Palmölanbau
Auf der folgenden Seite informieren wir deshalb über die Verwendung von Palmöl in (Bio-) Lebensmitteln und über die grundlegenden Unterschiede zwischen ökologischem und konventionellem Palmöl-Anbau.
FAQ Häufig gestellte Fragen zu Palmöl
Palmöl (oder auch Palmfett) ist ein pflanzliches, von Natur aus festes Fett. Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen, die in Asien, Afrika und Lateinamerika beheimatet ist. Rund 83 Prozent der weltweit benötigten Mengen stammen aus Indonesien und Malaysia¹. Palmöl wird weltweit zum Großteil in der Lebensmittelindustrie verwendet. Auch in Pharmaprodukten, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln sowie in Kraftstoffen wird Palmöl verarbeitet². Vor allem Lebensmittel, für die eine gute Streichfähigkeit erforderlich ist, enthalten Palmöl, zum Beispiel Margarine und Schokocremes.
Quelle²: https://www.regenwald-schuetzen.org/handeln/nachhaltige-ernaehrung/palmoel/palmoelprodukte-im-alltag
Palmöl gewährleistet vor allem die Streichfähigkeit von Produkten, wie sie gerade für Margarine, Schokocremes oder andere Brotaufstriche erforderlich ist.
Weil Palmöl besonders hitzestabil ist, eignet es sich außerdem sehr gut zum Backen, Braten und Frittieren. Warum dann nicht Butter statt Palmöl? Gegenüber Butter hat Palmöl einen großen Vorteil: Es ist sehr lange haltbar, d. h. Palmöl wird nicht so schnell ranzig. Und: Butter ist ein tierisches Produkt und kommt damit für immer mehr Menschen, die sich vegan ernähren, nicht in Frage.
In der Produktentwicklung und bei der Überarbeitung von Bestandsprodukten prüfen wir kontinuierlich, ob Palmöl für die Produkteigenschaften wirklich notwendig ist oder ob wir darauf verzichten können. Aktuell enthalten weniger als 5 Prozent der Alnatura Markenprodukte Palmöl (Stand August 2026). Am häufigsten wird Palmöl aufgrund seiner Produkteigenschaften in Gebäck verwendet. Auf den Produktseiten geben wir Auskunft zu sämtlichen Zutaten in den Alnatura Produkten.
Die Früchte der Ölpalmen haben im Vergleich zu anderen Ölfrüchten - wie zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Rapsöl - den höchsten Flächenertrag. Das bedeutet: Es ist deutlich weniger landwirtschaftliche Fläche für die Erzeugung der gleichen Ölmenge notwendig, was sich wiederum positiv auf die Ökobilanz auswirkt. Die Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF kommt in ihrer 2016 veröffentlichten Studie Auf der Ölspur– Berechnungen zu einer palmölfreien Welt* zu einer eindeutigen Aussage: „Der 1:1-Ersatz von Palmöl durch andere tropische Pflanzenöle führt nicht zu den gewünschten Zielen.“
Da Kokosöl ähnliche Eigenschaften wie Palmöl hat, käme verstärkt Kokosöl zum Einsatz. Doch Kokosnüsse und auch Sojabohnen wachsen in denselben oder ökologisch ähnlich sensiblen Regionen wie die Ölpalme. Damit würde das Problem nicht gelöst, sondern nur verlagert oder gar verschlimmert. Zum anderen benötigen andere Öle aus Kokos und Soja oder aus heimischem Raps und Sonnenblumen die 5-fache Anbaufläche, um die in Deutschland verbrauchte Menge Palmöl zu ersetzen. Hierdurch entstünden erheblich mehr Treibhausgasemissionen. Nicht zuletzt würde der komplette Verzicht auf Palmöl auch vielen bäuerlichen Kleinbetrieben insbesondere in Lateinamerika und Afrika die Existenzgrundlage entziehen.