Gartenerde und Kompost

Worauf Sie achten sollten, damit Sie umweltfreundliche Gartenerde kaufen und wie Sie selbst humusreiche Erde auf dem Kompost erzeugen.

Erde-und-Kompost

Die richtige Erde

Der Einsatz von torffreier Erde ist eines der wichtigsten Gebote beim biologischen Gärtnern. Denn der Abbau von Torf zerstört Moore. Damit verlieren seltene Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Außerdem speichern Moore große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2). Ihr Erhalt ist daher ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Achten Sie auf jeden Fall beim Kauf von Erde darauf, dass die Zusammensetzung der Erde keinen Torf enthält. Leider ist der Name "Bio-Erde" keine Garantie dafür, dass die Erde torffrei ist. Denn der Begriff "Bio" ist bei Erden und Pflanzsubstraten nicht gesetzlich geschützt.

Sie erhalten torffreie Gartenerde im Frühjahr in unseren Alnatura Super Natur Märkten. Diese können Sie bedenkenlos verwenden. Ebenso erhalten Sie Saatgut und weitere Gartenutensilien.

Wie aus "Abfällen" fruchtbare Erde wird

Die Qualität von Erde können Sie mit Kompost verbessern. Zur Herstellung von Kompost werden Bio-Abfälle aus der Küche, Laub, Gras- und Heckenschnitt sowie kleingehackte Zweige gemischt.
 
Auf dem Komposthaufen entsteht daraus nach rund sechs Monaten der sogenannte reife Kompost. Das ist humusreiche Erde, die wie ein leichter Dünger wirkt und als Grundmaterial für Pflanzenerden genutzt werden kann.
 
Freilandgärtner geben im Herbst und Frühjahr Gartenkompost auf ihre Beete, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern und die Vielfalt an winzigen Lebewesen zu fördern. Wenn es ausreichend Platz gibt, darf beim biologischen Gärtnern der Kompost nicht fehlen. Ist Ihr Garten groß genug, können Sie selbst einen Komposthaufen anlegen.
 
Für kleinere Gärten kann eine handelsübliche Komposttonne die Lösung sein. Auf dem Balkon oder der Terrasse bietet eine Wurmkiste die Möglichkeit, selbst zu kompostieren.

Der Komposthaufen

Bis auf den Winter ist jede Jahreszeit geeignet, um einen Komposthaufen zu bauen. Wählen Sie einen halbschattigen und windgeschützten Standort in Ihrem Garten. Sammeln Sie vorab genügend Material aus organischen Abfällen aus Garten und Haushalt. Diese müssen für den Kompost zerkleinert werden. Nur die unterste Lage des Komposts besteht aus groben Zweigen. Das ist wichtig, damit der Kompost gut durchlüftet ist. So vermeiden Sie Fäulnis und folglich auch unangenehme Gerüche. Der optimale Zustand eines Komposthauens ist feucht und luftig. Für den Aufbau Ihres Komposthaufens benötigen Sie außerdem Algenkalk und Kompoststarter. Wenn Sie genügend Materialien gesammelt haben, legen Sie den Kompost Schritt für Schritt an:

  1. Lockern Sie den Boden (Fläche von rund anderthalb Meter).
  2. Verteilen Sie eine rund 20 cm dicke Schicht aus groben Zweigen auf dem gelockerten Boden.
  3. Mischen Sie die zerkleinerten organischen Abfälle gut miteinander und tragen Sie eine rund 30 cm dicke Schicht auf die vorbereitete Grundlage auf.
  4. Streuen Sie etwas Kalk und Kompoststarter darüber und geben Sie die nächste Schicht gemischter Abfälle auf den Haufen.
  5. Wiederholen Sie Schritt 3 und 4, wobei der Haufen nach oben hin immer schmaler werden sollte (maximale Höhe: ein bis anderthalb Meter).
  6. Bedecken Sie den Komposthaufen mit etwas Grasschnitt, Laub oder Stroh.
  7. Der Kompost ist reif, wenn die Abfälle zu krümeliger Erde verrottet sind (circa sechs Monate). Er riecht nach Waldboden. Sieben Sie den Kompost, bevor Sie ihn verwenden.