Was bedeutet CMS?

CMS steht für cytoplasmatische männliche Sterilität. Es handelt sich um eine in einigen Pflanzen (z. B. Rettich, Sonnenblume, einige Roggensorten) auch natürlich auftretende Eigenschaft. Diese Pflanzen bilden keine Pollen aus (Pollen sind der männliche Beitrag zur Fortpflanzung), d. h. sie sind nicht vermehrungsfähig. Die Pflanzen bezeichnet man daher als männlich steril. Züchter machen sich diese Eigenschaft von Pflanzen zunutze, damit es nicht zu einer ungewollten Selbstbefruchtung kommt. Bei vielen Pflanzen befinden sich männliche und weibliche Blühorgane in einer Blüte und befruchten sich. Die natürliche Einkreuzung oder mit technischen Mitteln erfolgende Einbringung von CMS-Eigenschaften in die betreffende Pflanze verhindert die Selbstbefruchtung. Diese Eigenschaft der Pflanzen hat ihren Sitz nicht im Zellkern, sondern im Plasma um den Zellkern herum.