CMS Hybride - Fragen und Antworten

Züchtungstechniken im Öko-Gemüsebau

Seit einigen Monaten wird in den Medien über die Verwendung sogenannter CMS-Hybride im ökologischen Gemüsebau diskutiert, so auch in der Sendung Wiso des ZDF vom 5.8.2013.

CMS-Gemüse sind keine gentechnisch veränderten Organismen. Dies bekräftigt auch der Bio-Dachverband BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e. V.) stellvertretend für die Bio-Branche in einer aktuellen Pressemitteilung. Auch die Bio-Anbauverbände Bioland, Demeter und Naturland unterstreichen die Aussage des BÖLW. Greenpeace kommt zu der gleichen Beurteilung.

CMS-Gemüse sind mittels einer Züchtungsmethode gewonnen worden, mit der sich die Bio-Branche seit längerem kritisch beschäftigt. Die Bio-Anbauverbände haben bereits vor Jahren den Einsatz von CMS-Sorten in ihren Richtlinien ausgeschlossen und setzen sich für eine Kennzeichnung von CMS-Hybriden ein. Alnatura unterstützt ausdrücklich die Forderung nach Kennzeichnung.

Gleichzeitig wollen wir nicht erst bis zur Umsetzung einer Kennzeichnungspflicht warten. Wir sind deshalb mit unseren Partnern der Erzeugung und des Großhandels im intensiven Austausch. Unser Ziel ist eine Kennzeichnung an der Gemüsekiste. Die Angaben müssen allerdings verlässlich und verständlich sein, die Voraussetzungen hierfür klären wir derzeit.

Für die Bio-Branche ebenso wie für Alnatura ist Vielfalt eine Grundlage des ökologischen Landbaus. Hierzu ist der Ausbau einer eigenständigen Bio-Züchtung wesentlich. Doch Saatgutentwicklung und Pflanzenzüchtung erfordern ein langfristiges Engagement. Alnatura unterstützt die ökologische Saatgutarbeit seit 14 Jahren. Wir sehen darin unseren Beitrag, damit die für den ökologischen Landbau erforderlichen Mengen und Qualitäten beim Bio-Saatgut zur Verfügung stehen.

Von der Politik fordern wir:

  • CMS-Sorten zu kennzeichnen
  • die Bio-Saatgutarbeit zu unterstützen
  • den Bio-Landbau zu fördern, damit mehr heimische Bio-Produkte in die Läden gelangen