Alpikoner

Der Alpikoner ist eine Mischung aus Rotschmier- und Bergkäse. Seine deftige Würze lässt sich sanft umspielen mit feinherben Weißweinen. Saftige, dunkle, Rotweine lassen sich auf einen interessanten Konkurrenzkampf ein.

Alpikoner

In der Schweiz gibt es einen Ort namens Schwyz und dort wiederum eine traditionsreiche Familienkäserei namens Schwyzer Milchhuus. Die Käser vom Schwyzer Milchhuus entwickelten in Zusammenarbeit mit den Ökologischen Molkereien Allgäu (ÖMA) – ihrem langjährigen Partner – eine ganz besondere Käsespezialität, den Alpikoner. Dahinter verbirgt sich ein geschmackliches Schwergewicht, das sich äußerlich sowie in seinen außergewöhnlichen Aromen von den klassischen Schweizer Bergkäsen deutlich unterscheidet: Während seiner vier bis fünf Monate dauernden Reifezeit wird er mit Rotkulturen behandelt. Erst 14 Tage vor Ende der Reifezeit reiben ihn die Affineure mit gemahlener Eichenrinde ein. Dadurch erhält der Alpikoner seine schwarze, harte Rinde, die zwar nicht zum Verzehr geeignet, aber für den kräftig-aromatischen Geschmack verantwortlich ist.

Alpikoner kurz gefasst:
Käsesorte: Schnittkäse mit Rotkultur  
Region: Schweiz
Fett i. Tr.: ca. 49 %, absolut ca. 29 %
Salzgehalt: Siedesalz ca. 0,8 %
Milchart: Kuhmilch; Labart: tierisches Lab

Rezept-Tipp Alpikoner:
Deftig-würzig und dennoch viel Schmelz, das macht den Alpikoner zu einem idealen Käse zum Überbacken von Fleisch. Schweinefilet in 2-4 cm dicke Scheiben schneiden, in einer gusseisernen Pfanne auf beiden Seiten kurz anbraten, dann mit jeweils einer 1 cm dicken Scheibe Alpikoner belegen und wenige Minuten im Ofen überbacken.

Welcher Wein passt zum Alpikoner?
Deftigen Rotschmierkäsen wie dem Alpikoner ordnen sich fruchtsüße, feinherbe Weißweine klug unter und treten am Gaumen nicht allzu sehr in Konkurrenz, sondern unterstützen die kräftige Aromatik. Mutigen Käsefreunden und Rotweintrinkern könnten aber auch tief dunkle Rotweine mit intensiver Beerenaromatik zu dem dunkelhäutigen Bergkäse munden. Zarte Barriquenoten verbinden sich gekonnt mit der Eichenrinden-Haut des Alpikoners. Damit erhält er einen würdigen Gegner, der sich um die geschmackliche Vorherrschaft am Gaumen zu behaupten versteht.