Rückblick – wie alles begann

2011 startete die Alnatura Initiative Vielfalterleben. Unterstützt von über 140 Partnern und Zehntausenden von Verbrauchern hat das Bündnis Vielfalterleben in 2011 ein klares Zeichen gegen Agro-Gentechnik und für mehr Vielfalt gesetzt.

2011 - Petition gegen Agro-Gentechnik

Genau 105.229 Unterschriften waren damals das überwältigende Ergebnis der öffentlichen Petition gegen Agro-Gentechnik. Die Petition, die der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) im Frühjahr 2011 beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht hatte, fordert einen Zulassungsstopp für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Der BÖLW setzte sich für dieses Moratorium ein, weil das Europäische Parlament und die Deutsche Bundesregierung gentechnisch veränderte Pflanzen auf unsere Felder bringen wollten, die nicht ordentlich geprüft wurden und damit ein unkalkulierbares Risiko für unsere Gesundheit und Umwelt darstellten.
 
Öffentliche Beratung der Petition
Vielfalterleben hatte dazu aufgerufen, die Petition des BÖLW zu unterzeichnen, damit es zu einer öffentlichen Beratung vor dem Petitionsausschuss kommt. Und gemeinsam haben wir es geschafft: Am 26. September 2011 konnte Prinz Felix zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, stellvertretend für alle Beteiligten die Forderungen öffentlich vor dem Ausschuss diskutieren.

2013 - Weiter in Parlamentarischer Prüfung

Politische Entscheidungsprozesse können mitunter sehr langwierig sein: Seit der öffentlichen Beratung, die dem Petitionsausschuss dazu diente, weitere Informationen zu den Forderungen des BÖLW zu sammeln, befand sich die Petition in der parlamentarischen Prüfung. Auf unsere Anfrage im März 2013 beim Petitionsausschuss lag auch nach anderthalb Jahren noch kein Ergebnis zur Petition vor! Das liegt daran, dass sich der Petitionsausschuss bisher nicht auf eine Beschlussempfehlung einigen konnte, die dem Bundestag und der Bundesregierung übermittelt werden soll.
Es hieß also: Geduld beweisen. Denn erst sobald sich die Berichterstatter (ausgewählte Abgeordnete des Petitionsausschusses) einigten, würde im Ausschuss und anschließend im Plenum des Bundestages über die Beschlussempfehlung abgestimmt. Erst dann könnten Felix Prinz zu Löwenstein, der BÖLW und die Unterstützter von Vielfalterleben über den endgültigen Ausgang der Petition informiert werden.

2014 - Fast drei Jahre später: ein Ergebnis

Im Juni 2014 war es soweit: Der Bundestag hat die Petition beraten und beschlossen, sie als Material an das Bundesministerium für Landwirtschaft zu überweisen und die Inhalte dem Europäischen Parlament zur Behandlung zuzuleiten. Der Petitionsausschuss sieht die Bedenken des Petenten als berechtigt an. Allerdings mochte der Ausschuss die Petition der Regierung nicht zur Erwägung oder zur Berücksichtigung überweisen. Ein politischer Teilerfolg – aber man hätte sich mehr gewünscht.

2016 - Alnatura Saatgut: Zukunft säen

Durch den Verkauf des Alnatura Saatgutes setzen wir uns weiterhin für mehr Vielfalt ein. Die Samentütchen, seit 2012 jedes Jahr ab Februar im Handel erhältlich, haben viele Freunde gefunden.
Sie haben die Wahl zwischen sieben verschiedenen Sorten: Die Blumenmischungen bieten Bienen und anderen Blütenbestäubern ein blühendes Buffet; Kresse, Salat und essbare Blüten bereichern jede Tafel.
Und: Mindestens 30 Cent je verkauftem Samentütchen fließen an gemeinnützige Organisationen, die sich für die Förderung des biologischen Landbaus und für den Erhalt der Artenvielfalt in Flora und Fauna einsetzen.