Umweltschutz macht Spaß!

Am 11. Juni feierte die Grüne Liga Berlin das 22. Umweltfestival. In diesem Jahr war der Bio-Landbau das Kernthema der Freiluftveranstaltung am Brandenburger Tor.

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Biologischer Landbau – Gut für uns und gut fürs Klima!" Schon das Motto des diesjährigen Umweltfestivals wies darauf hin, dass biologische Landwirtschaft nicht nur gesunde Lebensmittel hervorbringt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Der Verzicht auf Pestizide, der Einsatz organischen Düngers und der Anbau von Fruchtfolgen statt Monokulturen sind gut für Umwelt und Klima. Und das sorgt letztlich auch für mehr Lebensqualität.

Während immer mehr Menschen die Vorzüge biologischer Lebensmittel für sich entdecken, gibt es in Deutschland nach wie vor zu wenige Bio-Bauern. Die Grüne Liga Berlin rückt die Förderung und Ausweitung des Bio-Landbaus auch deshalb in den Blick.

Ein Festivalhöhepunkt war die Förderpreisverleihung des NABU-Projektes "Gemeinsam Boden gut machen", unterstützt von der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI). Die diesjährigen Preisträger des ABBI-Förderpreises wurden durch den NABU-Geschäftsführer Leif Miller und Prof. Hardy Vogtmann ausgezeichnet (Bild unten rechts). Ziel des Projektes ist es, die Bio-Landwirtschaft in Deutschland zu stärken. Alnatura teilt diese Vision und unterstützt das Projekt über die ABBI. Ausgezeichnet werden besonders engagierte oder innovative Konzepte von Umstellungsbetrieben oder bestehenden Bio-Betrieben, die eine Betriebserweiterung planen.

Umweltschutz macht Spaß

Als wohl einzige Großveranstaltung in Berlin wird das Umweltfestival abfallfrei organisiert. Dass Europas größte ökologische Erlebnismeile aber nicht nur umwelt-, sondern auch familienfreundlich ist, bewies erneut das abwechslungsreiche Rahmenprogramm. Auf dem BioSpielBauernhof konnten die Kinder im Heu toben, sich beim Schubkarrenrennen messen oder Schafe, Schweine und Kühe bestaunen. Es galt einen Fahrradparcours zu meistern und zahlreiche weitere Mitmachaktionen zu entdecken.

Fairer Handel

Auf dem Festival präsentierten über 200 Aussteller aus ganz Deutschland umweltfreundliche Produkte, Dienstleistungen und Innovationen für fast alle Lebensbereiche. Die Besucher konnten sich an den Ständen über klimafreundliche Mobilität, ökologisches Bauen oder Energiesparmaßnahmen informieren und erfahren, wie man damit nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel schonen kann. Fair produzierte Kleidung aus Naturmaterial und Reiseangebote aus dem nachhaltigen Tourismus zeigten, wie durch umweltbewusstes Konsumverhalten ein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann.

And the Winner is …

In diesem Jahr wurde bereits zum fünften Mal der "Große Preis des Umweltfestivals" unter den Aus­stellern verliehen. Mit dem Preis werden originelle und zukunftsfähige Produkte ausgezeichnet, die eine Modell- und Vorbildfunktion erfüllen. Weitere Kriterien der Jury waren faire Produktionsbedingungen, die Verwendung umweltfreundlicher Materialien und nicht zuletzt: Alltagstauglichkeit. Die Gewinner wurden am Tag des Umweltfestivals auf der großen Hauptbühne durch den Schirmherren des Großen Preises, den Schauspieler und "Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe, ausgezeichnet.

Bio. Street. Food.

Was auf Anhieb nach gesundem Essen und urbanem Lifestyle klingt, beschreibt das kulinarische Angebot auf der Straße des 17. Juni an diesem Tag ziemlich gut. Eiscafé, Crêpes, Bratwurst und vegane Burger: Caterer und Bio-Bauern stillten mit kreativen und traditionellen Rezepten den kleinen und großen Hunger, natürlich in Bio-Qualität.

Auf zwei Bühnen informierten Talks und Beiträge mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu aktuellen Themen und verschiedenen Projekten aus Umwelt- und Naturschutz. Für Unterhaltung sorgten aufstrebende Bands mit Livemusik sowie Theaterperformances. umweltfestival.de

››› Gastbeitrag Grüne Liga Berlin e.V.