Alnatura
Blick über die Wiesen und Felder

bio-landbau Der NABU und das Förderprogramm

Mit dem Förderprojekt "Gemeinsam Boden gut machen" unterstützt der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) Bäuerinnen und Bauern in Deutschland dabei, ihre Höfe auf den Bio-Landbau umzustellen. Alnatura fördert das Projekt im Rahmen der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI).
Das Logo des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

Naturschutzbund Deutschland e.V.

Seit über 125 Jahren setzt sich der NABU dafür ein, unsere Natur zu schützen und für zukünftige Generationen zu sichern. Mit über 980.000 Mitgliedern und Förderern (Stand April 2026) ist er der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland.

Zu den wichtigsten Aufgaben des NABU zählen:

  • der Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt,

  • die nachhaltige Entwicklung der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft und

  • der Klimaschutz.

Die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse gehören zu den zentralen NABU-Anliegen.

In den rund 2.000 NABU-Gruppen und rund 70 Infozentren in ganz Deutschland stehen praktischer Naturschutz genauso auf dem Programm wie Lobbyarbeit, Umweltbildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Förderprogramm

Der Bio-Landbau verzichtet konsequent auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel, schont den Boden und trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Doch für konventionell wirtschaftende Höfe ist die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft ein finanzieller und organisatorischer Kraftakt. Um an einer Umstellung interessierte Landwirtinnen und Landwirte zu unterstützen, haben Alnatura und der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) 2015 das Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ ins Leben gerufen. Alnatura fördert das Projekt im Rahmen der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI).

Möglichkeiten der Förderung

Die Alnatura Bio-Bauern-Initiative unterstützt Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland, wenn sie ihren gesamten Betrieb von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umstellen.

Eine Förderung bestehender Bio-Betriebe, die einen neuen Betriebszweig aufbauen möchten, ist ebenfalls möglich.

Die Fördersumme beträgt maximal 40.000 € pro Preisträger und wird von einem Expertenrat (siehe unten) anhand der Bewerbung festgelegt. Hiermit sollen einzelne für eine Umstellung notwendige Maßnahmen wie zum Beispiel ein Stallumbau gefördert werden. Neuumstellende Bio-Höfe dürfen frühestens im Jahr der Bewerbungsrunde, an der sie teilnehmen, mit der Umstellung begonnen haben. Als Stichtag gilt die Unterschrift unter dem Vertrag mit dem Bio-Anbauverband.

Die Umstellung auf Bio im Detail

  • Der gesamte landwirtschaftliche Betrieb wird auf biologische Landwirtschaft umgestellt. (Teilbetriebsumstellungen werden nicht gefördert.)

  • Darüber hinaus schließt er sich einem deutschen Bio-Anbau-Verband an (z. B. Bioland, Demeter, Gäa oder Naturland). Von diesem werden regelmäßige Kontrollen durchgeführt und an den NABU berichtet.

  • Ziel ist es, möglichst langfristig ökologisch zu wirtschaften – mindestens fünf Jahre. In dieser Zeit muss der Betrieb Mitglied eines deutschen Bio-Anbauverbandes sein.

Preisträger Geminsam Boden gutmachenPreisträger "Gemeinsam Boden gutmachen" Berlin 2026

ABBI-Preisverleihung

Bildquelle: NABU, Sebastian Hennigs

Der Expertenbeirat

Ein Fachgremium aus Ökologinnen und Ökologen sowie Landwirtinnen und Landwirten bewertet die Bewerbungen der Betriebe und spricht eine Empfehlung aus. Der Beirat wiederum, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt, wägt diese Empfehlungen ab und entscheidet dann über die Förderung. Alnatura selbst ist bei der Auswahl der zu fördernden Höfe lediglich in beratender Funktion tätig.

Mitglieder im Beirat sind:

  • Prof. Dr. Christian Herzig,
    Professor für Betriebslehre der Ernährungswirtschaft und des Agribusiness, Studiengangsleiter, Pro-Dekan Universität Gießen und Vorsitzender des Beirats

  • Dr. Meike Gebhard,
    Geschäftsführerin der Utopia GmbH

  • Dr. Rupert Ebner,
    Vorsitzender des Slow Food Deutschland e.V.

  • Joachim-Franz Kemper,
    Bio-Landwirt und Geschäftsführer der Biogemüse Kemper GmbH

  • Ludolf von Maltzan,
    Bio-Landwirt und Geschäftsführer der Ökodorf Brodowin in Brandenburg GmbH & Co. Vertriebs KG

  • Jörg-Andreas Krüger,
    Präsident des NABU e.V.

  • Dr. Thorsten Raynal-Ehrke,
    tellvertretender Vorstandsvorsitzender des Grüne Liga Berlin e. V.

In beratender Funktion:

  • Prof. Dr. Götz Rehn,
    Geschäftsführer der Alnatura Produktions- und Handels GmbH

  • Stella Eichhorst,
    Bereichsverantwortliche Recht und Nachhaltigkeit der Alnatura Produktions- und Handels GmbH

  • Dr. Daniela Büchel,
    Vorstand Human Resources und Nachhaltigkeit der REWE Group

  • Dirk Heim,
    Bereichsleiter Nachhaltigkeit der REWE Group

Bewerbung & Informationen

Sie interessieren sich für das NABU-Förderprogramm, möchten direkt sich selbst oder einen Betrieb vorschlagen?

Hier finden sie alle Informationen über den Förderpreis "Gemeinsam Boden gut machen" des NABU unterstützt durch die Alnatura Bio-Bauern-Initiative:

Ökolandbau-Förderung: Gemeinsam Boden gut machen - NABU

Oder nutzen Sie direkt das Kontaktformular, um die Bewerbungsunterlagen anzufordern:

nabu.de – Kontaktformular

Porträts einiger ABBI-Betriebe

Mann mit Hut sitzt lächelnd in grünem Traktor auf Feld mit Pflanzen.

Christoph Rittler – begeistert von der Schwarzen Johannisbeere

Erst kam die NABU-Förderung im Rahmen des ABBI-Projektes – sein Johannisbeersaft ist nun in einem Alnatura Produkt.
Mehrere Trauben grüner Weintrauben hängen an einem Weinstock mit grünen Blättern.

Die Brand-Brüder schwören auf Bio

Bio-Wein aus der Pfalz: Ein Beispiel für die Umstellung auf Bio-Landbau mithilfe der Alnatura Bio-Bauern-Initiative
Bild der Familie Knoefel am Eingang zu ihrem Hof. Rechts der Familienhund. Zwei Erwachsene und drei Kinder. Im Hintergrund das Wohnhaus (Fachwerk).

Alexandra und Jan Knöfel – Bioland-Hof aus Nordhessen

Ein Beispiel für die Umstellung auf Bio-Landbau mithilfe der Alnatura Bio-Bauern-Initiative
Herr Trumpfheller in mitten seiner Ziegenherde.

Hans Trumpfheller – auf die Ziege gekommen

Ein Beispiel für die Umstellung auf Bio-Landbau mithilfe der Alnatura Bio-Bauern-Initiative
Mann mit Hut steht neben Frau mit Hut und Stock in grünem Feld vor einer Herde Schafe und einem großen Hund.

Christiane Geiger und Dieter Michler – von Schafen und Wölfen

Ein Beispiel für die Umstellung auf Bio-Landbau mithilfe der Alnatura Bio-Bauern-Initiative
Bauer betrachtet junge Nussbäume.

Frank Flasche und Christina Straub: Wer Wunder sucht …

Ein Beispiel für die Umstellung auf Bio-Landbau mithilfe der Alnatura Bio-Bauern-Initiative