Was ist ein Hühner-Audit?

Das Hühner-Audit ist ein eigens von Alnatura entwickeltes Qualitätsprogramm zur systematischen  Kontrolle und Beurteilung von Tierwohl bei Legehennen. Dieses Konzept wurde unter fachlicher Leitung von Dr. Christiane Keppler, einer bundesweit anerkannten Wissenschaftlerin und Hühnerexpertin der Universität Kassel, erarbeitet. Kern des Ansatzes sind die jährlichen Besuche der eigens ausgebildeten Fachkräfte auf den 20 Hühnerhöfen, von denen die Alnatura Eier stammen. Dort nehmen die Hühner-Auditoren (audire: lat. für hören) auf Grundlage eines wissenschaftlich fundierten Kriterienkataloges Beobachtungen und Untersuchungen direkt am Tier vor. Die Hühner-Audits werden von den jeweiligen Bauern begleitet, so können sie neue Erkenntnisse gewinnen und diese unmittelbar in die Arbeit mit ihren Hühnern integrieren. Am Anfang des Audits stehen zunächst Fragen wie z. B. Wie sieht das Tier aus? Wie verhält es sich? Wie aufmerksam geht der Bauer mit den Tieren um? Um Klarheit hierüber zu erlangen, nehmen die Auditoren bis zu 25 Hennen je Herde in die Hände, untersuchen jedes Tier vom Kamm bis zur Kralle akribisch und notieren die Beobachtungen. Diese genaue Betrachtung einzelner Tiere erlaubt verlässliche Rückschlüsse auf den Zustand der gesamten Herde. Kleinigkeiten zur Verbesserung klären die Auditoren vor Ort mit dem Bauern. Werden größere Mängel festgestellt, muss der Hühnerhalter nachbessern, im Zweifel lehnt Alnatura die Vermarktung der Eier ab.

Im Unterschied zur EG Öko-Verordnung, die bereits hohe Kontrollmaßstäbe anlegt, konzentriert sich der Alnatura Ansatz nicht auf mess- und zählbare Daten wie Flächen, Stalleinrichtungen oder Besatzdichten, sondern auf das Tier selbst. Mit diesem Konzept zur Sicherstellung wesensgerechter Hühnerhaltung setzt Alnatura einen neuen Standard.