mangelhaft (Stiftung Warentest 02/16)

Alnatura Italienisches Olivenöl

Für die Februar-Ausgabe 2016 hat Stiftung Warentest Olivenöle getestet. Insgesamt wurden 26 Produkte untersucht, darunter 6 Bio-Öle. Die Hälfte der Öle (dreizehn Produkte) erhielt die Note "mangelhaft", darunter zu unserem großen Bedauern auch das Italienische Olivenöl von Alnatura. Die Note "gut" vergaben die Tester nur ein einziges Mal. Neun Olivenöle wurden mit "befriedigend" und drei mit "ausreichend" bewertet.

Stiftung Warentest stellt vor allem die auf der Verpackung angegebene Herkunft des Olivenöls in Frage. Eine Abwertung erfolgte außerdem aufgrund einer von den Testern wahrgenommenen Geschmacksabweichung, der Verpackungsdeklaration sowie Spuren von Mineralölbestandteilen. Das Gesamt-Testergebnis beruht zu 65 Prozent auf der Beurteilung der Sensorik, d. h. auf der Geschmacksempfindung von Stiftung Warentest, die übrigen Kriterien wie Deklaration, Mineralölspuren, chemische Qualität und Verpackung werden mit zehn bzw. fünf Prozent bewertet.

 
Nachfolgend unsere Stellungnahme zu den Kritikpunkten von Stiftung Warentest:

Herkunft
Das Alnatura Italienische Olivenöl ist ein Öl mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Die Oliven werden in der italienischen Region Dauno Gargano in Apulien angebaut, zu Olivenöl gepresst und anschließend vor Ort in Flaschen abgefüllt.

Stiftung Warentest hat zur Bestimmung der Herkunft so genannte Isotopenverhältnisse für das Olivenöl ermittelt. Um einen Rückschluss auf die Herkunft der verwendeten Oliven ziehen zu können, werden hierzu Vergleichswerte aus einer Datenbank zugrunde gelegt. Die Isotopenverhältnisse sind jedoch vom Klima und der Witterung abhängig und können je nach Erntejahr schwanken. Eine möglichst zuverlässige Aussage über die Herkunft kann daher nur getroffen werden, wenn die Vergleichsdaten auch für das jeweilige Erntejahr vorliegen. Zudem kann auch die verwendete Analysemethode das Ergebnis beeinflussen.

Die von Stiftung Warentest ermittelten Werte stimmen mit der angegebenen Herkunft gut überein. Dies haben uns auch externe Fachleute bestätigt. Lediglich einer der Werte ist weniger typisch für die Herkunftsregion. Wir haben daher unseren Hersteller gebeten, uns die Herkunft noch einmal lückenlos nachzuweisen. Das Alnatura Italienische Olivenöl lässt sich genauestens bis zum Ursprung nachverfolgen. Die geernteten Mengen an Oliven auf den Plantagen und die daraus gewonnenen Ölmengen werden sorgfältig kontrolliert. Produktionsaufzeichnungen und weitere Unterlagen zur Bestätigung der Herkunft Dauno Gargano lassen keinen Zweifel an der deklarierten Herkunft aufkommen.

Sensorik
Unser Herstellerpartner lässt das Olivenöl regelmäßig von einem unabhängigen Labor geschmacklich überprüfen. Dabei wurden keinerlei Fehler festgestellt. Auch unsere Kunden schätzen das Italienische Olivenöl: Wir erhalten seit langem sehr gute Rückmeldungen zu diesem Olivenöl.

Deklaration
Die Qualitätsangabe "Erste Güteklasse – direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen" befand sich nur auf der Flaschenrückseite des Alnatura Olivenöls, nicht jedoch auf der Vorderseite. Dies hat Stiftung Warentest beanstandet. Wir haben diese Information zwischenzeitlich auch auf dem Etikett der Vorderseite aufgebracht.

Mineralölbestandteile

Überall auf der Welt verwenden Menschen Mineralöle: Als Treibstoff für Fahrzeuge, aber auch in Druckfarben und vielen weiteren Produkten. Aufgrund dieser weiten Verbreitung können Mineralölbestandteile, so genannte gesättigte (MOSH) und aromatische (MOAH) Kohlenwasserstoffe, praktisch überall in geringsten Spuren nachgewiesen werden. Fachleute sprechen inzwischen von einer "umweltbedingten Grundbelastung". Auch in Lebensmitteln lassen sich trotz aller Sorgfalt beim Anbau und bei der Herstellung solche geringsten Spuren nicht immer gänzlich vermeiden.

Eine typische Ursache für Mineralölspuren in Lebensmitteln sind Verpackungsmaterialien, die mit mineralölhaltigen Farben bedruckt sind. Beim Recycling von Papier (z. B. mit mineralölhaltigen Druckfarben bedrucktes Zeitungspapier) gelangen diese auch in Kartons, die als Transportverpackungen dienen. Die Glasflasche, in die das Alnatura Italienische Olivenöl abgefüllt wird, bietet einen sehr guten Produktschutz, so dass die festgestellten Spuren nicht auf die Verpackungsmaterialien zurückzuführen sind. Auch während des Verarbeitungsprozesses kommen die Oliven oder das Öl nicht mit mineralölhaltigen Schmierfetten in Kontakt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Mineralölspuren auf die umweltbedingte Grundbelastung zurückzuführen sind, z. B. durch Feinstaub, den die Olivenfrüchte während des Wachstums aufnehmen können.

Unser Hersteller hat aufgrund der Untersuchungsergebnisse von Stiftung Warentest weitere Analysen des Olivenöls durchgeführt. Diese zeigen deutlich niedrigere Werte an Mineralölbestandteilen als die von Stiftung Warentest ermittelten Werte.

Es ist uns sehr wichtig, jegliche Mineralölbestandteile in unseren Produkten so weit wie möglich zu vermeiden. Wir beobachten neue Forschungsergebnisse und Entwicklungen und prüfen Möglichkeiten, Mineralölbestandteile weiter zu reduzieren. Dazu gehört auch, dass sämtliche Alnatura Verpackungen ausschließlich mit mineralölfreien Farben bedruckt sind.