Dr. Hauschka

Winterzeit ist Bäderzeit. Erst recht mit der neuen Bäderserie von Dr.Hauschka. Was drin ist in den Produkten, darüber hat Alnatura mit dem Hersteller WALA gesprochen.

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"Jede Produktidee wird im Umgang mit den Menschen un der Natur geboren", erklärt Annette Greco. Sie leitet die Abteilung Galenische Entwicklung. "Wir können nichts in ein kosmetisches Produkt hineinentwickeln, das nicht bereits im Rohstoff, also der Pflanze, angelegt ist." Am Beispiel von Glycerin erläutert die Apothekerin: "Glycerin kommt in natürlichen Fetten und Ölen vor und spielt eine zentrale Rolle als Zwischenprodukt in verschiedenen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper." Gewonnen wird es als konventionelles Glycerin häufig aus Erdöl, Raps oder Palmöl.
Das Bio-Glycerin, welches WALA einsetzt, stammt aus Kokosöl von Kokospalmen auf den Philippinen. Kein Chemiker könnte die verschiedenen Glycerin-Arten voneinander unterscheiden. Dennoch ist der Rohstoff, aus dem das Glycerin gewonnen wurde, keineswegs egal oder austauschbar, weil für die Entwicklungsleiterin sowie für den Rohstoffeinkäufer der Prozess eine entscheidende Rolle spielt. "Wir schauen uns nicht nur das Molekül an, sondern uns interessiert, was die Pflanze macht", betont Annette Greco. Ihr Kollege Ralf Kunert, Agraringenieur und Leiter Rohstoffeinkauf, stimmt ihr zu. "Die Herkunft ist mit entscheidend. Für das Bio-Kokosöl wird kein Regenwald abgeholzt und auch sonst kein Raubbau an derNatur betrieben. Auf den Philippinen herrschen kleinbäuerliche Strukturen, die wir mit dem Rohstoff einkauf unterstützen."

Zehnmal höher ist allerdings der Preis für das Bio-Glycerin aus Kokosöl. Die klaren Anforderungen, die von der Produktentwicklung an den Rohstoffeinkauf gestellt werden, bilden für Ralf Kunert häufig eine Herausforderung. Um das zu meistern und den Rohstoffeinkauf langfristig zu sichern, bedarf es guter Kontakte in die verschiedenen Anbauländer, fairer und langfristiger Geschäftsbeziehungen zu den Partnern und viel Know-how zu Herkunft und Anbaumethoden der benötigten Rohstoffe. Ein von WALA unterstütztes Projekt, auf das Ralf Kunert besonders stolz ist: der ökologische Anbau der Rizinuspflanze in Nandgam, Nordindien. Bio-Rizinusöl ist ein pflegender Bestandteil in einer Reihe von Dr. Hauschka Kosmetikprodukten und als Türkisch Rotöl die Grundlage der Dr. Hauschka Bäder. "Mit Türkisch Rotöl bezeichnet man das sulfatierte Rizinusöl", erklärt Ralf Kunert. "Die Sulfatierung macht das Rizinusöl wasserfreundlich, das heißt, es verbindet sich mit dem Wasser. Nicht sulfatiertes Öl würde an der Oberfläche schwimmen." Als Wala diesen Rohstoff auf biozertifizierte Qualität umstellen wollte, stellte man fest, dass weltweit nirgendwo Rizinusöl in dieser Qualität zu erhalten war. Da aktivierte der Einkauf seine Kontakte zu ökologisch wirtschaftenden Bauern und zur regierungsunabhängigen Organisation Satvik in Nandgam in Indien. Durch finanzielle Unterstützung der Beratertätigkeit von Satvik und langjährige Erfahrung konnte WALA dazu beitragen, die gesamte Anbau- und Verarbeitungskette für Rizinus durch das Institut für Marktökologie (IMO) biozertifizieren zu lassen. So begann 2005 eine langjährige Partnerschaft, bei der letztendlichbiozertifiziertes Rizinusöl herauskam. Eine Weltpremiere.

"Wichtig ist uns das Know-How in den Ländern unserer Partnerprojekte bleibt und die Wertschöpfung den Menschen vor Ort zugutekommt", sagt Rohstoffeinkäufer Ralf Kunert. "Wir streben eine gleichwertige Partnerschaft an, die eine finanzielle Unabhängigkeit unserer Lieferanten und Bauern voraussetzt." Deshalb erfolgt nicht nur der Anbau in Nordindien, auch die Herstellung des Öls wird vonden Einheimischen vor Ort übernommen. Das Öl wird durch Kaltpressung der Samen gewonnen. Aber welche Wirkung, welche Aufgabe hat das sulfatierte Rizinusöl in den Bädern? "Es ist ein ausgesprochen hydrophiles Öl, daher ist ein Bezug zum Wässrigen als Grundqualität angelegt. So eignet es sich sehr gut als Grundlage für Substanzen, die in den Bädern eingesetzt werden", erklärt Annette Greco. Anders als bei sogenannten Ölbädern hinterlassen die Dr. Hauschka Bäder auf Türkisch-Rotöl-Basis, wie das Mandel Bad, das Zitronen Lemongrass Bad oder der Klassiker Salbei Bad, keine Ölspuren an der Badewanne. Wer schon einmal nach einem Ölbad in der glitschigen Wanne ausgerutscht ist, weiß das zu schätzen. Für die Entwicklungsleiterin ist klar: "Das warme Wasser ist wie eine lebendige, fließende Hülle, die wir durch unsere Bäder noch intensivieren."… so kann der Winter kommen!