Alnatura Hirsebällchen

Im Rahmen von Routinekontrollen waren in Alnatura Hirsebällchen Spuren des Pflanzeninhaltsstoffes Tropanalkaloide (TA) nachgewiesen worden. Um jede Möglichkeit einer Gesundheitsgefährdung auszuschließen, hatten wir im März 2015 alle drei Sorten der Alnatura Hirsebällchen (Natur, Erdnuss und Ungarisch) aus dem Handel zurückgerufen. Nach umfassenden Untersuchungen sind die Produkte schon seit Mai 2015 wieder erhältlich.

Zum Hintergrund:

Hirse ist ein Getreide, das in Europa seit vielen Jahrhunderten angebaut wird. Seit jeher wachsen auf den Getreideanbauflächen auch sogenannte Beikräuter. Unter diesen finden sich vereinzelt solche mit dem Pflanzeninhaltsstoff Tropanalkaloide. Diese kommen natürlicherweise vor, sie dienen der Pflanze zur Abwehr von "Fraßfeinden" (Insekten).

Bei der Getreideernte können vereinzelt Samen von Beikräutern miterfasst und so in Lebensmittel gelangen. Solche "Fremdsamen" lassen sich nach der Ernte gut aussortieren, allerdings können durch modernste  Laboranalytik bereits äußerst geringe Spuren im Milliardstelgramm-Bereich (0,000 000 001g) festgestellt werden. Die Analytik auf Tropanalkaloide wurde und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Diese sich ständig weiterentwickelnden Analysemöglichkeiten bedeuten für die Erzeuger und Verarbeiter von Getreide, aber auch für den Handel eine Herausforderung.

Für die gesamte Branche stellt sich die Frage, wie Stoffe bewertet werden müssen, die vermutlich schon immer in Lebensmitteln vorhanden waren, und jetzt bereits in geringsten Dosen festgestellt werden können. Alnatura verfolgt gemeinsam mit seinen Herstellerpartnern die Fachdiskussionen und neuesten Entwicklungen sehr aufmerksam.