Gartenpaten suchen Patengarten

Gartenpaten ist eine Online-Plattform, die zwischen Gartenbesitzern und -suchenden vermittelt. Gründerin Leonie Culmann stellt sie vor.

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Regionale Selbstversorgung, Stadtgärtnern und Solidarische Landwirtschaft sind grüne Schlagworte der letzten Jahre: Selbst (mit)gärtnern ist definitiv wieder in! Immer mehr Menschen in Deutschland misstrauen der industriellen Landwirtschaft; sie kaufen im Bio-Supermarkt ein, unterstützen lokale Landwirte oder bauen gleich ihr eigenes Obst und Gemüse an. Leider mangelt es vielen Menschen an Gartenfläche, an Werkzeug und vielleicht auch am Know-how. Hier setzt Gartenpaten an: Auf gartenpaten.org wird das Teilen von Ernte und Anbauflächen, aber auch der Austausch von Saatgut, Werkzeugen und Wissen organisiert. Die Plattform soll Menschen, die Zier- oder Nutzpflanzen anbauen möchten oder einen Ort zum Entspannen suchen, mit denen verbinden, die ihr Land dafür zur Verfügung stellen möchten. Die Gründe für die Nutzung der Plattform sind so vielfältig wie die eingestellten Angebote und Gesuche: Viele Gärten liegen brach, weil ihre Besitzer nicht die Zeit oder die Kraft finden, im Garten anzupacken. Auf der anderen Seite suchen immer mehr Menschen nach Anbauflächen. Viele möchten ihre Gartenparadiese auch einfach anderen Personen zugänglich machen, ihr Wissen weitergeben oder Abnehmer für reich tragende Obstbäume oder Hecken finden. Andere wiederum sind an Nachhaltigkeit und Effizienz interessiert und teilen ihre nicht ausgelasteten Geräte mit Menschen in der Umgebung.

Doch wir möchten mehr als nur vermitteln. Regelmäßig werden auf der Website innovative Tipps und Anleitungen veröffentlicht, die zu ökologischem Gärtnern und dem schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen anregen. Gartenpaten ist Teil der urbanen Gartenbewegung und Share Economy geworden.

Leonie Culmann und Veronika Wendt

Hinter Gartenpaten stehen Veronika Wendt (29) und ich, Leonie Culmann (26). Wir sind beide begeisterte Gärt­nerinnen, egal ob auf dem Balkon oder im Gemüsegarten. Außerdem verbindet uns ein starkes Interesse an der globalen Ernährungsdebatte und wir sind der Überzeugung, dass viele Antworten in der direkten Nachbarschaft zu finden sind. Uns fasziniert die Sharing Community und wir sehen in Garten­paten nicht nur enormes Potenzial für die ökologische Aufwertung von Kulturflächen, sondern auch eine starke soziale Komponente: Gartenpaten bringt Menschen verschiedener Generationen und Herkunft zusammen. So wird ein Klima des gegenseitigen Unterstützens und des Voneinander-Lernens geschaffen. Flächen, die über Gartenpaten vermittelt werden, sind häufig Lern- und Begegnungsorte und tragen zur Gestaltung des städtischen Sozialraums bei. Oft werden so aus vernachlässigten Nicht-Orten wieder Gegenden, in denen die Menschen sich begegnen und gemeinsam kreativ werden, egal ob Stadt- oder Privatgarten.
Die Website Gartenpaten ging erstmals im März 2015 online. Bereits im ersten Jahr wurde eine Vielzahl an Gärten vermittelt. Für das Jahr 2016 hoffen wir, noch mehr Menschen mit unserem Konzept zu erreichen. Dafür haben wir über den Winter an der Benutzerfreundlichkeit und der Verbesserung des Designs unserer Seite gearbeitet.

Interessierte können sich auf der Website einen Überblick über die aktuellen Datenbankeinträge verschaffen. Die Anmeldung sowie das Einstellen von Anzeigen sind kostenlos. Um eine Anzeige zu schalten oder jemanden zu kontaktieren, muss man sich einmalig registrieren. Dafür braucht es ausschließlich einen Benutzernamen und eine E-Mail-Adresse. Die Wohnadresse muss weder bei der Registrierung noch bei der Anzeigenerstellung angegeben werden. Die Konditionen für die gemeinschaftliche Gartennutzung werden von den Nutzern selbst festgesetzt.

Später im Jahr ist des Weiteren die Einführung eines Eventkalenders geplant, über den interessierte Privatleute und Organisationen ihre nicht-kommerziellen Veranstaltungen einem breiteren Publikum vorstellen können.

Interesse geweckt? Schauen Sie vorbei auf gartenpaten.org In drei Schritten zur eigenen Anzeige: Mit der E-Mail-Adresse anmelden, Link in Bestätigungsmail anklicken und Anzeige schalten!

››› Gastbeitrag Leonie Culmann. Die 26-Jährige ist begeistert vom ökologischen Landbau, alten Anbausorten und als studierte Wildtiermanagerin momentan bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg im Wald­naturschutz tätig. Fast jede freie Minute verbringt sie zurzeit im Gemüsegarten.

Gartenpate werden?

Viele Gärten liegen brach, weil ihre Besitzer einfach nicht die Zeit oder die Kraft finden, im Garten anzupacken. Auf der anderen Seite suchen Menschen nach Anbauflächen oder grünen Freizeiträumen. Dazu stellt Garten­paten eine kostenlose Datenbank zur Verfügung, die nach einer einmaligen Anmeldung für jedermann nutzbar ist. Auch Werkzeug, Saatgut, Erntebeteiligungen oder Wissen können vermittelt werden. Die Konditionen für die gemeinschaftliche Gartennutzung werden von den Nutzern selbst festgelegt. Schauen Sie doch mal rein: