Im Internet findet man kritische Meinungen zu Bio-Palmöl. Wie steht Alnatura dazu?

Im März 2010 hatte eine Reportage des TV-Magazins "Report Mainz" über den kolumbianischen Bio-Palmölproduzenten Daabon eine Diskussion über die ökologischen und sozialen Bedingungen bei der Gewinnung von Palmöl ausgelöst. Landvertreibung, Regenwaldabholzung und Umweltzerstörung – die Vorwürfe von "Report Mainz" gegen Daabon waren schwerwiegend. Alnatura hat keine direkten Geschäftsbeziehungen zu dem kolumbianischen Unternehmen, die Hersteller verschiedener Alnatura Produkte beziehen jedoch Bio-Palmöl von Daabon. Weil wir größten Wert auf die Einhaltung ökologischer und sozialer Kriterien bei der Erzeugung von Bio-Rohstoffen für unsere Produkte legen, hatten wir unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe zusammen mit unseren Herstellerpartnern die Situation vor Ort in Kolumbien untersucht.

 

Damals (und auch heute) kamen wir zu dem Ergebnis, dass die Arbeit von Daabon auf ihren Bio-Plantagen unter ökologischen und sozialen Aspekten als sehr gut bewertet werden kann. Die unabhängige Öko-Kontrollstelle EcoCert kam ebenfalls zu einem positiven Befund. Seit 1992 ist Daabon bio-zertifiziert.

 

Im Nachgang der Berichterstattung haben sich die Vorwürfe als haltlos erwiesen. Dass es überhaupt zu diesen Vorwürfen gekommen ist, ist im Kontext der jahrzehntelangen Konflikte zwischen Staat, Grundbesitzern, Guerilla, Bauern und Bevölkerung und deren jeweiligen Interessen zu sehen. Auch hat sich herausgestellt, dass die Fernsehbilder von brandgerodeten Flächen nicht von der Finca Las Pavas, sondern von einer unmittelbar daneben liegende Finca, die nicht zu Daabon gehört, stammten.   

 

Weil die damalige Situation eine breite öffentliche Resonanz hervorgerufen hatte, haben seit 2010 verschiedenste Medien Hintergrundberichte zum Bio-Palmöl aus Kolumbien veröffentlicht. Zum Beispiel die Zeitschrift natur & kosmos. Sie spricht in ihrem Artikel vom Februar 2011 von "Tropfen für Tropfen Tropenschutz". Oder der TV-Sender Deutsche Welle, der in seinem Beitrag von April 2012 berichtete: "Der umstrittene Rohstoff Palmöl wird in Kolumbien klimafreundlich produziert".