Stillen

Eines vorneweg: Diese Ernährungsempfehlungen wurden nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand erstellt – eine persönliche Beratung bei der Hebamme oder Kinderarzt können sie aber nicht ersetzen.

stillende Mutter

Stillen – für einen guten Start ins Leben

In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch das beste Nahrungsmittel für einen Säugling, denn keine andere Nahrung passt sich so perfekt den Bedürfnissen eines Babys an. Sei es hinsichtlich der Nährstoffzusammensetzung, Allergievorbeugung oder Abwehr von Krankheitserregern. Auch fördert Stillen die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind.

Tipps zum Stillbeginn

Saugen ist ein natürlicher Instinkt, darum wird das Neugeborene gleich nach der Geburt die Brust suchen. Jetzt ist der Saugreflex des Babys am stärksten. Auch für die Mutter hat das unmittelbare Stillen Vorteile: Die Gebärmutter bildet sich schneller zurück und der Milchfluss wird angeregt. Wenn Sie stillen möchten, sollten Sie schon vor der Geburt diesen Wunsch äußern – in der Klinik, im Geburtshaus oder bei ihrer Hebamme. Bitten Sie darum, dass Ihrem Kind kein Fläschchen gegeben wird, sondern dass es seine erste Mahlzeit an Ihrer Brust bekommt. Anderenfalls gewöhnt sich das Baby sehr schnell an das Flaschentrinken, welches deutlich einfacher ist als das Saugen an der Brust. Bitten Sie auch Ihre Hebamme, Ihnen beim ersten Anlegen zu helfen.

Ernährung in der Stillzeit

Wie schon in der Schwangerschaft ist auch in der Stillzeit eine ausgewogene Ernährung wichtig – für Mutter und Kind. Dabei ist die Qualität entscheidend: Achten Sie auf einen abwechslungsreichen Speiseplan und eine ausreichende Kalorien- sowie Nährstoffzufuhr. Bevorzugen Sie beim Einkaufen und Kochen Bio-Produkte. Koffeinhaltige Getränke sollten gemieden werden, Alkohol weiterhin tabu sein.

Probleme beim Stillen

Nicht immer ist das Stillen eine harmonische und unkomplizierte Angelegenheit. Erkrankungen, Schlafmangel und Stress beispielsweise können die Milchproduktion beeinflussen und reduzieren. Wachstumsschübe beim Kind andererseits sorgen für großen Hunger und damit gesteigerten Milchbedarf. Auch beeinflusst die Ernährung der Mutter gelegentlich den Geruch und Geschmack der Milch – das  kann beim Kind auf Ablehnung stoßen. Jetzt heißt es: durchhalten und gegebenenfalls Rat einholen – bei Ihrer Hebamme, einer speziell dafür ausgebildeten Stillberaterin oder auch beim Kinderarzt.