Gemeinschaftsprojekt "Lebendige Alster"

An der Alster in Hamburg hat sich der BUND mit anderen Umweltverbänden zusammengetan, um den Fluss wieder zu einem Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen zu machen.

Platzhalter

Früher glaubte man, ein Stadtbach müsse "reguliert" sein. Über weite Strecken begradigte Abschnitte und betonierte Sohlen zeichneten die Bäche im Siedlungsbereich aus. In der Folge verschwanden viele Tier- und Pflanzenarten aus den Gewässern. An der Alster in Hamburg hat sich der BUND deshalb mit anderen Umweltverbänden zusammengetan, um den Fluss wieder zu einem Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen zu machen. Zahlreiche Freiwillige des BUND und seiner Partner treffen sich seither regelmäßig zu Bach-Aktionstagen. Mithilfe von Totholz und Steinen geben sie dem Bachbett wieder Strukturen, in denen Fische ihren Laich ablegen und Jungfische sich verstecken können. Die Ufer werden durch Pflanzen und Gehölze vielfältig gestaltet. Beispielhaft ist die Zusammenarbeit zwischen Verbänden, Institutionen und der Bevölkerung. Die einzelnen Maßnahmen werden in Beteiligungswerkstätten entwickelt, die Umweltbehörde ist zuständig für größere Baumaßnahmen, Stiftungen und private Spender sorgen für die Finanzierung des ehrgeizigen Projekts. Die Alnatura Spende ist dabei eine wertvolle Unterstützung. Wenn in ein paar Jahren auch noch die Hindernisse für flussaufwärts wandernde Fische beseitigt sind, können Spaziergänger an der Alster Meerforellen und – so die Vision – irgendwann vielleicht sogar Lachse beobachten.

››› Gastbeitrag des BUND Hamburg