechers sorgt, sowie einem kunststoffbeschichteten Aluminiumdeckel. Durch den Pappmantel wird bei diesen Bechern die Kunststoffmenge auf ein Minimum reduziert.

Damit die verschiedenen Verpackungskomponenten gut recycelt werden können, sollten sie voneinander getrennt entsorgt werden. Die Pappe gehört ins Altpapier, der Becher und der Deckel in die Wertstofftonne. Am besten sollte auch der Deckel vom Becher gelöst werden, da beides aus unterschiedlichem Material besteht. So können die Recyclingwerke optimal arbeiten und einen möglichst großen Anteil der Materialien sortieren und recyceln.

FSC – Was bedeutet "FSC" auf den Alnatura Teefaltschachteln und den Getränkekartons?

Einige Alnatura Papierverpackungen tragen ein FSC-Logo, beispielsweise die Alnatura Teeschachteln und Getränkekartons. Das Papier für diese Verpackungen stammt aus FSC-zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC = Forest Stewardship Council). FSC ist ein international anerkannter Standard für nachhaltige Forstwirtschaft. Bei der Bewirtschaftung von FSC-zertifizierten Wäldern werden Umwelt- und Sozialstandards beachtet. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig von unabhängigen Organisationen überprüft.

 

Kunststoffbeutel – Warum sind die Alnatura Müslis und Flocken darin verpackt?

Haferflocken und Nüsse haben einen vergleichsweise hohen Fettanteil und sind daher relativ empfindlich. Um zu vermeiden, dass sie vorzeitig ranzig werden, ist es sinnvoll, sie dicht zu verpacken, wofür eine Kunststoffverpackung benötigt wird. Neben einem oft unzureichendem Produktschutz bewerten wir Papierbeutel nicht grundsätzlich als ökologisch vorteilhafter gegenüber einer Monokunststofffolie. Denn bei gleichem Gewicht verbraucht Papier ganzheitlich betrachtet mehr Ressourcen als Kunststoff. Die Papierherstellung benötigt beispielsweise genauso viel Energie wie die Stahlherstellung. In der Regel sind Papierbeutel sogar schwerer als die Alternative aus dünnem Kunststoff.

Wir verzichten zudem bewusst auf eine zusätzliche Faltschachtel, die bei Frühstücks-Cerealien häufig verwendet wird. Damit sparen wir wertvolle Ressourcen ein.