Qualitätsgrundsätze für Alnatura Baby- und Kleinkindnahrung

Die Produktmanagerinnen (und Mütter) Heike Halbig und Nathalie Hansmann entwickeln in ihrem fünfköpfigen Team Alnatura Produkte für die anspruchsvollsten Kunden: frischgebackene Eltern und Babys. Was die Qualität der Alnatura Babynahrung ausmacht, darüber hat das Alnatura Magazin mit den beiden gesprochen.

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Frau Halbig, Frau Hansmann, was ist das Besondere der Alnatura Babyprodukte?

Halbig: Einzigartig ist unser starker Fokus auf Verbandsware: Rund 90 Prozent der Alnatura Babygläschen tragen das Demeter-Siegel. Das würden wir gerne noch weiter ausbauen. Doch leider gibt es nicht immer genügend Verbands-Rohware in der benötigten Qualität. Und Fisch gibt es beispielsweise gar nicht in Demeter-Qualität.
Hansmann: Einer unserer Qualitätsgrundsätze lautet: so wenig Zutaten wie nur möglich. Alnatura Babyprodukte sind eher basale Produkte. Auch verzichten wir gänzlich auf Kristallzucker. Und es gilt: kein Salz in Alnatura Babygläschen. Die einzige Würze, die in Frage kommt, und zwar frühestens ab dem zehnten Monat, sind Kräuter. Aber auch hier nie mehr als drei auf einmal.

Warum? Schmeckt das nicht langweilig?

Hansmann: Für Erwachsene ist das natürlich eher fad. Aber es geht darum, dass das Baby den unverfälschten, natürlichen Geschmack von Lebensmitteln kennenlernt. Diese Natürlichkeit und Transparenz ist uns sehr wichtig. Deshalb tragen unsere Babyprodukte auch keine Fantasiebezeichnungen, sondern heißen schlicht nach dem, was drin ist. Beispiel: Karotten, Brokkoli mit Tomaten und Dinkelnudeln.
Halbig: Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht auch offen sind für Neues, zum Beispiel ungewöhnliche Gemüsesorten wie Gelbe Bete und Steckrübe. Wir bemühen uns, aktuell und innovativ zu sein, aber nicht jede Entwicklung passt zu Alnatura. Qualität, Transparenz, Glaubwürdigkeit, das zählt – dabei unterstützen uns auch unabhängige Experten, die Teil un­seres "Arbeitskreises Qualität", kurz: AQua, sind.

Wie können sich Alnatura Kunden die Entwicklung eines neuen Alnatura Babyprodukts vorstellen?

Halbig: Die erste Rezeptur entsteht auf dem Papier. Wir überlegen: Was haben wir noch nicht, welche Zutatenkombination schwebt uns vor? Und wir halten Rücksprache mit unserer Expertin für Säuglings- und Kleinkind-Ernährung, Dr. Petra Kühne vom Arbeitskreis für Ernährungs­forschung e. V. Sie lässt uns nur Produkte entwickeln, die sie ernährungsphysiologisch für sinnvoll hält. Die rechtliche Grundlage bildet aber insbesondere die Verordnung über diätetische Lebensmittel (Diät-VO).
Hansmann: Anschließend werden mehrere Rezepturen entwickelt. Und dann wird verkostet: Welche Rezeptur kommt unseren Vorstellungen bezüglich Optik, Geruch, Geschmack und Konsistenz am nächsten? Hier wird dann oft noch angepasst. Die finale Rezeptur haben wir manchmal nach der zweiten, manchmal aber auch erst nach der siebten Runde. Wenn die Experten zustimmen, können wir in Produktion gehen. Dann fangen wir mit der Gestaltung der Etiketten an. Von der Idee bis zum fertigen Produkt im Regal ist dann rund ein Jahr vergangen.

Vielen Dank für das Gespräch!

››› Das Gespräch führte Kristina Rudy.

Der Arbeitskreis Qualität (AQua)

Der AQua ist ein wichtiges Expertengremium, das Alnatura bei der Entwicklung neuer Produkte berät. Sechs unabhängige Fachleute aus den verschiedensten Bereichen stellen jede Produktidee auf den Prüfstand. Erscheint dem AQua eine Rezeptur, das Verarbeitungsverfahren, die Herkunft von Zutaten oder ein Inhaltsstoff nicht sinnvoll und vertretbar, lehnt er den Vorschlag ab. Dann geht die Entwicklungsarbeit weiter – oder ein Produkt wird gar nicht realisiert.

Kurz gefasst

Was vor mehr als 20 Jahren mit einer kleinen Auswahl begann, ist heute ein abwechslungsreiches Sortiment aus Gemüse- und Obst-Gläschen, vollwertigen Menüs, Getreidebreien, Tee, Zwieback und einigem mehr. Ein wichtiger Grundsatz: Wann immer möglich werden Zutaten aus biodynamischem Landbau (Demeter) eingesetzt. Die Rezepturen sind einfach gehalten, insgesamt kommen nur wenig verschiedene Zutaten ins Produkt – perfekt, um Babys und Kleinkinder nach und nach an neue Geschmackseindrücke zu gewöhnen.