Gute Pflege

Ob Balkon oder Garten - Pflanzen stark machen und Tierschutz funktionieren Hand in Hand und auf der kleinsten Fläche

Züchtung Pflänzchen im Feld

Was können Sie als Gärtner für ein gesundes Wachstum Ihrer Pflanzen tun? Wie unterstützen sogar kleine Maßnahmen das Tierleben in unseren Gärten? Und wie funktioniert der Nachbau der Alnatura Saatgut Sorten? Die folgenden Beiträge liefern die wichtigsten Antworten.

Pflanzen stark machen


Ist die Aussaat erfolgreich aufgegangen, heißt es den Pflanzen beim Wachsen zu helfen. Dazu brauchen Sie vor allem ausreichend Wasser und Nährstoffe.
Informieren Sie sich zunächst über die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen. Brauchen Sie besonders viel Wasser oder sind sie eher genügsam? Grundsätzlich ist die regelmäßige Wasserversorgung eine der wichtigsten Regel der Pflanzenpflege. Es empfiehlt sich, abgestandenes Wasser zum Gießen zu verwenden – gerade im Sommer. Gießen Sie am besten morgens, dann ist die Pflanze über den ganzen Tag mit Feuchtigkeit versorgt. Natürlich kann es an heißen Sommertagen ratsam sein, morgens und abends zu gießen. Am Abend besteht allerdings das Risiko, dass sich zu viel Nässe in der Erde staut.

Bedecken Sie die Erde um die Pflanzen herum mit einer sogenannten Mulchschicht aus Holzwolle oder Grasschnitt (oder auch Laub, zerkleinertes Unkraut, Kieselsteine). Eine wenige Zentimeter dicke Schicht schützt die Erde einerseits vor dem Austrocknen, andererseits speichert sie auch Wärme. Das Mulchen versorgt die Pflanzen zudem mit Nährstoffen, da die organischen Stoffe zu Kompost verrotten. Im Beet kommt ein weiterer Vorteil hinzu – der Gärtner muss weniger hacken und jäten, weil der Boden auf diese Weise lockerer bleibt und die Mulchdecke das Unkraut am Wachsen hindert.
 
Düngen im Bio-Garten
 
Der Bio-Gärtner arbeitet mit organischem Dünger, das heißt er verwendet ausschließlich pflanzliche und tierische Düngemittel. Wie viele Nährstoffe Pflanzen brauchen, hängt von der Größe der Blätter und der Früchte ab. Pflanzen werden deshalb in Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer eingeteilt.
 
Starkzehrer    Mittelzehrer    Schwachzehrer
alle Kohlarten, Gurken, Tomaten, Kartoffeln, Lauch, Mangold, Rhabarber, Sellerie, Zucchini, Kürbis    Fenchel, Knoblauch, Möhren, Paprika, Radieschen, Salate, Spinat, Zwiebeln    Bohnen, Erbsen, Kräuter, Radieschen, Salate
 
Handelsübliche Pflanzerde ist bereits mit Nährstoffen angereichert, sodass insbesondere Schwachzehrer, die in Kübeln mit frischer Erde gezogen werden, keinen zusätzlichen Dünger benötigen. Der Freilandgärtner muss mehr dafür tun, dass die Bodenqualität seiner Beete stimmt. Idealerweise kann er dafür eigenen Kompost verwenden. Starkzehrer, wie zum Beispiel Tomaten, müssen in der Wachstumsphase stärker gedüngt werden. Dafür kommen organische Dünger wie Guano oder Hornspäne in Frage. Düngen Sie lieber etwas zurückhaltender, um eine Überdüngung zu vermeiden. Ein beliebter pflanzlicher Flüssigdünger ist die Brennnesseljauche, die Sie selbst herstellen können. Oder Sie kaufen im Gärtnerfachhandel biologischen Flüssigdünger.

Tierschutz im Garten ─ ein Geben und Nehmen


Im Unterschied zu konventionell angebauten Pflanzen sind Pflanzen im Bio-Garten meist widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Natürlich treten auch beim biologischen Gärtnern Krankheiten und Schädlinge auf. Sie werden mit natürlichen Methoden und nicht mit chemisch-synthetischen Pestiziden abgewehrt. Die Maßnahmen im biologischen Pflanzenschutz sind sehr umfassend und unterschiedlich.
Biologisch gärtnern ist gleichzeitig Naturschutz. Denn hier wird mit natürlichen Methoden gearbeitet. Pestizide haben im Bio-Garten nichts zu suchen. Das schützt die Umwelt vor giftigen Rückständen und erhält die lebendige Vielfalt von Flora und Fauna.
Chemische Pflanzenschutzmittel, egal ob sie sich gegen Insekten, Pilze oder Unkraut richten, treffen den Garten und die Lebewesen, die dort gerne ein Zuhause hätten, als Ganzes. Sie stören den ausbalancierten Kreislauf der Natur. Auch nützliche Insekten sind davon betroffen, wenn ihnen durch den Einsatz von Pestiziden die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Denken Sie zum Beispiel an den Marienkäfer – er frisst bereits als Larve Unmengen von Läusen.

"Wohnraum" schaffen

Unterstützen Sie deswegen die Lebewesen in Ihrer Umwelt – zum Beispiel mit sogenannten Insektenhotels für Marienkäfer, Schmetterlinge und Einsiedlerbienen. Dort finden diese Nützlinge einen Unterschlupf. Auch Vögel brauchen unsere Unterstützung, besonders in Städten. Greifen Sie ihnen beim Brüten mit Nistkästen unter die Flügel. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie mit Hecken und Sträuchern ausreichend Wohnraum für Vögel schaffen.
Das Aufstellen einer Vogeltränke im Sommer ist für viele Hobbygärtner selbstverständlich. Schwerer wird es manchem fallen, nach der Garten-Saison vertrocknete Blumen und Gräser stehen zu lassen. Damit können Sie aber ganz einfach etwas für die Vögel tun, was Ihnen regelmäßigen Besuch von den putzigen Flattergenossen bescheren wird: Die Samen der verblühten Pflanzen dienen den Vögeln in der kalten Jahreszeit als Futter. Und über eine unberührte Ecke im Garten freuen sich nicht nur Igel. Häufen Sie im Winter dort auch etwas Laub für ein wärmendes Quartier an, was auch viele andere Kleintiere gerne nutzen werden.
 
Eine leckere Weide für die Bienen
 
Monokulturen findet man nicht nur in der Landwirtschaft. Auch in vielen Balkonkästen und Blumenbeeten dominiert die Einfalt. Klassiker sind zum Beispiel Geranien und fleißigen Lieschen, die nur sehr wenig Nektar und Pollen haben. Säen Sie daher besser heimische Duft- und Blütenpflanzen – wie zum Beispiel das Alnatura Saatgut Blumenmischung und  Bienenschmaus. Auf diese Weise bereichern Sie den Speiseplan von Bienen und Co., deren Existenz durch die Monokulturen bedroht ist.