Wildkatzen stehen auf Baldrian

Aufklärung und Bewusstsein, das zeigt die Erfahrung des BUND, sind wichtige Voraussetzung für den Schutz der scheuen Waldbewohner.

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Sehr scheu sind sie und zähmen lassen sie sich kaum, selbst wenn die Jungen handaufgezogen werden. Wildkatzen sehen dennoch der beliebten Hauskatze zum Verwechseln ähnlich: Nur der kräftigere Körperbau, ein buschiger Schwanz und charakteristische Fellstreifen weisen sie als echtes Wildtier aus. Den Menschen gehen Wildkatzen aus dem Weg, deswegen müssen die Aktiven des BUND Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz zu kreativen Maßnahmen greifen, um die unter Naturschutz stehenden Tiere in ihren wenigen Refugien beobachten, zählen und schützen zu können. Hierzu stellen sie Fotofallen und zur Paarungszeit auch Lockstöcke auf. Diese Holzpflöcke werden mit Baldrian, einem Duft, der auf Katzen anziehend wirkt, besprüht. Die Katzen reiben sich daran, hinterlassen dadurch Fellpartikel und Haare, die genetisch untersucht werden. Mithilfe der Alnatura Spende wurden neue Kameras gekauft, jetzt sollen zusätzlich Infotafeln entlang eines sechs Kilometer langen Wildkatzen-Wanderpfades im Mattheiser Wald installiert werden. Aufklärung und Bewusstsein, das zeigt die Erfahrung des BUND, sind wichtige Voraussetzung für den Schutz der scheuen Waldbewohner. Zum Beispiel wenn Spaziergänger gelegentlich junge, scheinbar verlassene Wildkätzchen finden. Hier gilt: junge Kätzchen unbedingt im Wald lassen!

››› Gastbeitrag des BUND-Projektbüros Trier