Moorschutz ist Klimaschutz

Wer kennt noch ein echtes Moor in Deutschland? Hierzulande befinden sich Moore fast ausnahmslos in einem schlechten Zustand.

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Ein Grund hierfür ist der systematische Torfabbau. Torf bildet sich natürlicherweise in Mooren und wird gerne in privaten Gärten verwendet. Um an den Torf zu gelangen, werden Moore entwässert. Die Moore trocknen aus, große Mengen Treibhausgase werden freigesetzt. Eine Wiedervernässung kann diese Entwicklung stoppen. Hierum geht es bei der Initiative "Moorland – Für Moor und Klima", die der BUND in Bremen und Touristiker der Region Unterweser ins Leben gerufen haben. Die Idee: Für 20 Euro erwirbt man symbolisch ein Moorstück, das durch Wiedervernässung rund eine Tonne des klimaschädlichen CO2 reduziert. Mittlerweile wurden über 1.500 Klima-Zertifikate vergeben. Mehr als 160 Einzelpersonen und Unternehmen beteiligten sich. Auch die Alnatura Kunden haben mit ihrer Spende dazu beigetragen, dass in diesem Jahr die Wiedervernässung des ersten Klimamoores, des Dorumer Moors, möglich war. Im März wurden behutsam Entwässerungsgräben verschlossen und Torfdämme errichtet, um den Wasserstand zu stabilisieren. Seitdem erweckt das angestaute Wasser neues Leben im ehemals trockenen Gebiet. Und auf Wanderwegen rund um das Moor kann man diese ungewöhnliche Landschaft bestaunen.

››› Gastbeitrag Henning Kunze, BUND Bremen